Die Wette

Die Wette

Von: Anne, Alter: 16

Es war ein schöner Sommertag. Jimmi war alleine. Normalerweise war sein Freund Ludwig bei ihm, doch dieser war an diesem Tag krank, also beschloss Jimmi allein zum nahegelegenen See zu gehen. Er vertrieb sich oft die Zeit am See, wenn er alleine war. Es war schön ruhig und er hörte gerne den Tieren zu, wie sie zwitscherten oder quakten. Er legte sich ins Gras und schloss die Augen. Jimmi dachte an Ludwig. Wie geht es ihm wohl, dachte er und schlief ein. Er schlief lange. Zu lange, seiner Meinung nach, denn als er von einem lautem Platsch geweckt wurde war es stockfinster. Die Kälte durchzog ihn, und er hatte Angst. Schreckliche Angst. Er hasste die Finsterniss, die alles Licht der Erde verschluckte. Langsam stand er auf. Er wünschte sich zu Hause in seinem Bett zu liegen und zu träumen. Jimmi wusste nicht, was er tun sollte. Es war zu dunkel, um nach Hause zu finden und plötzlich hörte er ein seltsames Geräusch hinter sich. So etwas hatte er noch nie gehört. Es war ein wundervolles Geräusch. Schnell drehte er sich um und als er sah, was das Geräusch hinter ihm von sich gegeben hatte, traute er seinen Augen nicht. Es war ein winzig kleines Wesen, mit Flügeln. Es leuchtete gelb und er wusste nicht , dass es so etwas in Wirklichkeit gab. Es war eine kleine Fee, die sagte: ,,Habe keine Angst, mein Junge! Mein Name ist Rose. Und wie heißt du?" Jimmi zögerte. Er wusste nicht, was dieses Wesen von ihm wollte. ,,Ich heiße Jimmi." sagte er schließlich. Die Fee lächelte ihn freundlich an. ,,Das ist ein schöner Name, Jimmi. Aber was machst du noch so spät am Traumsee?" Jimmi erklärte Rose, dass er am Nachmittag eingeschlafen war und erst mitten in der Nacht wieder aus dem Schlaf gerissen wurde. ,,Dann wird es höchste Zeit, dass du wieder nach Hause gehst." sagte Rose. Jimmi begann zu weinen und sagte: ,,Ich traue mich nicht, so spät noch alleine heim zu gehen." ,,Ich bin mir sicher, dass du es dich traust, du willst bloß nicht. Aber ich werde dich trotzdem begleiten." sagte die Fee und führte Jimmi zu sich nach Hause. Als sie dort angekommen waren, öffnete Jimmi die Haustür und bedankte sich bei Rose. ,, Du musst dich bei dir bedanken, denn du hattest den Mut alleine nach Hause zu gehen." sagte diese und verschwand im selben Moment. Jimmi konnte diese Nacht kaum schlafen. Ihn beschäftigte es einfach zu sehr, was Rose damit gemeint hatte. Am nächsten Tag ging Jimmi erneut zum See, da er die Fee dies fragen wollte, doch sie war nicht da und kam auch nicht mehr. Viele Jahre vergingen und Jimmi machte mit seiner Familie einen Ausflug zum See. Am Abend, als es finster war, sah er ein Glühwürmchen über den See zischen und für einen Augenblick dachte er, Rose gesehen zu haben, und da wurde ihm klar, dass er Rose noch nie gesehen hatte. Es war nur eine Vorstellung, nichts weiter, und er wusste, dass er in dieser Nacht vor vielen Jahren alleine nach Hause gegangen war und nur seine Fantasie ihm Mut gegeben hatte Ende