Strandinternat Miami (Februar 2008)

Strandinternat Miami (Februar 2008)

Von: Mohrmann, Alter: 16

An einem heißen Sommertag in Miami , nah am Ozean liegend , saßen die Schüler vom Strandinternat Miami in ihren stickigen Klassenräumen und paukten für die anstehenden Arbeiten in diesem letzten Semester vor den Sommerferien , bis Mr. Burger , der Direktor der Schule, in die Klasse kam und die Jungen nach draußen an den Strand oder ins Meer schickte. Die Jungen waren begeistert . Noch bevor Burger zu Ende reden konnte , flitzten die Jungen lautstark grölend in Badehosen zum Strand . Alle außer Roger , Glen , Jack , Wilson und Wicky . Sie gingen in den Bootskeller und holten ihre selbstgebastelten Ruderboote an den Strand . Als sie die Boote startklar machen wollten , stellten sich einige neugierige Jungen um sie herum und fragten :“ Wo wollt ihr denn hin ?“, „ Wir besuchen das Orlandointernat !“, meinte Roger . Sie stachen in See . Es dauerte ungefähr zwei Stunden bis zum Hafen der Internatsschule . Da um diese Zeit die Schüler alle im Esssaal versammelt waren, gingen Roger und Wicky zu den Booten der Orlandoschüler und schifften sie zu ihren Booten . Es sollte nämlich eine Überraschung werden . Wilson , Glen und Jack holten währenddessen die Schüler und Lehrer hinaus zum Hafen . Wie jedes Jahr veranstalteten die beiden Internatsschulen einen Wettbewerb im Bootsfahren . Die Schnellsten aus Miami , Jack und George und die Schnellsten aus Orlando , Raphael und Bob , traten gegeneinander An . Nach etwa 50m lag Jack vor Bob , doch im Schlussspurt überholte er ihn trotzdem noch und fuhr über die Ziellinie .:“ Hurra , Hurra !“ Sangen die Orlandos im Sprechchor und trugen den Held zum Internatsgebäude . :“ Schade Jack , bis trotzdem gut gefahren ,“ sagte Wilson . Die Miamischüler Ruderten wild gestikulierend zu ihrem Strand zurück . Am Abend saßen alle Schüler versammelt um ein Lagerfeuer am Strand und dachten sich Streiche gegen die Orlandos aus , doch ein richtiger Streich wollte keinem einfallen und so kam es , das alle nach und nach in ihre Gemeinschaftszimmer gingen . Berni weckte am nächsten Morgen die Miamis :“ Aufstehen , schwimmen !“ Verschlafen standen die Miamis am Strand , wo sie jeden Morgen einmal am Strand entlang schwammen um wach zu werden . Danach gingen sie zum frühstücken in den Esssaal . Es gab belegte Brötchen , Müsli und Kakao . Die erste Stunde begann mit Latein und die letzte endete mit Deutsch . Als die Miamis auf den Weg zu ihren Zimmern gingen um sich auszuruhen , rief Wilson die fünf Ruderer zusammen . :“ Uns muss doch was einfallen das den Orlandos komisch vorkommt ?“, „ Aber wie ?“ fragte Wicky . :“ Ich hab’s , wir können doch den Orlandos den Weg zum Strand versperren und an ein Schild schreiben „ Achtung verseucht “ !“ kombinierte Glen . Gesagt , getan . Sie waren sich einig , den Streich am nächsten Morgen in die Tat umzusetzen . Nach der Arbeitsstunde , wo am Strand Müll aufgesammelt wurde und die Boote repariert wurden , begaben sich alle zum Abendessen in den Esssaal . Diesmal gab es Fisch . Die Miamis aßen so viel das nach dem Essen keiner mehr etwas sagen konnte , außer der kleine Josh :“ Boah , wenn wir jetzt nicht mitten im Semester wären , würde ich mir auf der Stelle 1 Woche frei nehmen . Alle lachten und gingen gemütlich in ihre Zimmer , wo man sich ruhig unterhielt oder Musik hörte . Nach und nach schliefen alle. Nachdem Berni die Jungen zum schwimmen geschickt hatte, saßen alle beim Frühstückstisch .Wilson und Co. saßen in einer Ecke zusammen und überlegten sich den Ablauf des Streiches .Sie wollten in der Ruhepause aufbrechen. Nach der letzten Unterrichtsstunde schlenderten die Fünf gemütlich zum Strand. Jack holte vorher noch ein Seil , ein Stück Holz und einen dicken Stift. Dann fuhren sie los. Sie versteckten das Boot hinter einem kleinen Felsen und machten sich an die Arbeit. Während Wilson und Jack das Seil am Strand festzogen, bauten Glen und Roger das Schild auf. Wicky rannte inzwischen in Richtung Internat, um den Orlandos zuvor zukommen. Sie durften ja nicht an den Strand. Doch ihm begegnete nur Bob:“ Du kannst hier nicht her, der Strand ist versperrt, Seuchengefahr, ich war eben dort !“ :“ Soso , und das soll ich dir glauben ? , was hast du eigentlich an unserem Strand verloren ?“ konterte Bob :“ Hey , Bob , komm mal her , ich hab was gefunden !“ rief jemand aus dem Internatsgebäude. Bob rannte zurück in den Eingang und verschwand. Wicky atmete hörbar auf :“ Das ist ja noch mal gut gegangen !“ - Die anderen Vier hatten den Aufbau bereits beendet und fuhren mit Wicky , den sie unterwegs eingefangen hatten , nach Miami zurück. Am Strand wurden sie schon erwartet :“ Wo seid ihr denn während der Mittagspause gewesen ?“, das war der Burger , wie sie den Rektor liebevoll nannten :“ Ach , wissen sie . . . !“, begann Jack ,“Wir wollten unseren Nachbarn einen kleinen Besuch abstatten , ist so etwas verboten ?“ zwitscherte Wilson dazwischen . Der Rektor lächelte und ging gemütlich in sein Zimmer zurück :“ Glück gehabt !“ meinte Roger . Nachdem die fünf ihr Mittagessen in sich hineingeschaufelt hatten , läutete der Schulvertreter mit der Glocke und stand auf :“ Der Chef der Orlandoschule hat gerade unseren Rektor angerufen , einige von uns sollen den Strandweg versperrt haben , stimmt das ?“ leises Getuschel herrschte im Esssaal . Dann erhoben sich langsam fünf Hände :“ Wir waren es , wir dachten ein Streich tut denen mal ganz gut !“ sprachen alle Fünf auf einmal :“ Danke das ihr euch freiwillig gemeldet habt , ich werde mit Burger sprechen !“ meinte der Schulvertreter . Die Fünf atmeten auf und waren äußerst überrascht , keine Strafe dafür bekommen zu haben . Auf der anderen Schule herrschte einsame Stille . Bis auf ein paar Schüler waren die meisten am Strand oder schaufelten sich Berge von Eis in sich hinein . In Florida gibt es nämlich das leckerste Eis auf der Welt , pflegten die Orlandos und die Miamis zu sagen . Aber auch die Pauker verbrachten ihre Freizeit gerne in der Eisdiele „ Zum goldenen Strand „ , wo es auch leckeres Bier gab . Natürlich nur für die Lehrer . Timo , der Miamischüler musste heute zum Zahnarzt , weil er Zahnschmerzen hatte , vermutlich von dem leckerem Eis . Also meldete er sich ordnungsgemäß beim Schulvertreter ab . Am Abend wurde im Gemeinschaftssaal ein Spiele Wettbewerb im Schach veranstaltet . Natürlich gewann Berni , denn er spielte in seiner Freizeit oft Schach mit Wilson , der aber nicht am Wettbewerb teilnahm , sondern nur zuschaute .