Ich meine beste Freundin und er

Ich meine beste Freundin und er

Von: Helga, Alter: 12

Schon seit 2 endlosen Stunden liest uns jetzt Frau Steindinger aus dem Buch" die Geschichte unseres Landes" vor. Niemand aus meiner Klasse mag die Stunden bei Frau Steindinger da sie immer aus total langweiligen Büchern vorliest. Auf einmal merkte ich das ich total müde wurde. Ich beschloss kurz die Augen zu schliessen und dann passierte es auch, ich nickte ein. "Fräulein Möller haben sie gut geschlafen?", fragte Frau Steindinger mit ihrer kratzender Stimme. Ich schreckte aus meinem Nickerchen auf und blickte in das zornige Gesicht von Frau Steindinger. " Es tut mir schrecklich Leid!" , murmelte ich verlegen. " Es kann dir ruhig Leid tun Christina, aber du bekommst sowieso eine drei im Fach Geschichte!", sagte Frau Steindinger mit schadenfroher Stimme. Ich wollte noch was erwidern, da klingelte die Schulglocke. Die ganze Klasse stürmte aus dem Klassenzimmer. Ich rannte so schnell mich die Beine trugen aus dem Zimmer. Und lies die zornige Steindinger stehen. Auf dem Flur angekommen fragte ich meine beste Freundin Cindy: "Denkst du sie gibt mir wirklich ne drei?" "Hmm, ich glaube nicht.", antwortete Cindy." Du kannst musst dir ja keine Sorgen machen. Alle Lehrer mögen dich ja. Natürlich du mit deinen grünen Augen, deinen Schulterlangen blonden Haaren und deinen hohen Wangenknochen. Du bist Perfekt, in allem was du machst. Im Schwimmen hast du letztes Jahr vier mal Gold geholt. Bei dem Tanz Wettbewerb hast du den ersten Preis gemacht. Ich könnte noch so viele Dinge aufzählen." , sagte ich traurig. " Christina jetzt hör aber auf du übertreibst masslos! Ich bin 14Jahre alt genau wie du! Du stellst mich so hin wie, wie ein Popstar. Ich beneide dich doch auch. Du bist Einzelkind. Ich habe noch 5 andere Geschwister und ich bin die älteste. Das weißt du doch alles schon. Und mein Vater ist vor 2 Jahren doch bei einem Autounfall gestorben. Du hast deinem Vater immer noch. Und ich finde so etwas ist viel wichtiger als beliebt zu sein. Oder viele Preise zu haben. Das gibt mir meinen Vater auch nicht wieder zurück.", sagte Cindy mit ernster Miene. "Es tut mir Leid." , murmelte ich verlegen. " Schon gut. Ich muss jetzt nach Hause. Bis Morgen." , sagte Cindy jetzt wieder fröhlicher. ,,Bis Morgen!" , stotterte ich. Ich machte mich auf den Weg nach Hause. Dort angekommen schaute ich mich im Spiegel an. Was ich da sah gefiel mir aber nicht. Meine kurzen dunkelblonden Haare und meine braunen Augen passen einfach nicht zu meiner runden Kopfform. " Ich musst wieder daran denken was Cindy gesagt hatte und schob meine Gedanken ganz schnell weg. Ich beschloss darum auf andere Gedanken zu kommen und nahm ein Buch aus meinem Regal. Ich las dann 1 Stunde. Gerade als mein Buch total spannend wurde klingelte es an der Haustür. Genervt legte ich mein Buch weg und lief zur Tür. Ich machte die Tür auf, vor mir stand ein total süsser Typ. Er hatte hellbraune kurze Haare, grüne grosse Augen, war fast ein Kopf grösser als ich und war sportlich gebaut. Ich stotterte: "Ha hallo wie geht's?" "Hi, mir geht's gut und dir? Ich verkaufe Erdbeeren, willst du welche?" , murmelte der süsse Typ. Ich dachte gar nicht nach sondern antwortete: "Ja klar. Ich liebe Erdbeeren. Ich nehme 10 Stück was kostet das?" " Das würde dann 5 Franken machen. Du kannst wenn du willst ein Stück probieren und schauen ob sie dir schmecken." , sagte der Typ. "Ja gerne." , antwortete ich ohne darüber nachzudenken was ich da tat. Er reichte mir eine grosse Erdbeere. Ich nahm sie ihn die Hand und biss rein. Irgendwie hatte sie einen komischen Geschmack. Ich liess mir nichts anmerken und ass einfach weiter. Der Typ schaute mich jetzt komisch an und fing an zu lachen. Jetzt fiel der auch bei mir der Groschen. Ich war von dem Jungen so verzaubert gewesen das ich vergessen hatte, dass ich auf Erdbeeren allergisch bin. Wenn ich welche esse dann krieg ich rote Punkte auf dem Gesicht die wie Pickel aussehen. In meiner Panik knallte ich dem Typ einfach die Tür vor der Nase zu. Ich rannte schnell ins Badezimmer und schmierte mir eine halbe Tube Gesichtscreme ins Gesicht. Am nächsten Morgen sah ich dann schon besser aus. Ich lief zur Schule und traf auf dem Schulweg Cindy. Ich erzählte ihr was gestern passiert ist, und dass ich mich in den Typ verliebte hatte. Cindy konnte sich vor lachen kaum noch auf den Füssen halten. In der Schule war es voll langweilig. Zum Glück lief ich Frau Steindinger nicht über den Weg. Am Nachmittag wollte ich mit Cindy einen Einkaufsbummel machen. Wir trafen uns vor der Eisdiele. Da wir erst mal ein Eis essen wollten. Wir betraten die Eisdiele und ich konnte meinen Augen nicht trauen. Der Junge von gestern sass darin und ass Eis. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Und sagte zu Cindy: " Da sitzt der süsse Typ von gestern. Er darf mich nicht sehen!" Cindy sagte nichts zu mir sonder schupste mich auf den Jungen zu. Er sah auf und lächelte mich an. Ich entschuldigte mich bei ihm. Er schien aber gar nicht mehr sauer zu sein. So kamen wir ins Gespräch. Ich merkte nicht mal wie Cindy nach Hause ging. Wir unterhielten uns lange. Sven (so heisst er) murmelte verlegen: "Ich mag dich, willst du meine Freundin werden?" Ich war total Überrascht und antwortete glücklich: Ja klar." Jetzt sind wir schon seit einem Jahr glücklich zusammen. Vielleicht wären wir nie zusammen gekommen wenn, Cindy mich nicht zu ihm geschupst hätte.