Kampf

Kampf

Von: Caty, Alter: 16

Sie huschte durch das wehende, kniehohe Gras. Lautlos und flink. Bereits jetzt roch sie diesen wiederwärtigen Gestank ihres Feindes. Er war nicht mehr weit entfernt und bald würde er sie sehen. Also sammelte sie ihre Kräfte, liess sie pulsierend aufsteigen und entfaltete sie in einem leisen zischen. Sie war verschwunden. Etwa zwanzig Fuss weiter stand eine mächtige Gestalt. Ein Trolljäger mit seinem Dunkelwolf an seiner Seite. Wachsam stand er da, den Bogen schussbereit und das Tier in Angriffsposition. Er konnte keinen Feind erkennen, weder in der Ferne, noch nahe bei sich. Entspannter packte er seinen Bogen wieder auf den Rücken und streichelte sanft über das warme Fell seines Begleiters. Auf ein Mal spürte er einen harten Schlag. Er traf ihn direkt am Hinterkopf, sodass er gelähmt in sich zusammensackte. Er hatte keine Chance sich zu bewegen und konnte nur tatenlos zusehen, wie eine fremde Gestalt seinen Wolf tötete. Sein Tier biss immer wieder zu, aber die Gestalt, welche nicht in seinem Sichtfeld war, schlug mit zwei Schwertern flink und rasend schnell zu. Alsbald war sein Wolf tot, aber er erwachte aus seiner Betäubtheit. Wütend brüllend sprang er auf die Füsse und erblickte direkt vor sich eine Elfin. Ihr silbernes Haar war lang und sah aus wie ein Fluss, der über ihren Rücken glitt. Ihre Augen strahlten in einem kalten Weiss und der Rest ihres Gesichtes war von einem roten Tuch verhüllt. Sie standen sich gegenüber, warteten darauf, wer wohl den ersten Schlag tun würde und so hatte der Troll genug Zeit um die Elfin zu studieren. Sie trug schwere Seemannsstiefel aus gutem Leder, eine verbleichte Hose, wunderschöne Handschuhe und einen Gildenwams über ihrem Brustkleid. Sie sah gut aus, aber doch nur eine niedrigstehende Elfin. Er würde sie ohne Probleme töten, auch ohne seinen Wolf. Ihm gegenüber sah auch die Elfin wachsam zu ihrem Gegner. Dieser stinkte schrecklich, denn Elfen besassen sehr ausgeprägte Sinnesorgane. Er trug schlanke Stiefel aus Leder, schwarzes Beinkleid, einen mächtigen Brustpanzer und einen Helm. Sie musste zugeben, dass er besser ausgerüstet war, aber Jäger waren ohne ihre Tiere kaum ebenbürtig. Sie erhob ihre Waffe, begann ihre Kraft und Wut zu sammeln und steckte sie in ihren Angriff. Kurz aufschreiend stürzte sie sich auf ihren Gegner, schwang zuerst das eine, dann das andere Schwert und fügte ihm einen tiefe Fleischwunde zu, die stark blutete. Der Troll begann zu parieren, war aber zurückgefallen, als der schmerzhafte Hieb ihn traf. Er nutze die Chance und rannte von der Elfin zurück. Währenddessen zog er seinen Bogen, spannte Pfeil und schoss seine Pfeile los. Doch die Elfin war schneller und ihre Angriffe tödlich. Er konnte praktisch nur zusehen, wie sie seine Rüstung zum bersten brachte und ihn schliesslich betäubte. Völlig reglos musste er dastehen und konnte nur zuschauen, wie sich die Elfin kurz selbst verarztete. Das hiess, dass sie selbst auch verwundbar war. Sobald wieder Kraft in seine Glieder störmte stürzte er sich auf sie und rammte sein Schwert durch ihren Gildenwams, direkt in ihren Bauch. Das weisse Wams begann sich blutrot zu färben und ungläubig starrte die Elfin nach unten. In einem neuen Impuls der Kraft stürzte sie sich auf ihren Gegner und stach ihm in alle Glieder und in einer solchen Geschwindigkeit, dass der Troll nur zusehen konnte. Röchelnd sank er zuerst auf die Knie, dann kippe er nach vorne und keuchte ein letztes Mal auf. Die Elfin trat zurück, begann ihre Klingen von dem Blut zu säubern und setzte sich schliesslich hin, um ihre Wunden zu verarzten. Es war ein langer Kampf gewesen, aber sie hatte sich bewährt. Ein Gegner weniger in der Schlacht.