Celin und ihr Pony Snow

Celin und ihr Pony Snow

Von: Svenja, Alter: 9

Es war ein warmer Sommermorgen, als Celin gerade zu ihrem Highland-Pony Snow gehen wollte.„Na Snow, sollen wir ausreiten?”, fragte Celin ihr Pony.Snow wieherte zustimmend.„Also gut, aber wir müssen dich erstmal putzen!”,erwiderte Celin.Sie lief schnell in die Sattelkammer, nahm den Putzkasten und ging wieder zu Snow's Box.Zuerst nahm sie den Mähnenkamm, mit dem man Mähne, Schweif und Schopf bürstet.Danach griff sie nach dem Striegel, mit dem sie große Kreissbewegungen auf Snow's Fell bürstete.Nun nahm Celin die Kadätsche, eine weiche Bürste in die Hand und strich damit sanft in Strichrichtung. Anschließend griff sie nach dem Hufauskratzer und sprach zu Snow, während sie ihr zwei mal auf die Schulter klopfte und langsam mit der Hand bis zum Huf gelangte:„Snow, gib Huf!” Nun war Snow bereit.Oh, noch nicht ganz!Celin musste sie noch satteln.Celin nahm wieder den Putzkasten und lief eilig in die Sattelkammer, wo sie ihn abstellte.Dann nahm sie Snow's Sattel und ihre Zügel und lief wieder zu ihrer Box.Als ihr Pony gesattelt war, führte Celin sie nach draußen.Sie stellte einen Fuß in den Steigbügel, holte viel Schwung und landete sicher im Sattel.Celin griff nach den Zügeln und rief:„Hü, Trab!”Also fing Snow an zu traben.Nach dem Ausritt fand Celin ihren Vater kopfhängend im Hof stehend vor.Sie bindete Snow eilig an und rannte zu ihrem Vater.„Hey Papa, was ist den los?”,fragte sie ihn.Mr.Miller, ihr Vater antwortete:„Weißt du... wir können die Pferdesteuern nicht mehr bezahlen, und deshalb müssen wir Snow verkaufen.” Celin schrie aufgebracht: „WAAAS???Ich lass mir wegen solchen blöden Steuern doch nicht mein Pony wegnehmen!” Mr.Miller sprach:„Tut mir wirklich Leid, aber...” „Sag ja nichts mehr!!!Ich...ich...iiiiich...”,schrie sie. Mr.Miller, aber erwiderte: „Tja, der Käufer kommt schon Morgen früh um 11:00Uhr.” „WAS”,schrie Celin voll Trauer und Wut, „UND DAS SAGST DU MIR ERST JETZT?!?”Celin rannte wieder zu Snow und brachte sie in ihre Box. „Ach Snow, du bist meine beste Freundin und nur wegen solchen blöden Steuern muss Papa dich jetzt verkaufen!”,erklärte Celin ihrem Pony, das auch sehr traurig aussah.Sie brach in Tränen aus und weinte in Snow's Seite.Als Celin Abends im Bett lag, dachte sie daran wie der Käufer kommt und Snow mitnimmt.Entschloßen stand sie auf und schaute auf ihren Wecker.Es war 2:30 Uhr. Sie öffnete ihren Kleiderschrank und zog einen Pulover und eine warme Jogginghose an.Rasch zog sie noch ihre Stiefel an und schlich sich leise aus dem Haus. Als sie bei Snow's Box angekommen war, sah sie,dass ihr Pony gar nicht schlief, sondern schnaubend auf ein Bild von ihr und sich starte, das an der Pinnwand neben ihrer Box hing.Doch als Snow Celin erblickte, wieherte sie glücklich. „Pssssst, nicht so laut Snow!”,flüsterte Celin zu ihrem Mausfalben (Mausfalbe ist eine Fellfarbe).Sie führte Snow hinaus und stieg ohne Sattel auf.Zum Glück konnte sie auch ohne Zügel und so reiten. „Hüa, hüa Snow!”,befahl sie ihrem Pony. Als sie den Hof verlassen hatten begann Snow zu galoppieren. Nach etwa 15 Minuten rief Celin:„Ho,hoooo!”Snow hielt an und Celin stieg ab.Sie nahm Snow das Halfter ab und sprach mit Tränen im Gesicht:„Na los Snow, du bist frei!Ich will nicht, dass du verkauft wirst also aufwiedersehen!”Snow galoppierte voller Trauer und doch etwas Freude in die Nacht hinein.Dann hörte Celin plötzlich eine weibliche, leise Stimme sagen:„Danke Celin, ich wusste du lässt mich nicht im Stich, Aufwiedersehen!”„Leb wohl Snow!”,flüsterte Celin, während sie ihre Tränen wegwischte.Am nächsten Morgen sah Celin wie der Käufer voller Wut auf dem Hof stand und nach ein paar Minuten weg fuhr.Da kam Mr.Miller in Celin's Zimmer gestürmt und rief:„Celin, Snow ist weggelaufen!!!” „Ach, wir hätten sie doch eh verkauft!”, erwiderte Celin mit leisem kichern.„Du hast ja Recht Schatz!”,stimmte Mr.Miller ihr zu. Am Abend ging Celin auf die Lichtung, auf der sie Snow freigelassen hatte.Da kam plötzlich ein kleines Highland-Pony aus dem Gestrüpp getrabt. „Snow?”,fragte Celin das Pony. Da hörte sie die gleiche, weibliche Stimme wie gestern sagen:„Ja, ich bin es wirklich!” Celin blieb wie angewurzelt stehen und stotterte erstaunt und ebenfalls ängstlich: „Du...du...du kannst sprechen?” „Ja,kann ich.Ich weiss du bist jetzt wahrscheinlich ziemlich verwirrt, aber du musst wirklich keine Angst haben Celin!”, antwortete ihr Pony. Celin rief:„Wow, aber...aber wie...wie ist denn sowas nur möglich?” Snow antwortete:„Ich werde es dir erklären.Also du hast das richtige getan, du hast mich frei gelassen!Und dein Vater hat aber nicht erwähnt, dass der Käufer Pferde schlachtet.Und da du das richtige getan hast, stehe ich tief in deiner Schult, denn wenn Menschenkinder einem Pony das Leben retten, können sie es verstehen!” „Wow!”,Celin war so erstaunt.Von heute an waren Snow und Celin unzertennlich und lebten ihr Leben noch lange zusammen.