Gerettet!

Gerettet!

Von: Magdalena, Alter: 11

Na toll. Das war ja klar gewesen. Jetzt saß ich, wie so oft in diesem schrecklichen Fach, in der Klemme. Da stand sie, diese unlösbare Aufgabe der ganz besonders kniffligen Art. Jetzt musste ich mich mal ranhalten mit Rechnen, ich hörte Pascals leises Kichern und die Blicke der Anderen im Nacken. Pascal war der größte Streber, den die Welt je gesehen hatte. Keiner mochte ihn, nur unsere Mathelehrerin. Ja, richtig, ich war in Mathe drangekommen. Wie jedes Mal, wenn meine Mathelehrerin mich wie durch Zauberei genau bei den Aufgaben drannahm, die ich nicht konnte, rechnete ich nicht, sondern machte mir um etwas ganz Anderes Gedanken, zum Beispiel, warum mich so kleine Zahlen so ins Schwitzen bringen konnten. Als ich dann circa eine Minute nichts gesagt hatte, erkundigte sich Frau Schmidt, ob ich vielleicht heute noch vorhatte, ein Ergebnis von mir zu geben. Ich dachte einen Augenblick nach, was jetzt die beste Antwort war, dannn schaute ich auf meine neue, blaue Jeans und wollte gerade so leise wie es ging Nein sagen, als mich meine beste Freundin rettete, indem sie mir das Ergebnis zuwisperte, als sie so tat, als wenn sie unter der Bank etwas suchte. Puh! Das war nochmal knapp gewesen! Nach der Stunde bedankte ich mich 1000mal bei ihr.