Knobi denkt manchmal, ich hab´ zwar Geschwister, aber irgendwie hab´ ich auch wieder keine, denn die sind schon wie Große und kommandieren einen immer nur herum: Knobi hol dieses, Knobi tu jenes und so weiter, immer dasselbe. Langweilig ist das. Ja, so denkt Knobi oft. Er hat nämlich etwas gegen die Großen, die immer bestimmen.Knobis Eltern gehen beide bis spät nachmittags arbeiten, und das findet er gar nicht schlecht. So hat er wenigstens nach der Schule seine Ruhe und wird nicht genervt. Wenn die Mutter dann nach Hause kommt, geht es sowieso immer los: "Knobi! Hast du dein Zimmer aufgeräumt?" ruft sie, sobald sie die Wohnung betreten hat. Dann dauert es keine Sekunde, und schon steht sie in Knobis Zimmer und sagt enttäuscht: "Ach Knobi! Immer dasselbe! Wie oft soll ich dir das noch sagen, du sollst in deinem Zimmer nicht ständig solch eine Unordnung machen!"

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Na und dann muss er eben aufräumen, obwohl er dazu gerade überhaupt keine Lust hat.Und genau das meint Knobi mit dem Bestimmen. Immer muss alles so gemacht werden, wie die Großen das wollen. Wie die meisten Kinder findet Knobi die Schule manchmal doof und manchmal gut. Meistens findet er sie aber doof, weil da auch die Lehrerin immer bestimmt. Immer! Von der ersten bis zur letzten Minute. Das findet Knobi einfach ungerecht. Er darf nicht einfach mal bestimmen: "So, und jetzt legt ihr alle eure Stifte hin, jetzt geh‘n wir raus spielen!"Nee, nee, das geht natürlich nicht. Im Kindergarten war es die Kindergärtnerin, die bestimmen durfte. In der Schule ist es nun Frau Schuster, die Lehrerin, und zu Hause sind und bleiben es natürlich immer die Eltern und die Schwestern. Und dann sagt sie noch: "Los! Auf geht´s!"
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