
© Kinderbuchforum-Stiftung geschrieben am
Kevins zauberhafte Reise
Der Autounfall
Guten Tag, ich heiße Kevin, bin 14 Jahre alt und wohne in Hannover. Die Geschichte fängt an einem schönen Morgen in den Sommerferien an. Mein Vater teilte mir beim Frühstück mit, dass wir um 10 Uhr in den Freizeitpark Zauberland fahren wollten. Meine Freunde hatten mir gesagt, dass es der beste Freizeitpark von allen sein soll. Als wir angekommen waren, rannte ich zur Kasse. Meine Eltern kamen schlendernd hinterher. Wir fuhren Achter- und Geisterbahn, was ich alles gut überstand. Und ich kaufte mir schließlich einen silbernen Flummi. Nach einem, schönen Tag im Zauberland machten wir uns auf den Heimweg. Als wir fast angekommen waren, mussten wir noch über eine Kreuzung. Mein Vater gab Gas und es knallte laut…!
Ich wachte im Krankenhaus wieder auf. Gerade kam eine Krankenschwester in den Raum, in dem ich lag. „Guten Tag, ich bin Schwester Simone. Falls du irgendetwas brauchst, richte dich an mich!“, sagte sie sehr freundlich. Ich fragte darauf: „Kann ich bitte wissen, warum ich hier liege und wann ich wieder nach Hause kann!“ Die Schwester antwortete: „Du kannst raus, wenn die Ärzte ihr OK geben. Morgen ist wieder Visite. Da kannst du ja fragen.“ Der Tag verging schnell, weil ich meistens draußen spazieren gehen durfte. Vor dem Krankenhaus fiel mir eine Baustelle auf. In der Nähe wohnt auch meine Oma.
Am nächsten Morgen um 9 Uhr kamen die Ärzte zur Visite. Die Chefärztin untersuchte mich. Dann unterhielt sie sich mit den anderen und teilte mir schließlich mit, dass ich nach Hause darf. Die Schwester rief meine Oma an. Wieso meine Oma und nicht meine Eltern!? Meine Oma kam sofort. Sie packte alles ein und sagte mir unter Tränen, dass meine Eltern bei dem Autounfall gestorben waren. Ich konnte es nicht fassen! Nach einer scheinbaren Ewigkeit nahm sie mich mit zu ihr nach Hause. Zur Ablenkung spielte sie mit mir Gesellschaftsspiele. Ich machte mich anschließend auf den Weg zu einem Abendspaziergang. Es war schon sehr dunkel. Auf einmal fiel ich und prallte heftig auf. Da kam eine Gestalt und legte ihre Hand auf eine Wunde, die ich mir soeben zugezogen hatte. Und ich wurde ohnmächtig.
Vollmondgasse 13
Als ich wieder zu mir kam, ließ ich mir die Geschehnisse noch einmal durch den Kopf gehen: der Freizeitpark, die Autobahn, der Unfall-„der Unfall“ schrie ich nun richtig laut, als plötzlich hinter mir eine Fahrradklingel ertönte. Mit einem Satz sprang ich auf, sah mich um und bemerkte, dass ich mich auf einem Radweg befand. Beinahe hätte mich ein Rad erwischt.
Es war schon hell. Ich sah auf meine Uhr und stellte fest, dass ich die ganze Nacht hier gelegen haben musste. Der Wind wehte mir einen Zettel ins Gesicht. Ich nahm ihn und las: FÜR KEVIN, VOLLMONDGASSE 13. Ich lief nun zu Großmutter. Den Zettel erwähnte ich nicht. Sie hätte beinahe die Polizei gerufen, sagte sie mir, als sie mich völlig nervös und in Panik am Gartentor erblickte. Erleichtert über mein Erscheinen machte sie mir einen Tee und ließ mich den ganzen Tag nicht aus den Augen. Dann hatte sie einen Termin und verließ doch das Haus. Nach einer Weile machte auch ich mich auf den Weg. Ich fuhr mit meinem Fahrrad durch die ganze Stadt, bis ich eine Gasse fand, die halb so breit wie ein Auto war: Halbmondgasse. „Noch nie gehört“, dachte ich mir, „aber die Vollmondgasse muss bestimmt ganz in der Nähe sein.“ Ich schloss mein Fahrrad an eine nahe gelegene Leitplanke und ging in die Halbmondgasse. Es kam mir vor, als wäre ich in einer anderen Welt. Alles erschien mir irgendwie verzaubert. Die Häuser sahen krumm und schief, aber auch in irgendeiner Weise stabil aus. Ich ging in die Gasse. Die Gasse war nicht lang, nur ungefähr 100 Meter, dafür sehr kurvig und ich sah das Ende nicht. Dass es eine Sackgasse war, bemerkte ich als ich vor einer Mauer stand. Ich ging zurück, fand jedoch auch hier keinen Ausgang mehr. Langsam geriet ich in Panik. Ich sah mich noch einmal ganz genau um und entdeckte eine Treppe, die über die Häuser hinausragte und wahrscheinlich auf der anderen Seite wieder herunterführte. Ich ging über die Treppe.
Auf der anderen Seite flogen die Menschen auf Besen durch die Luft. So etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen. Es gab hier einen Laden nur für Besen und direkt daneben eine Flugschule. Langsam bekam ich Angst. Ich wollte wieder zurück gehen, aber die Treppe war verschwunden. Ich irrte umher. Am nächsten Straßenschild bemerkte ich, dass ich mich auf der Vollmondgasse befand, aber vor dem Haus 1748. Die 13 werde ich nie finden. Im selben Augenblick hielt neben mir ein sehr langer Besen, mit ungefähr 20 Personen, die aussahen, als kämen sie direkt von einer Faschingsfeier nur für Hexen und Zauberer. Die vorderste fragte mich:
„Möchtest du nicht mit zum Anfang der Gasse kommen? Du willst doch zur 13, nicht wahr!“ Woher wusste sie das? Ich hätte sie gern gefragt, traute mich aber nicht. Stattdessen sagte ich: „Ja gern, aber…. kostet das was?“ Sie antwortete: „Eigentlich ja, aber du hast ja kein Geld dabei, also darfst du so mitkommen.
Ich stieg einfach auf. Als wir ankamen, stand ich vor einem Haus, ohne Fenster, nur mit einer Tür. Diese ging automatisch auf. Ich gelangte in ein riesiges Treppenhaus. Dort gab es keine Türen, aber alles deutete irgendwie nach oben, also stieg ich hoch. Hier gab es eine Tür, und dort klopfte ich an. Keiner machte auf. Ich drückte die Klinke herunter, öffnete die Tür und erblickte einen Greis.
Ein weiter Weg
Ich sah diesem alten, seltsamen Mann in seine feuerroten Augen. Er war ungefähr 1,75m groß, hatte einen bodenlangen, grauen Bart und knochige, alte Hände. Er trug einen schwarzen, zerfetzten Mantel. Der Mann hatte alles an sich, was Angst einflößend war. Bis auf seine runde Nickelbrille, die urkomisch aussah. Ich schätzte sein Alter auf 70-80 Jahre. In diesem Moment unterbrach er meine Gedanken und sagte: „Ich muss unbedingt mit dir reden!“ Also unterhielten wir uns. Es stellte sich heraus, dass er der Zauberer Merlin ist und alles über den Unfall meiner Eltern wusste.
Ohne mich zu Wort kommen zu lassen, redete er weiter: „Ich werde dir helfen deine Eltern zum Leben zu erwecken“ „Aber wie?“, wollte ich wissen. „Mach dich auf den Weg zu einem Tom nach Österreich, um ihn um Hilfe zu bitten!“ Und ehe ich mich versah, saß ich schon im Flugzeug.
Ich schloss einen Moment die Augen und dachte über den Tag nach. Auf einmal fing das Flugzeug an zu rütteln und ich riss erschrocken die Augen auf. Erst jetzt merkte, dass ich mich ganz allein im Flieger befand. Ich fühlte mich wie in einer Achterbahn, die steil nach unten schoss. Ich rannte so schnell ich konnte ins Cockpit, wo ich den Piloten vermutete. Ich riss entgeistert den Stuhl herum und sah, dass anstelle des Piloten ein Roboter auf dem Stuhl saß. Da merkte ich, wie eine braune Flüssigkeit aus ihm floss und direkt auf die Hebel und Schalter tropfte. Mir wurde schwindelig und ich stürzte auf den Boden. In diesem Moment, als ich mich verzweifelt am Sitz festkrallte, spürte ich eine heftige Erschütterung und ich konnte mir denken, was los war: Das Flugzeug war abgestürzt!!! Schwindelig, wie mir war, torkelte ich zu den Sitzplätzen und schaute aus dem Fenster: Wasser! Ich zog mir eine Schwimmweste an, die ich unter einem Sitz gefunden hatte und öffnete die Eingangstür. Wasser schoss hinein und ich sah mich über den seegrünen Algen hinweg erschöpft nach Land um. Da! Nur ein paat Meter entfernt sah ich ein bewaldetes Festland. Ich paddelte zielstrebig darauf zu, ließ mich kraftlos zu Boden sinken und rang erschöpft nach Luft. Plötzlich tauchte wie aus dem nichts Merlin vor mir auf und drückte mir einen Zettel in die Hand. Als ich aufblickte, war er wieder verschwunden. Ich las, was auf dem Zettel stand:
GEHE ZUM HOTEL ALPENHÜTTE IN DER RAUMSTRAßE 19.
DORT WIRD DICH TOM ERWARTEN.
BEEIL DICH!
Merlin
Da ich früher mit meinen Eltern in der Alpenhütte Urlaub gemacht hatte, wusste ich genau, wo ich hin musste. Als ich den 2 km langen Fußweg hinter mir hatte und in die Raumstraße einbog, stieß ich mit einem großen Jungen zusammen. Ich entschuldigte mich bei ihm, doch er fiel mir ins Wort: Bist du Kevin? Ich nickte und ich wusste sofort, wen ich hier vor mir hatte: TOM!!
Barneys Befreiung
Ich erzählte Tom vom Unfall, vom Zauberer, der mich geschickt hatte, und von seiner Idee. Tom hörte nachdenklich zu. Es trat ein langes Schweigen ein, das Tom brach: „Ja, es stimmt! Es gibt einen Herrn Namens Barney, er kennt ziemlich viele Zauberformeln, der kann dir bestimmt helfen.“ „Zauberformeln?“, fragte ich. Tom erklärte es mir und zeigte mir den Weg zu Barney. Und dachte dabei laut: „Wir sind jetzt in der Nähe von Wien. Unser nächster Anlaufpunkt ist Klosterneuburg.“
Also machte ich mich mit Tom auf den Weg zu den Örtchen Klosterneuburg. Dort angekommen sprach Tom zu mir etwas unsicher: „Äh, also am anderen Ende des Dorfes ist das Portal, das nach Greenwich führt.“ Er schaute auf seine Armbanduhr: „Wir müssen in 20 Minuten dort sein.“ Das war leicht, der Ort ist sehr klein. Wir schafften es in 10 Minuten. Dort angekommen bemerkten wir einen schwarzen Mann, dessen Gesicht man nicht erkennen konnte. Doch Tom sprach ihn sofort an: „ Na, wenn das nicht Syrus ist.“
Der Mann antwortet: „Ja, wohin des Weges? Etwa zu meinen netten Gefangenen BARNEY? Barney, dachte ich besorgt. Tom rief wütend: „Was hast du vor?“ Syrus antwortete lässig: „Ach, nur ein paar Dinge von früher ändern.“ Und nach dieser Antwort, wurde Tom richtig wütend. Er begab sich in eine Art Kampfstellung. Ein roter Lichtblitz blendete mich, dass ich nichts mehr sehen konnte.
Ich hörte nur noch Tom rufen: „Das Portal!“ Eine kräftige Hand ergriff meinen Arm und zog mich ruckartig weg …
Nach ein paar Sekunden konnte ich meine Augen wieder öffnen und stellte fest, dass wir, ich und Tom, uns irgendwo anderes befanden: in einer modrigen, stickigen Gegend. Tom sprach zu mir: „Es hat sich viel verändert!“ Ich nahm an, wir seien in Greenwich. „Wir werden nun entlang dieser Straße, dort vor gehen“, schlug Tom vor. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich mich in einer Gasse befand.
Wir gingen nun zügig weiter. Ich musste mich sehr beeilen um Schritt zu halten. Wir verließen schnell den Ort und nach kurzer Zeit sah ich ein Ortsschild mit der Aufschrift „Greenwich“. „Im Südteil wohnt Barney“, erklärte Tom müde, denn es war schon nach acht Uhr abends. Völlig unerwartet fiel Tom auf mich, denn er war mit irgendetwas Unsichtbarem zusammengeprallt. Er rappelte sich auf und brüllte wütend und kein bisschen müde mehr: „Syrus!“ ´Syrus, der also hat uns angegriffen. Dieser Verrückte hat Barney wirklich gefangen genommen´, dachte ich. Ein roter Lichtblitz erschien. Ich wich zurück doch Tom fasste mich schnell und zerrte mich in Richtung Barneys Haus. Ich verspürte eine starke Windböe und die Haustür öffnete sich.
´Aber wieso?´, dachte ich, ja genau, es war eine Falle, von Syrus. Doch ehe ich Tom warnen konnte waren wir im Haus. Wir waren umzingelt. Zweifelnd jammerte ich: „Und nun?“
Da attackierte Tom eines dieser Monster, das uns umzingelt hatte. Er schlug darauf ein, doch was passierte? Es explodierte in viele kleine Papierschnipsel. Tom warnte mich: „Bleib bloß von denen weg!“ Doch ich hörte ihn nicht mehr und lief auf eins dieser Monster zu.
Ich verprügelte es, ich schlug darauf ein. Zuerst keine Wirkung! Ich verteilte noch mehr Schläge, aber das Monster holte nur aus und streckte mich nieder.
Da lag ich, ich habe verloren, werde ich nun auch sterben? Werde ich nie wieder meine Eltern sehen? Und was wird aus Tom?
Kurz wollte ich meine Augen öffnen. Ein Monster kam auf mich zugerannt, doch es explodierte und ich konnte Tom dahinter erkennen. Nun waren alle diese komischen Monster nur noch ein Haufen Papierschnipsel. Nur noch Syrus stand auf den Beinen. Ohne ein weiteres Wort stürmte Tom auf ihn zu. Doch er hob seine Hand, in der er ein Schwert hielt, das leuchtete, und streckte dadurch Tom nieder. Er lag regungslos auf dem Boden wie ich, hilflos und verletzlich. „Pah?! War das schon alles?“ Und er stach durch Toms Körper! NEIN, dachte ich nun, alles ist verloren!
Ich verspürte eine unheimliche Kraft in mir aufsteigen, ich stand auf, stürmte auf ihn zu, alles passierte wie von selbst, was war los? Mir wurde schwarz vor Augen…
Die Zauberkugel
Als ich zu mir kam, war ich mit einem Fremden allein. Das konnte nur Barney sein! Plötzlich bewegte er sich auf mich zu und sagte ruhig: „Ich gebe dir jetzt erstmal was zu trinken! Du bist bestimmt durstig.“ Nach einer Weile kam er mit zwei Tassen und einer Kanne mit Tee aus der Küche. Ich hatte mich inzwischen auf das alte Sofa gesetzt. Zuerst wollte ich nichts trinken, weil ich glaubte, dass in der Kanne Gift wäre. Doch als ich sah, wie Barney die Kanne nahm und Tee in eine Tasse goss und selbst trank, nahm ich mir auch eine Tasse und schenkte mir ein. Jetzt hatte ich keine Angst mehr vor ihm. Ich erzählte Barney nun alles von dem Unfall bis hin zu seiner Befreiung. Als ich sagte, dass er meine Eltern zum Leben auferwecken sollte, war er voller Tatendrang. Barney holte einen Teppich aus einem Wandschrank. Dieser war zusammengerollt. Barney breitete ihn aus und sprang mit einem giftgrünen Buch darauf. Auf einmal war Barney nicht mehr zu sehen und ich sprang ihm nach. Nun sah ich ihn wieder. Er erklärte mir, dass, wer auf dem Teppich sitzt, nicht mehr zu sehen ist und dass der Teppich fliegen kann.
So machten wir uns auf den Weg. Unterwegs war uns ein riesiges Hochhaus im Weg. Ich rief noch: „Halt an Barney!“ Doch es war zu spät. Wir rasten mit Affengeschwindigkeit in das Haus hinein. Doch wir wurden nicht verletzt. Barney und ich flogen einfach hindurch. Ich war total erstaunt. Der Teppich war ein reinster Zauberteppich.
Als wir dann endlich in Hannover ankamen, warteten wir noch bis es Nacht wurde und flogen zum Grab meiner Eltern.
Barney holte das Zauberbuch hervor. Er schlug das Kapitel mit der Überschrift „Tote auferwecken“ auf. Dort waren drei Möglichkeiten angegeben. Die erste erschien uns nicht wirklich erfolgversprechend, bei der zweiten aber wurde ich stutzig. Man brauchte Kräuter. Wo sollten wir jetzt Kräuter herbekommen? Doch es war alles ganz einfach. Barney murmelte ein paar Zaubersprüche und schon hielt er die erforderlichen Kräuter in der Hand. Im Buch stand nun, dass man sie mit Blutorangensaft verrühren musste. Barney zauberte wiederum alles nötige herbei. Nun war die Suppe fertig. Aber diese Suppe dampfte ob wohl sie nicht heiß war. Als der Dampf den Baum über dem Grab meiner Eltern erfasste, gab es einen ohrenbetäubenden Knall und die Zeit spulte sich vor meinen Augen zurück…
Ich sitze wieder mit meinen müden Eltern im Auto. Wir sind auf dem Rückweg…
…Als wir fast zu Hause sind, müssen wir noch über eine Kreuzung. Ich spiele mit meinem silbernen Flummi. Auf einmal sehe ich ein Auto in dem Flummi. Dieses rast genau auf eine Kreuzung zu, als ein Auto langsam den Weg kreuzt. Ich rufe: „Anhalten!“. Mein Vater hält ruckartig an. Jetzt bemerke ich erst, dass es nur eine Geschichte war, die ich im Flummi gesehen hatte. Doch mein Vater meint zufrieden und glücklich: „Danke Kevin! Hättest du nicht geschrien, wären wir in das langsam fahrende Auto dort vorne, gefahren. Jetzt weiß ich, dass der Flummi eine Zauberkugel ist!
Eric, Niklas, Romy, Florian,Josua,12 Jahre Autor/in aus Grundschule Nord Finsterwalde
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Lena und der Weihnachtsmann
„ Lena! Warum dauert dass denn heute so lange?“, rief Mutter Inga aus der Küche.
Keine Antwort.
Komisch, Lena war sonst immer um viertel nach acht im Bett, aber heute dauerte es so lange! Lena antwortete nicht einmal!
„ Lena?“, ihre Mutter rief sie vergebens!
Als Lena keine Antwort gab, wanderte ihre Mutter ins Bad um sie dort zu suchen.
Merkwürdig, Lena war auch nicht im Bad! ``Wo kann sie denn nur sein? ``
Inga lugte in Lenas Kinderzimmer, der Raum war erhellt, alles Licht aber keine Lena. Als sie ins Kinderzimmer trat, sah sie Lena am Schreibtisch sitzen.
„ Lena, was machst du denn da?“
„ Na ich male den Weihnachtsmann!“
Lena reichte ihrer Mutter das selbst gemalene Bild.
„ Dieses Bild hast du gezeichnet?“
„ Ja.“
„ Na, dann, ab mit dir ins Bett!“
Lena hüpfte ins Bett.
Als sie am nächsten Morgen erwachte, lagen auf ihrem Schreibtisch alle möglichen Süßigkeiten.
Schnell lief Lena in die Küche um die Süßigkeiten ihrer Mutter zu präsentieren!
Wie staunte die, als genau auf einer von Lenas Schokoladen das Bild von Lena war!
Aber wir wissen ja alle, dass Wunder auch möglich sind!
Resch Sandra
Sandra,11 Jahre Autor/in aus Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
1.DFB-Pokal-Spiel Bayern:Rot-Weiß-Erfurt.
Alle wissen wer gewinnt.Nähmlich Bayern.Da,das Spiel beginnt.
20.minute: Der Torwart von RWE schießt den Ball ab.Auf den Kopf von Zirokov,aber knapp über die Latte von Bayern.
35.minute:Luca Toni steht vor dem freien Tor.Doch er schießt zu hoch.Was für eine Blamage!!!!!!
88.minute:Klose kriegt den Ball und schießt.TOOOOOOR.
89.minute:Meier hat den Ball und schießt.TOOOOOOOOOOOR.1:1.10 sekunden später. Meier schießt noch mal.TOOOOOOOOOOOOR.In das Lattenkreuz des verdutzten Rensing.
1:2 eine Sensation.Rot-Weiß-Erfurt gewinnt gegen Bayern mit 1:2
2.DFB Pokal-Spiel Schalke:RWE
50.minute: Rogert schießt.TOOOOR.0:1
80.minute: Kurani schießt.GEHALTEN.
85.minute:Rafinia schießt.Der Ball fliegt durch die Luft auf das Tor zu.Der ist Unhaltbar.Schalke jubelt schon.Aber da springt der Torwart hoch und gehalten.
3.DFB-Pokal Spiel HSV:RWE
89.minute:Der Ball fliegt durch die Luft und landet im Netz vom HSV.Ein TOOOOOR.
DFB-Endspiel Herta:RWE
47.minute:Der Torwart von RWE schießt weit und TOOOOOOOOR.Das erste Tor,dass zum ersten mal vom eigenen Strafraum in das Tor der anderen Mannschaft befördert wurde.
89.minute:Herta hat mit Lustenberger eine Chance,aber viel zu hoch.
Da das Ende,Rot-Weiß-Erfurt ist erster Platz.UNGLAUBLICH.
Leonidas Skopeteas,10 Jahre Autor/in aus 12159 Berlin
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Was kommt nach dem Tod?
Teil 1:
Es ist immer eine Sache wie man selber daran glaubt, es gibt da mehrere Theorien, einige glauben sie kommen in den Himmel oder in die Hölle. Andere glauben daran, dass sie weitere Leben haben werden vielleicht in menschlicher oder vielleicht auch in tierischer Gestalt, vielleicht sogar gar in einer anderen Galaxie.
Wieder andere behaupten, dass sie schon einmal tot waren und auf ein helles Licht zugeflogen sind. Einige Menschen glauben auch, dass tote Menschen zu Geistern werden und für ewige Zeiten in die Zwischenwelt verdammt sind. Ob das stimmt und ob es den Himmel, Hölle oder Zwischenwelt überhaupt gibt wird wohl niemand beweisen können, aber auch niemand wird das Gegenteil beweisen können.
Mit dem Tod ist ein Mensch ein Individuum auf jeden Fall schon einmal nicht mehr bei uns. Jedenfalls ist sein alter Körper tot. Es könnte aber doch auch sein, dass derjenige Mensch der gestorben ist, jetzt erst einmal für die Trauerzeit seiner Angehörigen in der Luft rumschwebt und die Trauernden unterstützt, indem er ihnen neue glückliche oder fröhliche Momente schenkt und sie seelisch unterstützt. Wenn es seinen Angehörigen wieder besser geht, kommt der tote Mensch in ein Totenreich oder in eine andere Welt und dort trifft er dann all seine gestorbenen Freunde und Verwandte. Dort lebt er dann ein tolles Leben und unterstützt seine noch lebenden Freunde und Verwandten wenn es diesen schlecht geht.
Vielleicht ist es für die Toten auch eine Art Fernsehen, weil sie vielleicht irgendwo oben, in einer körperlosen Gestalt rumsitzen es sich gut gehen lassen, uns hier unten zuschauen und sich auf uns freuen wenn sie merken, dass jemand stirbt.
Auch sehr schön ist die Theorie von Astrid Lindgren in ihrem Buch „Die Brüder Löwenherz“, indem davon erzählt wird, dass wenn jemand stirbt, dieser jemand nach Nangijala kommt, dort wenn er krank war wieder gesund ist und tolle Abenteuer erlebt, bis er wieder stirbt und in die nächste Welt kommt und immer so weiter…
Man sollte sich doch auch einmal kurz überlegen, was überhaupt vor dem Leben war, bevor man weiter darüber nachdenkt, was nach dem Tod kommt. Vielleicht waren wir alle schon einmal tot und sind dann gestorben und dann wir geworden? Und wenn das so wäre, könnte es auch sein, dass wenn wir jetzt sterben, wir wieder geboren werden. Das könnte dann so funktionieren, dass wenn wir bevor wir jetzt wir geworden sind, dass wir das wir vor dem jetzigen wir waren, nachdem es gestorben ist in so einen imaginären Warteraum gekommen ist, indem es sich von seinem alten Leben verabschieden konnte und dann darauf warten musste, dass irgendwo in der Welt eine menschliche Eizelle befruchtet wird und es dann ZACK in dem Körper der Frau ist und wächst und jegliche Erinnerung an sein altes Leben weg ist.
Doch dann stellt sich wiederum die Frage wo wir denn dann hergekommen sind, denn irgendwann in grauer Vorzeit muss das Ganze ja mal angefangen haben. Doch das geht jetzt zu weit davon ab, was nach dem Tod kommt.
Vielleicht könnte es auch passieren, dass die Seele (so nenn ich mal das Dings, das falls man wiedergeboren wird in einen anderen Körper wechselt) irgendwie nicht aus dem toten Körper heraus kommt, auf dieser Welt fest sitzt und sich nicht bemerkbar machen kann, da sein Körper ja tot ist. Diese Seele ist dann vielleicht dazu verdammt auf der Erde festzusitzen Generationen kommen und gehen zu sehen und sich einfach nur zu langweilen. Dann wird ihm wahrscheinlich so langweilig sein, dass diese Seele anfangen würde zu spucken um sich seinen ewigen Aufenthalt wenigstens ein bisschen zu erheitern.
Das würde dann auch die Geistergeschichten von früher erklären, denn mittlerweile gibt es ein paar mehr Verdammte, die sich mittlerweile selbst untereinander unterhalten können. Deshalb gibt es jetzt nur noch ein paar vereinzelte spukende Verdammte in einsamen Gegenden, aber die wird es auch nicht mehr lange geben, falls diese Theorie stimmt.
Vielleicht sind alle diese Geschichten die einem erzählt werden, ob in der Religion, in Büchern, von anderen Menschen oder im Fernsehen alle erfunden um den Menschen die Angst vorm Tod oder die Trauer um einen Verstorbenen zu nehmen oder um andere Menschen zu beeinflussen. Vielleicht kommt nach dem Tod auch nur das, was in Teil 2 steht? Und wenn das stimmt … kann ich nur sagen genießt euer Leben.......
Teil 2:
Nach dem Tod kommt: …
……… nichts.
Karlotta,14 Jahre Autor/in aus Hamburg
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
The other side
Und jetzt stand ich hier....mitten in einer trostlosen verlassenen Stadt in einem kleinen Haus an einem vom Alter verrosteten alten Waschbecken.Über ihm,hing ein Spiegel in de´n ich hineinschaute.Ich sah einen Mann.Er war ungefähr mittleren Alters und war eigendlich recht hübsch.Seine Lippen hatte er zu einer starrn,unbeweglichen Linie verzogen.Er hatte traurige blaue Augen und seine Stirn lag in Falten.Ich wusste,das dieser Mann ich war.Alex Shepherd.Ich war immer eine Frohnatur gewesen und immer aufrichtig gut gelaunt.Doch dann passierte es.Ich hatte eine Freundin.Sie war die hübscheste die ich je in meinem Leben gesehen hatte.Sie hatte wunderschöne braune Haut und strahlend hellgrüne Augen.Doch eines Tages wurde festgestellt das sie krebs hatte.Und an diesem Tag fing es an.Wir saßen draußen auf einer Bank.Sie merkte das ich sie ängstlich anstarrte.Doch sie sagte immer:"Alex ich habe genausoe du,aber es wird schon gut gehen!"und nach diesen Worten küsste sie mich immer.Doch es ging ganz schnell.Sie würde ins mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wo sie ihre letzten Atemzüge machte.Ich war am Boden zerstört.An manchen Tagenwar es so schlimm das ich über Selbstmord nachdachte.Und dann,nach 3 Jahren,kam dieser Brief...
Den Brief,den es nach wissenschaftlichen Gründen nicht geben dürfte.Denn der Absender lautete:
Mary Waterhall
Diese Frau,war ein und dieselbe die vor 3 Jahren eines tragischen Todes gestorben war.Als ich den Brief bekam,traute ich meinen Augen nicht,aber es bestand kein Zweifel.Mit zitternden Fingern holte ich den Zettel raus der darin steckte und begann zu lesen:
"Hi Alex,du wunderst dich bestimmt sehr darüber,dass der Brief von mir stammt.Ich kann dir jetzt nichts genaues erklären.Du musst zum Friedhof in Dark Neapel kommen.Ich hoffe du wo er ist?Aber bei der Durchquerung der Stadt sei bitte vorsichtig.Etwas stimmt mit ihr nicht."
Bei der letzten Zeile zerbrach ich mir den Kopf darüber,was sie gemeint haben könnte.Ich war zu fertig um damals zu ihrer Beerdigun g zu kommen.ich nahm meine Tasche und zog das schon ziemlich vergilbte Foto von ihr heraus.Sie stand an einem See und lächelte.Das lächeln,dass ch so sehr liebte und vermisste.Als ich es anschaute,spürte ich,dass mir eine Träne die Wange hinunterlief.Sogar jetzt noch,nach 3 Jahren.....
Doch da wusste ich noch nicht..wie schlimm es in Dark Neapel werden würde...ich hatte ja sowas von keine Ahnung.
Ich wandte mich vom Spiegel ab und ging aus dem Haus.Die Stadt war vollkommen von Nebel verhangen.Mary hatte recht.Obwohl ich erst hergefahren war,merkte man es sofort.Es lag nicht am Nebel...und auch nicht an diesem komischen Geräusch das man in der Stadt überall hören konnte....es hörte sich an....wie ein Brüllen...aber kein menschliches.Man konnte es schlecht beschreiben.Also machte ich mich auf den Weg zum Friedhof.Ich lief durch einen hellen Wald.Der Nebel machte ihn unscheinbar.So hell und feucht...Das einzige normale Geräusch war das Rauschen der Bäume um mich herum.Durch den vielen Nebel konnte man noch nicht einmal die Sonne und Wolken sehen.Der Wald zog sich endlos ins Leere.Doch dann auf einmal teilte er sich und grenzte an das andere Stadtteil an.Ich blieb stehen.Manchmal überlegte ich mir,warum die ´Stadt wohl verlassen worden ist.Das meinte sie wahrscheinlich mit der letzten Zeile ihres Briefes.Total in Gedanken versunken,merkte ich nicht,dass an den verfallenen Häuserwänden etwas entlang lief.Doch dann raschelte es laut. "Woahh,Hilfe!"rief ich und zuckte zusammen.Langsam drehte ich mich um.Doch ich sah es nicht.es war schon verschwunden.Ich ging hastig weiter.Angstschweiß lief mir die Stirn hinunter.Und auf einmal kam der nächste Teil des waldes in Sicht.Ich ging in ihn hinein und lief wieder ein Stück.Doch da kam eine Art Tunnel in Sicht.Eine Absperrung stand davor.Ich ging ein paar Schritte näher.Als ich direkt davor stand,sah ich etwas am Boden liegen.Ich hob es auf.man konnte Stimmen hören.Da.......sch.....el.....ka...ich drehte an einem kleinen Schalter an der Seite.Dadurch wurde es aber auch nicht besser.Ich schaute in den Tunnel hinein.Und sah,dass sich etwas regte....es....war kein Mensch...eher gesagt war es gar nichts menschliches...es hatte nichts an und sah glitschig aus.Schnell holte ich meinen Baseballschläger aus dem Rucksack und ging hinein.....
Ich musste den Kopf einziehen denn es war ziemlich niedrig in dem Tunnel.Und da!Ich Schatten bewegte sich etwas!"Hallo?Ist da jemand?"meine Stimme zitterte so sehr das ich fats kein Wort rausbrachte.Es machte komische Bewegungen und kam auf mich zu.Es jammerte einen Laut bei dem sich mir die kleinen Härrchen auf Armen und Beinen stellten.Ich nahm den Baseballschläger fester in die Hand und näherte mich dem Ungetier.Es kroch auf mich zu.Ich trat ein paar Schritte zurück.Auf einmal nahm es Anlauf und sprang mir mitten ins gesicht.
Ahhh!Runter von mir!"schrie ich verzweifelt und riss ich an dem Ungetüm das sich mit Gewalt an meinem Hinterkopf festhielt.Es knurrte bösartig und biss mir ins Ohr.Ein stechender Schmerz durchzuckte mich.Da packte ich es am Genick,und schleuderte es in hohem Bogen von mir.Doch dann musste ich überrascht feststellen,dass es ohne jede Anstrengung auf allen Vieren landete.Es bleckte die Zähne und kam wieder näher."Jetzt reicht es"dachte ich mir voll Wut."Ich mache dem ganzen ein Ende!"Ich nahm Anlauf und preschte auf das Etwas zu. "WOOOOO.....AHHH!"Ich holte mit aller Kraft aus und ließ den Baseballschläger auf das Ungetier niedersaußen.Es tat einen dumpfen Knall und das Wesen lag regungslos auf dem Boden.Neugierig wie ich war,inspizierte ich das Wesen genauer.Es hatte einen komisch geformten Kopf.Es hatte keine Haare und hatte nichts an.Bis zu diesem Augenblick hatte ich noch nie an Geister,Vampire,Werwölfe oder......Zombies geglaubt. Doch eins war sicher.Letzteres gab es.
Ich war also wieder im Wald.Obwohl mir die Vorstellung diesem Wesen nochmal begegnen zu müssen gar nicht gefiel musste ich einfach ráuskriegen was das alles zu bedeuten hatte.Als ich wieder an das angrenzende Stadtteil gelang,setzte ein leichter Nieselregen ein.Ich lief immer weiter in die Stadt hinein.Doch dann kam ich zu einer Kreuzung.Ich bog einfach links in eine Seitenstraße ein.Doch als ich um die Ecke bog,traute ich meinen Augen nicht.Genau da!Genau,wo ich im ersten Moment den Friedhof sah,erblickte ich Mary!Aber irgendetwas stimmte nicht.Ich trat ein paar Schritte vor,um zu sehen was es war.Und dann bemerkte ich es.Sie war umringt von Zombies!"Mary!Halt durch Mary!Ich komme!"Îch rannte was das Zeug hielt.Doch als ich direkt vor dem Eingang stand,riss ich erschrocken die Augen auf.Der Friedhof war verschwunden!Ich erblickte nur eine leere Fläche....ich konnte es nicht fassen....ich war ihr so nah....und dann doch so fern....ich sackte auf die Knie und weinte.....ich weinte so sehr das der Boden vor mir schon ganz nass war von den herruntergetropften Tränen.Was sollte ich jetzt machen?Doch auf einmal wusste ich es....
Und jetzt stand ich hier.Auf dem Dach eines alten Hauses von Dark Neapel.Und um meinen Hals....ein Strick mt einer Schlinge...wenn der Brief nichts zu bedeuten hatte..dann sah ich keinen Grund mehr...zu Leben...Mary WAR mein Leben.....Ich ging ein paar Schritte zurück und verschnaufte ein letztes Mal.Ich rannte auf die Todeskante zu.Sie kam näher....näher...und....ich schloss die Augen...näher und.....dann bremste ich abrupt ab.Mary hätte das nich gewollt.Sie würde nicht wollen das ich mein Leben einfach so wegwarf.Wo sie damals auch keine Wahl gehabt hatte.Ich schluckte.Auf einmal hatte ich einen Kloß im Hals.Ich setzte mich auf die Dachkante und war nur noch ein ein Häufchen Elend.Doch dann meldete sich in meinem Kopf diese Stimme.......
"Hey Alex!Was war denn das gerade?Ich sagte du sollst zum Friedhof kommen und nicht dich umbringen!"sagte die Stimme empört.Mit vor Schreck geweiteten Augen stieß ich mühsam hervor: "M...Ma...Mary.B...Bist du das?"
"Haha Alex,wer sollte ich denn sonst sein?Irgendeiner von diesen Zombies die hier frei herumlaufen?Alex...du fragst dich sicherlich was dieser ganze Spuck soll.Ja,ich weiß,ich bin schon seit 3 Jahren tot.Aber meine Seele kann keine Ruhe finden.Denn ich wurde in Dark Neapel begraben bei meinen ganzen Ur-ur-ur-ur Vätern und Müttern.Vor 3 Jahren war das eine ganz normale Stadt.Doch dan kamen sie und raubten uns unsere Seele.Den Lebenden wie den Toten.........."
"Es waren Lebende Tote.Sie stahlen die Seele anderer um selbst am Leben zu bleiben.Sie konnten sich nicht damit abfinden einfach tot unter der Erde zu liegen.Und da kommst du ins Spiel"sagte sie."Ich?Aber...was kann ich denn schon gegen sie ausrichten?Ich bin doch nur ein Mensch!"rief ich verwirrt."Sie haben einen Anführer.""Sie nennen hin The Hill.Wenn du ihn tötest,sind wir alle frei.Er....verwaltet sozusagen die Seelen.Sie haben einen Stützpunkt mitten im Wald.Dort patroulliert eine eine ganze Herde.Es sieht aus wie eine Festung.Im Inneren haben sie eine große Glaskapsel stehen die mit Wasser gefült ist.Durch Telepathie können sie die neuen Seelen hineintun und sie gleichzeitig auch benutzen.
"Aber sei gewarnt....dukönntest in ihrer Basis auf Dinge stoßen,die du liebend gern vermeiden würdest....."
"Und außerdem,Waffen und so was,findest du an der Kreuzung in diesem total herruntergekommenen Haus.Da müsste etwas brauchbares dabei sein."sagte sie."Und jetzt war ich wieder auf dem Weg.Zu diesem Haus.Ich war ziemlich verwirrt.Erst dieses Monster in diesem Tunnel das sich als Zombie entpuppte,dann der verschwindende Friedhof usw.
Als ich an der Hausruine ankam betrachtete ich sie.Sie hatte eine Veranda und eine schöne Musterung die rings um das Haus führte.es musste früher einmal sehr schön gewesen sein.Ich stieg die niedrige Treppe zur Haustür hinauf und öffnete langsam die knarrende Tür und lugte vorsichtig hinein.Es war ein kleiner Raum,und überall standen Kisten.Man konnte gerade so noch den Türrahmen sehen der zum nächsten raum führte.Ich ging auf eine Kiste zu und machte sie auf.Eine riesige Staubwolke kam mir entgegen und ich musste blinzeln."Wow!"rief ich überrascht.Sie war über und über gefüllt mit Waffen aller Art,. Ich nahm eine Schrotflinte,eine Pistole,eine kugelsichere Weste und Munition an mich.
Ich preschte durch das Unterholz.Immer vor Augen das ich Mary retten musste.Ängstlich sah ich mich nach allen Seiten um bevor ich zu einem Baum rannte und vorsichtig hervor lugte.Was ich sah raubte mir den Atem.Vor mir,war eine helle Lichtung mit einer gigantischen Festung.Sie sah aus wie eine Burg aus dem Mittelalter.Aber doch mit neumodischen Geräten.Denn die Lebenden Toten die überall patroullierten hatten Pistolen die in einem komischen Licht zu schimmern schienen.Gerade als ich mir ein anderes Versteck suchen wollte,krallte sich eine knöcherne Hand in meine Schulter.....
Aber bevor ich mich auch nur zur Hälfte umdrehen konnte,schlug mir etwas so hart ins gesicht das ich in hohem Bogen über die Lichtung flog.Ich schlug hart auf dem Boden auf."Au,Aua"stöhnte ich.Mir tat alles weh.Ich suchte meine Gliedmaßen nach Verletzugen ab,konnte aber keine entdecken.Also rappelte ich mich auf und zog in einer schnellen Bewegung mein Gewehr und schoß drauflos.Als der Rauch sich verzog sah ich den Zombie nicht mehr!"Hä?Wo ist er hin?"fragte ich mich."Ich bin doch direkt hinter dir du Hornochse!"ertönte eine Stimme hinter mir.Bei dem versuc mich umzudrehen stolperte ich und fiel dem Ungetier direkt vor die Nase."Was haste denn bei unsererm ´Gebiet zu suchen,hä?"schrie er mich an."Aber als allererstes schlepp ich dich zum Boss!"ein dümmliches Grinsen breitete sich áuf seinem Gesicht aus.Und bevor ich mich versah, traf mich etwas so hart,dass ich das Bewusstsein verlor.....
Als ich wieder aufwachte,befand ich mich in einer Gefangenenzelle.Sie ziemlich kahl.außer das ein Tisch mit ein paar Stühlen dastand un ein Regal an der Wand mit einem Topf darauf.Langsam stand ich auf und schaute mich um.Ich konnte mich nur noch an den Zombie erinnern der hinter mir gestanden hatte.Und jetzt war ich hier....und ich hatte keinen blassen Schimmer wie ich hier rauskommen sollte....meine Waffen hatte mir der Zombie anscheinend abgenommen.Denn ich fand sie nicht.Aber was war das?"Da ist doch...."
Hinter dem Topf der da auf dem Regal stand,war ein schwarzer Fleck!"Das ist bestimmt ein Loch in dem ich hindurch kriechen kann!"dachte ich mir mit neuem Mut.Ich schaute mich nach allen Seiten um,damit ich unbeobachtet war,aber niemand kümmerte sich um mich.Ich stieg also auf den Tisch und zog mich zu dem Topf hoch.Als ich oben angekommen war,stellte ich das Gefäß auf die andere Seite des großen Regals und tatsächlich!Dahinter kam ein Loch zum Vorschein!Gerade so groß das jemand wie ich sich durchquetschen konnte!Ich ging also in die Hocke und krabbelte vorsichtig in dén dunklen kleinen Spalt der Wand hinein........
Er war wie ein Schacht gebaut.Und er ging auch immer gerade aus.Als ich ein paar Minuten hindurch gekrabbelt war,sah ich das der Schacht an zu einer art Lüftung führte.Ich hob den rostigen Deckel an und rutschte dann mit den beiden Beinen durch die kleine Öffnung.Mit einem winzigen Sprung gelangte ich in den darauffolgenden Raum."Waaaaahhh!"als ich unten angelangt war,stieß ich ängstlich einen Schrei aus.Mary hatte Recht.In dieser Festung gab es wirklich manches das ich lieber vermeiden würde.Erschrocken schlug ich mir die Hände vor den Mund.Mich durfte doch niemand hören!Aber in so einer Situation in der ich mich gerade befand,wunderte es mich nicht das ich geschrien hatte.Denn so wie es aussah endete hier mein Abenteuer.......
Denn der Raum war voller Skeletten und anderen Ungetümen!Manche waren so zerfetzt das man gar nicht erkennen konnte,was sie früher einmal waren.Sie brüllten und fauchten und kamen langsam in meine Richtung. Das war anscheinend ein Raum,in den sie die warfen die sie nicht mehr brauchten oder Menschen die sie beim spionieren erwischten.Es war also eine Art....Abfallgrube....und sie brauchten mich gar nicht zwingen hineinzugehen....ich war von selber in die Falle getappt.....
Hektisch sah ich mich nach allen Seiten um.Auf der Suche nach einem Fluchtweg.Da!Eine Holztür die,wenn ich hart dagegen rannnte,bestimmt nachgab und ich entkommen konnte."Friiiäähh!"fauchte ein Ungetier und stürmte auf mich zu.Ich holte noch einmal tief Luft und dann rannte ich um mein Leben.Ein mutierter Bär versperrte mir den Weg und holte mit seiner riesigen tatze zum Schlag aus.....
Aber bevor mich seine Pranke in Stücke reißen konnte,ließ ich mich auf den Boden fallen und rutschte unter seinen breiten Beinen hindurch.Dann stand ich sofort auf und rannte wie von der Tarantel gestochen weiter.Die Tür kam immer näher und näher und.....ich preschte auf sie zu und rammte sie mit voller Wucht.Und tatsächlich!Ich konnte sie aufstoßen!Und was ich dahnter sah konnte ich nicht glauben.Ich befand mich in dem Raum,in dem sich ihr Boss aufhielt!Der Raum war barbarisch eingerichtet.Ich würgte...wieder etwas total abartiges.....
Es sah eigendlich alles normal aus,bis auf die Stangen mit Totenköpfen und den Stahlkäfig in dem.....ein zur Hälfte verwester Körper.....ein Mensch....mich schauderte es und ich konnte es mir nicht verkneifen "Oh Gott..."zu denken ,als ich daran dachte,dass es mir blühen könnte.Da hörte ich in dem Gang ein paar Meter neben mir Stimmengewirr.Ich rannte auf eine der großen Marmorsäulen zu und versteckte mich hinter ihr.Die Stimmen kamen näher.Und dann sah ich ihn,den König der Zombies.......
Er hatte einen ovalen Kopf auf dem 2 Augenhöhlen höhnisch starr in den Raum blickten.Fest hielt er sein Diamanten besetztes Zepter in seiner knochigen Hand.Sein ganzer Körper,bestand nur aus einem Skelett.Seine Beine hatten Ähnlichkeit mit denen eines Dinosauriers,aber natürlich nicht so groß.Auf einmal sah er in meine Richtung.Erschrocken hielt ich die Luft an.....
Scnell zog ich mich noch weiter in den Schatten der Säule zurück,aber es war schon zu spät."Wachen!Fast ihn!"rief er."Oh nein!"dachte ich mir."Das ist mein Ende!"Aber dann kam das entschlossene Gefühl zurück....Mary hatte mir aufgetragen ihre Seele und die der anderen zu retten.Das war ihr letzter Wunsch.Und ich wollte ihn unbedingt erfüllen.Also packte ich meine Flinte und sprang mit einem wütenden Schrei hinter der Säule hervor."Hiiiaaayyy!!!"brüllte ich und feuerte eine ganze Salve Schüsse ab.Als sich die Staubwolke lichtete,sah ich die Wachen am Boden liegen...aber ihr Boss hatte keinen einzigen Kratzer abbekommen.Aber ich stürmte trotzdem auf ihn los und sprang ihn mit einem gewaltigen Satz an...........
"Runter von mir du bastard!"schrie er mich an.Aber ich hört gar nicht auf ihn.Ich klammerte mich an ihm fest und verlagerte das gewicht nach vorne das er umstürzte.Und es funktionierte!ich sprang mit Blitz Geschwindigkeit von ihm runter und schoss wild auf den Zombiekönig drauf los.Aber auch ihm konnte es nichts anhaben!"Hahaha,du bist ein Idiot,Junge"spottete er."So kannst du mich nicht erledigen"ER stürmte auf mich zu und zog seinen Säbel.Er sprang in die Luft und ließ den Säbel niedersaußen.Ich konnte gerade noch ausweißchen,aber er streifte meinen Arm und hinterließ eine klaffende Wunde."Hnnngggnn"stöhnte ich voller Schmerz und hielt meinen Arm fest.Schweiß lief mir in Strömen über die Stirn......
Und da kam mir eine Idee......ich nahm wieder Anlauf schlug Hacken und sprang von hinten auf ihn.Ich grub die Hände in seine Augenhöhlen und zog mit aller Kraft."Hrggggrrnnn"der Zombie packte mich am Hals und versuchte mich runter zu zerren.Aber ich war zu stark.Ich zog noch fester.es fühlte sich an als ob ich mir gleich die Hand ausreißen würde."Krrrkkkkk"machtes es.Ich zuckte bei dem Laut zusammen.Meine Idee funktionierte.ich hatte dem Zombie den Schädel abgerissen!Aber bevor ich mich freuen konnte,fiel ich mit dem ganzen Skelett zu Boden.Aber das war mir egal.Ich hatte es geschafft!Ich scaute mich in dem großen Zimmer um.Und da!Verblüfft fiel mir die Kinnlade herunter.Ich stand vor dem Gefäß in dem sie die Seelen aufbewahrten!ich nahm den Schädel ihres früheren Bosses und warf ihn mit Schwung gegen die Wand in der die seelen gefangen waren."Kriiii....iiick"machte es und die Scheibe zerbarst.Auf einmal fing das ganze Gebäude an zu wackeln.Alle Totenköpfe und andere Sachen,fielen zu Boden und zersprangen.Und dann sah ich das die Decke einstürzte und ein Brocken genau war kurz davor auf mich zu fallen!Ich sprang blitzschnell aus der Gefahrenzone aber es wöäre egal gewesen.Denn mitten im Runterfallen blieben sie in der Luft hängen und stoben in alle Richtungen davon.Zurück bleib nur eine leere Fläche auf der ich drauf lag.Als ich mich aufrichtete und zum Himmel aufschaute,verschlug es mir den Atem und mein Mund stand sperrangel weit auf.So etwas wunderschönes hatte ich noch nie zuvor gesehen.Der Himmel war wie erleuchtet,ganz in Hellblau getaucht wand sich eine riesige Spiralle in den Himmel.Außenherum war alles dunkel außer innen das Hellblau.Und das beste war,in diesem Hellblau schwirrten und flogen überall die geretteten seelen.Und dann sah ich sie.Abertausende von Geistern die früher einmal Menschen waren flogen zu ihnen empor.Und darunter war Mary.Ich riss die Augen weit auf und brüllte: "Mary!Mary!Hier unten!"Sie verhaarte im Flug und schaute auf mich hinab."Alex!Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft!Du hast uns alle gerettet!Im nahmen aller Danke ich dir dafür!Ich liebe dich!"Dann verschwand sie aus meinem Blickfeld.....Ich spürte wie mir die Tränen hochstiegen.Schluchzend schrie ich ihr nach."Ich dich auch!"
Evi,12 Jahre Autor/in
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Die Verfolgungsjagd
Auf einem Schloss lebte vor langer Zeit ein Kaiser. Er hatte viele Pferde und eine Schatzkammer voller Gold und Diamanten. Enes Tages kamen Räuber ins Schloss und schlichen sich in die Schatzkammer. Sie nahmen ales mit, was sie finden konnten und flüchteten. Der Kaiser merkte das sofort. Er holte sein schnellstes Pferd aus dem Stall und verfolgte die Räuber. Im Wald nahm er eine Abkürzung, und versteckte sich hinter einen Baum. Der Kaiser hatte eine Idee. Vorsichtig spannte er ein Seil über den Weg. Die Räuber stolperten über das Seil und verloren die Schätze. Der Kaiser nahm die Räuber gefangen und kehrte mit den Schätzen in das Schloss zurück.
Nathalie,10 jahre Jahre Autor/in
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Das Wetter ändert sich immer wieder
Am Sonntag nachmittag sind wir mit unserer Familie zum Drachensteigen gefahren.Mama hat essen eingepackt und Papa die Fahrräder kontrolliert.Dann sind wir auf einen Berg gefahren.Der Wind war sehr gut.Mein Bruder und ich hatten die Drachen sehr schnell hoch in der Luft und sie tanzten lustig hin und her.Plötzlich wurde der Wind stärker.Papa rief:"Ein Sturm kommt auf."Wir holten die Drachen zurück und gingen in eine Schutzhütte ganz in der Nähe.Es wurde kalt und Regen kam.Dann donnerte es auch schon und es blitzte wie verrückt.Wir haben alle Kuchen gegessen und Kakao getrunken.Nach einer halben Stunde kam die wieder hervor und wir sind mit noch mehr Kinder zur Wiese hoch um weiter Drachensteigen zu lassen.
Es war ein toller Tag.
Als wir am Abend nach Hause fuhren,waren alle sehr,sehr müde.
julia franziska,8 jahre Jahre Autor/in aus 3545 Linz/ Grundschule
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Fortsetzung von "Mist !!! Verdammt noch mal !!!"
Als ich die Haustür hinter mir zuziehe und meine Tasche in den Gang schmeiße, empfängt mich vollkommene Stille.Normalerweise werde ich stürmisch von meinem Westie Angus begrüßt, indem er mich von oben bis unten anschlabbert. Komischerweise heute nicht. Seufzend gehe ich ins Wohnzimmer und ziehe den Rolladen hoch, der eigentlich immer, sogar nachts offen ist. Da sehe ich, wieso mir keiner die Tür aufgemacht hat: Meine Eltern diskutieren mit absichtlich gedämpften Stimmen über etwas. Vorsichtig drücke ich mein Ohr an die Scheibe, um die beiden zu belauschen. Leider höre ich nur Brocken der Unterhaltung, wie zum Beispiel "Aber es war doch geplant ,dass..." oder "muss mal gesagt werden !..." Uups ! So wie ich die Maitzel kenne, hat sie gleich nach dem Gespräch mit mir meine Eltern angerufen, und hat ihnen alles erzählt. Dabei hatten meine Eltern meine Zukunft schon so gut wie geplant: Ich sollte das Abi nicht machen und stattdessen das Geschäft, das meiner Familie schon seit Traditionen gehörte, nämlich einen Juwelierladen weiterführen. Mein Vater habe es ja auch gemacht und es habe gereicht um die ganze Familie zu ernähren. Ich hatte es eigentlich schon immer abgestritten, schon seitdem ich wusste , was ein Juwelier war. Ich hasse diese glitzernden Klunker und alles andere, was es da so gibt. Erschreckt wich ich zurück, als meine Mutter sich verstohlen umschaute. Meine Eltern kamen auf die Glastür, die ins Haus führte ,zu und ich versuchte vergeblich auszuweichen. Ahh, die Idee. Ich stürmte ins Klo und spülte, gerade als die Tür aufging. So unwissend wie möglich kam ich heraus und begrüßte die beiden " Hi, Ma, hi Pa ! Wo ist Angus ? Ich hab ihn gar nicht gesehen ." "Hallo. Angus ist gerade mit deiner Schwester Gassi. Lucy, wir müssen dringend mit dir reden. "sagte mein Vater. Oh nein ! Jetzt kamen die 4 Phasen:
1. Strafpredigt
2. Schimpfen und Strafe erteilen
3. Besorgt fragen
4. Aufgewühlt durchs Zimmer gehen
5. Aufs Zimmer schicken
"Also, Lucy ," begann meine Mutter mit Phase 1.(Meistens wechseln die beiden sich ab)
"es geht wirklich nicht, dass deine Leistungen so absacken. Von dir haben wir das nicht erwartet. Als ich kleiner war, wurde ich hart bestraft, wenn ich eine so schlechte Note nach Hause brachte." Ich verdrehte die Augen und nickte. "Was fällt dir eigentlich ein, dass du dich anscheinend überhaupt nicht für die Schule interessiert. Für deine Juwelierkarriere brauchst du sie zwar nicht, aber trotzdem." fuhr mein Vater fort.(Seht ihr, ich habe doch gesagt ,sie wechseln sich ab !)Es ging wie oben beschrieben weiter, bis ich schließlich müde in meinem Bett lag, und mir durch den Kopf gehen ließ, was an dem Tag passiert war. Nicht unbedingt, die schlechte Note und das mit meinen Eltern. Nein, viel mehr, das ,was heute zwischen mir und Marta geschehen war. "Na, mein kleiner, du verstehst das nicht, das mit uns Menschen." Sagte ich zu meinem Hund, der immer in meinem Bett schlief. Aber, dass Marta so offen zu mir war, das ließ mir keine Ruhe...
Fortsetzung folgt...
Schon wieder !!!
Ella,10 Jahre Autor/in aus Hockenheim/J.S.Bach Gymnasium
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Am nächsten Morgen war ich absolut totmüde, weil ich mir die ganze Nacht den Kopf über Marta zerbrochen habe. Aber es war nicht ganz so ohne ; ich zu einem Entschluss gekommen:
Erstmal versuche ich Marta ein klitzekleines bisschen besser kennen zu lernen (aber wirklich nur das winzigste bisschen, dass man sich vorstellen kann ), dann wenn ich mir sicher bin, dass sie gar nicht sooooooooooo übel ist, versuche ich, das meinen hundert Freunden
weißzumachen.Wenn das nicht klappt, kann ich das mit mir und Marta vergessen, weil ich sonst der größte Loser der ganzen Welt bin!!!
Jedenfalls machte ich mich fertig ,gab meiner Mutter einen Kuss und zog die Haustür hinter mir zu. Frische Luft. Ich versuchte , meinen Kopf klar zu bekommen, als ich jedoch an der Schule ankomme, wuseln immer noch 1000 Fragen in meinem Kopf herum. " Hey Luce, was isn mit dir los, dass du so miese Noten schreibst?" unterbricht eine Stimme meine Gedanken. Als ich mich umschaue, sehe ich eine meiner engsten Freundinnen, Gina neben mir laufen."Gar nix ,hab halt nur ........ ne Downphase." nuschle ich leise.Gina schüttelt den Kopf und macht sich auf den Weg ins Klo. Wieso ? Gina hält viel davon, gut auszusehen ,also schminkt sie sich immer massenhaft. Weil aber ihre Eltern das nicht erlauben, macht sie das vor dem Unterricht, und wäscht es danach wieder ab. Als ich das Klassenzimmer betrete , werde ich umringt, von allen möglichen Schülen. Sie Fragen mich tausende Fragen, auf die ich nur unverständlich oder nur mit einem Schulterzucken. Ich bin so erleichtert, als die Lehrerin mein Hassfach, Geschichte beginnt, weil ich dann so ziemlich meine Ruhe habe. Normalerweise. Heute habe ich aber etwas vor, bei dem eine Lehrerin wie Frau Andinger ziemlich behilflich sein kann(weil sie sich nicht darum kümmert ,was wir während dem Unterricht machen ). Ich reiße also einen Zettel von meinem Block ab und schreibe :
"Frag ,ob du aufs Klo kannst, mach ich auch"
und auf die Rückseite :
An Sportmuffel
Dann gebe ich den Zettel hinter mich, von wo aus er an Marta weitergereicht wird. Als ich mir sicher sein kann, dass sie den Zettel bekommen hat, melde ich mich mit drei Fingern, was so viel bedeutet ,wie: "Ich muss mal ganz dringend"
Frau Andinger nickt mir zu und ich springe wortwörtlich aus dem Klassenzimmer. Zögernd bleibe ich neben der Tür stehen. Kurz danach geht die Tür auf, und Marta konmt heraus. Aber irgendwie bemerkt sie mich nicht und will gerade zum Klo, als ich sie zur Seite ziehe. "Was ist denn ?" Fragt Marta mit skeptischem Gesicht. "Ich wollte dich nur fragen, was.....Öhm ... warum du mir gestern das alles erzählt hast, wo wir doch eigentlich Feinde sind."frage ich unsicher. Deutlich sehe ich, wie Martas Blick sich von skeptisch auf verzweifelt wendet."Ich finde dich eigentlich jetzt richtig nett, aber ich dachte, du würdest mich nicht beachten ,bei all deinen Freunden und außerdem bin ich doch schlecht für dein Image."Oh. Verdammt. Das hatte ich ehrlich nicht erwartet."Naja, äh ich finde dich eigentlich auch ganz nett, wir könnten doch so probehalber heinmlich befreundet sein. Vielleicht willst du ja ,naja später mit zu mir kommen?" erwidere ich. Bitte sag nein ,nein,nein,nein!!!"Gerne ,dann komm ich gleich nach der Schule unaufällig zu dir !!" Sagt Marta erleichtert. Ich nicke. zufrieden geht Marta zurück in die Klasse und ich folge eine Weile danach.
In der Stunde mit Frau Maitzel, ach das habe ich euch ja garnicht gesagt, hab ich ihr meine Arbeit nochmal vorgelegt und ihr ein paar Fehler in ihren Korrektionen geteigt.
Was denkt ihr ?
ich habe keine 6, sondern eine 4-5 !!!
Aber nach der Schule kam dann Marta mit zu mir....
Fortsetrzung folgt..........
Ella,10 Jahre Autor/in aus Hockenheim/J.S.Bach Gymnasium
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Kims verrückte Tante Tanja
Hi, ich bin Kim. Ich bin 13 Jahre alt und meine Elter sind geschieden, deshalb gehe ich alle 14 Tage zu meinem Papa.
In dem Haus wo wir wohnen, wohnt auch mein Opa, meine Oma und meine Tante Tanja. Meine Tante Tanja ist keine normale Tante wie man sie normal kennen würde , nein sie ist
TOTAL VERRÜCKT.
Darum möchte ich euch etwas über ihr erzählen.
Tanja ist 35 Jahre alt und hat keinen Mann und keine Kinder, das ist ja auch kein Wunder so wie die sich benimmt.
Wir waren einmal abends mit Auto in der Stadt unterwegs und alle Autos hupten als wir an ihnen vorbei fuhren (und das zehn Minuten lang), bis ich erkannte das sie das Fernlicht angelassen hatte. Das war mir so peinlich das ich am liebsten im Autositz versunken wäre.
Oder einmal wollte sie mal kurz raus um frische Luft zu schnappen, was ist dann wohl passiert ?
Sie ging dir Treppe hoch zur Haustür und wollte wieder rein, doch die Haustür ging nicht auf. Aus voller Wut schlug sie mit dem Fuß ein Loch in die Haustür (die aus Glas war).
Und die Klamotten die sie trägt sind einfach nur grässlich.
Im Sommer hat sie Strumpfhosen und Strickpullis an und im Winter kurze Hosen und T-Shirts. Und alle Kleidungsstücke haben Löcher und sind ausgefranst, stinken und sind alt.
Einfach nur jämmerlich.
Aber manchmal ist sie richtig nett.................aber das sehr selten!!!!!!!!
Cesrin,13 Jahre Autor/in
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Ich Habe zwei Kaninchen die heißen Fritzi und Lotte
Ich mag sie sehr gern! Wenn sie im Freigehege sind
büchsen sie oft aus weil das Netz kaputt ist.
Aber zum Glück kann ich sie immer wieder einfangen.
Sie bekommen Gras, Heu,Karotten, und andere Sachen.
Das habe ich für euch über meine Kaninchen geschrieben.
Euer Tim
Tim,9 Jahre Jahre
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors
Frei wie ein Engel
Die Sonne schien mir ins Gesicht und kitzelte sachte meinen Nasenrücken. Es war ein schöner Tag. Zu schön. Eine einsame Träne kullerte mir die blasse Wange hinunter. Die Träne glitzerte wie das helle Licht das auf einen Kristall bricht. Es war warm und doch war mir kalt. Mein Hemd flatterte im seichten Frühlingswind. Der Beton war hart unter den nackten Füßen. Es roch nach Freiheit. Frei sein. Das wollte ich. So frei wie ein Engel, wie ein Engel der davon fliegt. Ich trat einen Schritt nach dem anderen und blieb stehen. Das Herz pochte als wollte es mir aus der Brust springen. Tiefe, unendliche Tiefe. Freiheit. Ich wusste es würde nicht einfach sein. Ich hatte mir nichts vorgemacht. Die einsame Träne wurde dicker. Salzig lief sie die Lippen herab. Sie fiel und zersprang. Zersprang wir zartes Porzellan. So zart. Wie ein Engel. Ich wollte nicht eingesperrt sein. Ausbrechen musste ich. Ausbrechen aus jener Enge. Ich wollte doch frei sein! Nur noch ein Schritt. Nur noch ein Schritt trennte mich von ihr. Der Freiheit. Spitz bohrte sich die Kante in meine Ballen. Die Hauswand fiel steil ab. Ein letztes Mal atmete ich tief durch. Breitete die Arme wie Flügel und sprang. Sprang in die Freiheit.
Ich bin frei, frei wie ein Engel.
Leonie,15 Jahre
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Der dritte Streich von Max und Moritz:
Nacherzählung
Es war einmal ein Dorf, wo zwei Lausbuben namens Max und Moritz lebten, sie waren bekannt für ihre Streiche. Auch ein Schneider lebte dort, er hieß Böck. er war ein Schneider für jedermann. Jeder im Dorf knnte ihn. Er nähte Knöpfe umsonst an, schneiderte schöne Hemden, Hosen und Kleider.
Denn er war sehr fleißig. Was ihm aber gar nicht gefiehl war, wenn ihn jemand hänselte.
eines Tages schoss es Max und Moritz in den Kopf, ihm einen Streich zu spielen. So schlichen sie zum Haus des Schneiders Böck. Vor dem Haus des fleißigen Böck, stand eine Brücke, wo alle die zum Schneider wollten, drüber gehen mussten.
nun sägten Max und Moritz mit der Säge, die Brücke rasch an: Dicht versteckt hinter dem Gebüsch, lästerten sie hervor:"Hey, heraus du Ziegenböck, Schneider, Schneider, meck,meck,meck." Da es Böck nun gar nicht wollte,
dass man ihn hänselte, lief er rasch vor die Türe mit knallrotemfopf. Und hinauf auf die Brücke. Doch wie es Max und Moritz planten, brach die Brücke. Böck viel in den Bach hinunter. Oje! Hinter dem Gebüsch hervor, lachten sie ihn aus. Doch Böck schrie nur: "Hilfe,Hilfe, holt mich raus!" ein Gänsepaar kam angeschwommen, und Böck fasste sie an den Füßen. Das Gänsepaar brachte ihn an Land. Seine Frau legte ihn aufs Bügelbrett,wo sie ihm seinen Leib bügelte, und so hatte sie ihm das Leben gerettet.
sandra ,10 Jahre Autor/in aus Steinegg/Südtirol/Italien
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Mary Longertown
Vor ein paar Jahren lebte in einem Staat der USA mit dem Namen Alabama ein Mädchen. Es hieß Mary Longertown. Mary war damals 13 Jahre alt und wohnte in der Stadt Birmingham.
Ihre Mutter, eine gebürtige Brasilianerin, bekam Mary selten zu Gesicht, denn Kanya Longertown arbeitete auf einem Schiff, das Reis aus China exportierte. Ihr Vater war ausgebildeter Lehrer und unterrichtete an einer Schule in St. Louis. St. Louis ist eine Stadt in dem Staat Missouri, der neben Tennesee liegt. Tennesee wiederum ist ein ein Nachbarstaat von Alabama. Die Schule, an der John Longertown unterrichtete, war also auch weit entfernt. Deshalb besaß Mary ein Kindermädchen namens Nancy Steward. Sie war ein dummes, gemeines und ungebildetes Mädchen. Mit ihren neunzehn Jahren hatte sie wenig Lebenserfahrung sammeln können. Denn sie hatte nie etwas anderes gesehen als ihre Heimatstadt Birmingham. So konnte Mary sie leicht austricksen. Einmal als Mary sechs Jahre alt war hatte sie in einem Geschäft eine Puppe gesehen. Sie gefiel Mary auf Anhieb. So bat sie Nancy um 1$. Nancy willigte ein. Aber statt dass Mary 1$ nahm, nahm sie gleich 10$ aus der Box. Mary sagte später zu Nancy, dass sie sich einen Dollar genommen habe. Nancy hatte da nur genickt, denn sie musste es wohl oder übel so hinnehmen. Denn sie wusste nicht, wie ein Dollar aussah. So hatte sich Mary die Puppe gekauft. Als ihr Vater in den Sommerferien zurück kam, bewunderte er die Puppe und fragte Nancy, wo sie her sei. Nancy antwortete, dass Mary sich die Puppe für einen Dollar gekauft hatte. Mr Longertown war erstaunt, denn er glaubte nicht, dass es Puppen für 1$ gibt. Deshalb ging er ins Dorf um das Geschäft aufzusuchen. Als er sah, dass die Puppe 10$ kostete, war er sehr sauer. Noch heute wird er rot vor Zorn wenn er die Puppe sieht.
Es war 3 Uhr nachts in Birmingham als Mary aufwachte. Sie hatte schlecht geträumt, dass ihr Vater in den Sommerferien nicht kommen konnte. Was für ein Albtraum, dachte sich Mary. Nach 10 Minuten war sie wieder eingeschlafen. Um die Mittagszeit wachte sie wieder auf, weil Nancy in ihr Zimmer kam und sagte, dass ein Brief angekommen sei. „Hast du ihn etwa gelesen“?, fragte Mary Nancy.
„Nein“, antwortete diese, „er war an dich adressiert.“
Vorsichtig öffnete Mary den Brief:
Liebe Mary,
Ich weiß, dass du mich dafür hassen wirst, aber ich kann in diesen Sommerferien nicht kommen. Ich nehme an einer Lehrerfortbildung in Seattle teil. Ich komme aber ganz bestimmt in den Herbstferien, und außerdem kriegen wir, nachdem ich die Fortbildung besucht habe, mehr Geld. Dann bin ich nämlich Professor.
Ich hoffe, du bist mir nicht sehr böse
Mit lieben Grüßen: John Longertown
Mary erschrak, sie las den Brief wieder und wieder. Plötzlich sah sie am Ende des Briefes noch einen kleinen Text. Er war nicht mit der Schreibmaschine geschrieben, sondern mit der sauberen Handschrift ihres Vaters.
Ach, Mary, weißt du, ich wollte es dir schon lange sagen, aber es gab nie einen richtigen Zeitpunkt. In den Herbstferien sag ich es dir.
Mary stutzte, was sollte das. Was hatte ihr Vater ihr bis jetzt verheimlicht? Nancy störte ihre Gedanken: „Willst du denn nicht verraten, was in dem Brief steht und von wem er ist?“
„Er ist von Dad, er kann nicht kommen“, antwortete ihr Mary.
„Mr. Longertown kann nicht kommen“, fragte Nancy besorgt, denn wie Mary wusste, bekam Nancy, wenn Mr. Logertown kam, immer einen dicken Batzen Geld von ihm.
„Nein, er kommt nicht“, sagte Mary.
„Aber wieso denn nicht?“, fragte Nancy.
„Deshalb, er geht auf eine Lehrerfortbildung, zufrieden?“
Nancy erwiderte: „Das kannst auch mit ein bisschen mehr Respekt sagen!“
Mary schrie Nancy an: „Was bildest du dir eigentlich ein? Du bist bloß ein dummes Kindermädchen. Ich bin hier die wohlhabende von uns beiden! Außerdem bist du nur 6 Jahre älter als ich.“
Mary bemerkte, wie eingebildet sie gesprochen hatte und rannte schnell in ihr Zimmer, bevor Nancy reagieren konnte.
Mary saß an ihrem Schreibtisch und schaute sich ihre alten Fotos an. Nancy kam herein und sagte: „Na, guckst du dir wieder die alten Kamellen an?“
Mary antwortete nicht, denn sie wollte sich nicht schon wieder mit Nancy streiten. Aber sie war froh, dass Nancy nicht nachtragend war. Da Nancy keinen Widerspruch hörte, zog sie ab und Mary vertiefte sich erneut in ihre Fotos. Plötzlich sah sie ein Bild, das sie noch nie gesehen hatte. Es stellte eine junge Frau mit langen schwarzen Haaren dar. Neben der Frau stand ein Kind, das ihr überhaupt nicht ähnelte. Das Kind hatte blonde Haare und brav geflochtene Zöpfe, während die Frau ihre Haare offen trug. Auf der Rückseite des Bildes stand in einer kleinen Kursivschrifft geschrieben: „Kanya Longertown und ihre kleine Tochter Mary.“
Mary stiegen Tränen in die Augen und sie schniefte laut. Warum musste ihre Mutter auf einem Schiff, das Reis aus China transportierte, arbeiten. Warum konnte sie nicht in irgendeinem Ort in Alabama arbeiten, dachte sich Mary. Sie hatte ihre Mutter das letzte Mal gesehen als sie fünf war. Das war schon acht Jahre her. Und ihren Vater sah sie auch nur in den Ferien. Dafür sah sie eine leider jeden Tag: Nancy. Diese dumme Kuh war nur sechs Jahre älter als Mary und langsam war Mary groß genug, um auf sich selbst aufzupassen, sie brauchte kein Kindermädchen mehr.
Ich will meine Mum besuchen. Jetzt sofort! Ich werde fahren, aber womit? Mit dem Auto von Nancy. Genau.Sofort sprang Mary auf und kramte ihre Landkarte hervor. Sie wollte die Strecke von Birmingham nach Hongkong (denn ihre Mutter befand sich gerade dort) auf der Karte anschauen. Aber sie erschrak über die Länge dieser Strecke. Kaum schaffbar für eine Dreizehnjährige. Sie musste von Birmingham zu dem Hafen von New York und dann ... Plötzlich hatte sie eine Idee - eine verrückte, unmögliche, aber auch verlockende Idee. Warum sollte sie auf dem direkten Wege nach China fahren? Konnte sie nicht aus der Chinareise eine Weltreise machen?
Mary hatte schon immer darauf gebrannt, neue Kontinente zu entdecken. Denn sie hatte bis jetzt nur Alabama gesehen, denn ihr Vater bevorzugte Inlandsurlaube. Mary wünschte sich, in Peru in den Anden nach Spuren der Inkas zu suchen. In Ägypten bei einer Pyramidenausgrabung mitzuwirken. Mit einem australischem Koala um die Wette zu klettern oder einfach nur in die glitzernden Wellen eines Meeres zu springen. Doch diese Wünsche waren ihr bis jetzt unerfüllt geblieben, dies sollte sich nun ändern!
Es sind ungefähr zwei Wochen vergangen. Mary hatte sich schon ernste Gedanken über ihreWeltreise gemacht. Sie wollte von Birmingham entlang des Alabama River bis nach Montgomery, dann wollte sie über den Tennesee Kanal bis zur Stadt Meridian in Mississippi. Alles weitere zur Strecke wollte sie sich in Meridian überlegen. Mary hatte ihr ganzes Gespartes zusammen gebracht. Genau 10.000$, eine Menge Geld. Damit würde sie lange überleben. Und wenn das Geld zur Neige ginge, könnte sie sicher irgendwo etwas verdienen. Nur bei zwei Sachen hatte Mary Zweifel. Wie konnte sie mit Nancys Auto wegfahren, ohne bemerkt zu werden? Und würde ihr Vater nicht Suchtruppen schicken um sie zu finden? Aber Mary wusste, dass sie es schaffen würde.
Mary hatte Angst vor, dem was kommen wird. Nancy war einkaufen und Mary stand nun da mit gepackten Taschen und Nancys Autoschlüssel. Langsam steckte sie den Schlüssel in Nancys Auto und drehte ihn um. Ebenso langsam öffnete sie die Autotür und warf ihre Sachen auf den Rücksitz. Mary war mit dreizehn Jahren gewiss noch nie Auto gefahren. Und auch dass es strafbar war, machte das Autofahren zu einer heiklen Angelegenheit. Aber davon ließ sich Mary nicht beeindrucken und fuhr los. Sie drehte sich nicht ein einziges Mal zu ihrem Haus um. Die alten Sachen waren Mary nun gleichgültig, das, was auf sie wartete, war viel besser und interessanter. Mary fuhr sicher, denn als Nancy das Auto (ein Geschenkvon Mr Longertown) bekommen hatte, musste sie damit prahlen, dass sie Auto fahren konnte und hat Mary genau gezeigt, wie es geht. Mary kramte ihre Landkarte hervor und schaute sich die Strecke noch einmal an. Als sie die Landkarte weglegte, sah sie die Post von Birmingham. Plötzlich kam ihr ein Gedanke. Warum schrieb sie ihrem Vater nicht einen Brief. Mary fand die Idee erst absurd, aber dann nam sie ein Blatt Papier und fing an zu schreiben:
Dad
Du weißt genau, dass ich enttäuscht bin von deinem Verhalten. Nachdem du diesen Satz gelesen hast, wirst du sicher denken, dass ich keinen Respekt hätte. Aber ich kann auch sagen, dass du keinen Respekt hast. Denn wie ich ja nun gesehen habe, geht dir deine berufliche Karriere vor der Familie. Ich werde für längere Zeit eine Reise machen. Ich möchte dir eine Gelegenheit geben einen Teil deines Fehlers gutzumachen. Entweder du lässt mich meine Reise machen und suchst mich nicht auf. Oder ich werde dich für den Rest meines Lebens hassen und nie wieder zu dir zurückehren wollen. Entscheidest du dich für die erste Antwort, werde ich gerne heimkommen, lass mir nur meine Zeit. Dieser Brief ist keine Drohung, sondern bloß eine nettgemeinte Information an dich. Ich hoffe, dass du es auch mit mir nett meinst und mich reisen lässt. Aber komme ja nicht auf die Idee und lasse mich suchen, weil du Angst hast, mir könnte was passieren. Daheim kann mir genauso viel passieren, denn Nancy passt nicht eine Sekunde auf mich auf, sie geht nur ihren eigenen Interressen nach.
Deine (im Moment nicht an dem Titel interessierte) Tochter.
Mary betrachtete ihren Brief, klang er zu hart? Und konnte Mary ihren Vater wirklich hassen, wenn er anfing sie zu suchen? Mary wollte im Moment sich darüber keine Gedanken machen. Deshalb schrieb sie schnell die Adresse auf den Brief, huschte ins Postgebäude, gab den Brief ab und fuhr weiter, dem Abenteuer entgegen.
Mary fuhr nun schon eine lange Zeit, als sie plötzlich ein großes Schild bemerkte. Auf diesem stand:
Goodbye lovely Birmingham. I hope, I can see you again.
Here is the end of Birmingham.
Was so viel bedeutete wie: Auf Wiedersehen schönes Birmingham. Ich hoffe, ich kann dich wiedersehen. Hier ist das Ende von Birmingham.
Mary dachte nach, was sie in Birmingham schön gefunden hatte. Nicht viel, vielleicht die Blumen oder ihr Zimmer, aber sonst war nichts schön in Birmingham, rein gar nichts. Mary fuhr schnell weiter, nun hatte sie endlich ihren Heimatort verlassen. Nun konnte sie neue Gebiete kennenlernen. Mary fuhr einen Umweg, denn sie hatte zu viel Angst über normale Straßen zu fahren, man könnte vielleicht sehen, dass sie erst dreizehn ist oder sie müsste ihren nicht vorhandenen Führerschein zeigen, eine grauenvolle Vorstellung.
Mary sah älter aus als sie ist, deshalb wurde sie auch nicht entdeckt.
Mary hatte niemals gedacht, dass eine Reise so anstrengend sein könnte. Sie fuhr durch enge Gassen, über breite Hügel, entlang des Alabama Rivers. Hin und wieder machte sie Rast und dachte nach. Ein leichtes Gefühl von Heimweh beschlich sie oft. Doch sie versuchte es so gut sie konnte zu ignorieren.
Nach einer dreistündigen Fahrt erreichte sie Montgomery, der Abend dämmerte bereits und Mary musste sich wohl oder übel eine Unterkunft suchen. Sie parkte das Auto sicher und machte sich auf die Suche nach einem Gasthaus. Mary war nur in einem Vorort von Montgomery, denn sie hatte Angst, dass sie in der Innenstadt endeckt werden könnte. Doch war sie wirklich ein Verbrecher? In gewisser Weise schon, auch wenn sie sich nur an denen gerächt hatte, die zu ihr gemein gewesen waren. Deshalb blieb sie im Vorort und wollte einen großen Bogen um die City machen. Aber nun musste sie sich um die Unterkunft kümmern. Da sah sie am Ende der Straße ein kleines Hotelmit dem Namen Wanderhotel. Das war das einzige Hotel, das Mary hier sah, und es machte einen recht gepflegten Eindruck. Mary griff in ihren Geldbeutel und holte 35$ heraus, würde das reichen? Bestimmt. Langam öffnete Mary die Tür und trat in das Hotel ein. Eine dickliche Frau mit wild abstehenden Locken eilte sofort zu ihr und rief mit einem französichen Akzent: „Bonjour Mademoiselle, wie kann isch ihnen denn helfen?Ich möchte eine Unterkunft für diese Nacht haben“, antwortete Mary.
„Das ist gut, isch habe noch swei Räume frei. Folgen Sie mir bitte.“
Mary folgte der Frau, die sich als Madame Oignon vorstellte. Diese zeigte Mary nun ihr Zimmer, es war gemütlich, doch sehr klein. In dem Raum waren bloß ein Bett, ein Tisch und eine Badenische. Doch Mme. Oignon wollte dafür nur 11$ haben. Mary willigte und Madame Oignon wünschte ihr eine gute Nacht. Mary stellte ihre Tasche auf den Tisch und richtete sich erstmal ein. Später fiel Mary müde ins Bett.
Am nächsten Morgen wurde Mary von einem lauten Geräusch geweckt, es klang so, als würden 100 Teller gleichzeitig zerbrechen. Im nächsten Moment riss jemand laut krachend die Tür auf. Mary schreckte hoch und sah Mme. Oignon im Türrahmen.
„Was ist passiert?“, fagte Mary.
Madame Oignon antwortete: „Es ist nischts passiert, dem Koch sind nur die Teller `ingefallen, tut uns leid, wenn sie geweckt wurden.
„Nicht schlimm“, antwortete Mary.
“Na vielleischt kommen ie dann ja gleisch mit runter frühstücken?“
Mary aber verzichtete auf das Frühstück, denn sie wollte schnell weiter. So gab sie Mme. Oignon ihr Geld und machte sich auf den Weg ins Unbekannte.
Nachdem Mary gut eine halbe Stunde gefahren war, sah sie am Horizont ein Feuer lodern. Muss ich da vorbei, dachte sich Mary. Das Feuer war näher als gedacht. Schon nach zwei Kilometern erreichte Mary den Ort. Hunderte von Feuerwehrleuten waren dabei das Feuer zu löschen. Ein Laster mit Seife war auf der Autobahn verunglückt. Ein Polizist gab Mary die Anweisung sich rechts zu halten. Mary fuhr los, ganz vorsichtig und langsam, doch sie hatte Pech. Ein kleines bisschen der Seife war auf diese Seite der Fahrbahn gelaufen. Mary sah das nicht und fuhr direkt darüber. Ihr Auto begann zu schleudern, sie schlitterte geradeaus durch die Absperrung in das glühende Feuer. Verzweifelt schrie sie: „Dad, es tut mir leid.“Dann erreichte sie die Flammen und verschwand für immer dort drin. All die Kontinente, Meere, Berge, Flüsse und Wüsten hat sie nie gesehen und das wird so bleiben. Denn sie war tot.
Nurida,13 Jahre Autor/in
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Gymnasium Lohmar
Der Unfall
Ich bin ganz allein zu Hause.
Papa ist nicht da, Mamma ist in der Arbeit und Susen ist in der Ausbildung.
Bei meinen Freunden kann ich auch nicht bleiben und das Telefon klingelt auch nicht.
Auf einmal klingelt das Telefon.
Ich renne in den Flur und gehe dran.
Es ist Mamma und sie sagt: Dein Vater hat auf dem Nachhauseweg einen Unfall gehabt.
Ich bin längere Zeit weg.
Ruf Oma an.
Sie soll auf dich aufpassen!"
Ich hab gleich Oma angerufen.
Sie kommt um drei.
Es klingelt an der Tür Ding gong.
Ich renne zur Tür und mache Oma die Tür auf.
Ich erzähle ihr das Susen morgen von der Ausbildung zurückkommt und das Papa einen Unfall hatte.
Oma ist verzweifelt und spricht leise: Nein das darf nicht wahr sein."
Man sieht deutlich das sie weint.
Ich war schon im Wohnzimmer und räumte meine Sachen aus.
Komm Oma spielen wir."
Oma wischt sich die Tränen aus dem Gesicht und geht ins Wohnzimmer.
Wir spielen Baby und Verstecken.
Aber immer ist ihr Gedanke im Kopf das Papa sterben muss.
Mitten in der Nacht kann ich nicht einschlafen.
Ich schlich mich nach unten um zu trinken.
Da habe ich Oma weinen gehört.
Sie sagte das Papa sterben muss und den Rest das habe ich nicht mitgekriegt.
Da war ich in meinem Zimmer weinte.
Ich wollte Papa nicht verlieren.
Am Morgen kommt Susen und ich habe ihr gesagt das Papa sterben muss.
Sie rennt in ihr Zimmer und weint.
Ich höre es deutlich.
Mamma ruft indem gleichen Moment an.
Ich renne hin und lege ab.
Sie sagt Papa muss sterben,denn er hat eine unheilbare Verletzung.
Ich renne zu Oma und Susen und Weine. Oh nein, Oh nein das kann nicht sein!"
Am Abend kommt Mamma weinend nach Hause und sagt: Papa ist tot!"
Schlimmer kann es nicht sein!, sage ich und weine undweine.
Ich renne in mein Zimmer und weine, selbst Susen kann mich nicht trösten.
Mir ist als ob die ganze Welt untergegangen sei.
Alles ist anders,meine ganze Hoffnung ist weg,ich steh da und rühre mich nicht.
In diesem Augenblick kommt Mamma in mein zimmer und sagt:So ist das Leben."
Da ging es mir ein wenig besser.
Von Juliana Barbara D. Alter: 10 Jahre
Juliana Barbara D.,10 Jahre Jahre Autor/in aus Grundschule Wittibreut
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Zu Hause habe ich eine Menge Geschichten geschrieben, hier hört ihr eine davon.
-------------------------------------------------
Stur, stur, stur!
Als ich, Lilly, am Freitagmorgen, vor zwei-Wochen aufwachte, war mir sehr übel. Meine Mutter brachte mich sofort zum Doktor. Als wir beim Doktor ankamen, war alles besetzt. Nach eineinhalb Stunden, waren wir endlich an der Reihe...
"Guten Tag, ich bin Doktor Schweineferkel Eberhart, aber ihr könnt mich auch einfach nur Dok. nennen!", stellte er sich vor. Als ich den Namen hörte, dachte ich mir, was für ein sympatischer Doktor,doch das änderte sich bald. Der Doktor versprach mir ein Bonbon, wenn ich brav wäre. "Na dann wollen wir mal sehen, was das kleine Fräulein so hat!" "Sie beklagt sich über Halsschmerzen!" meinte meine Mutter. "Streck mal bitte die Zunge heraus", befahl der Doktor. dachte ich ich drückte meine Lippen fester zusammen. "Na los Schatz, mach schon!", hörte ich meine Mutter hinter mir sagen. Nun streckte meine Mutter die Zunge heraus. Ich, Lilly, verstand die Welt nicht mehr. Als ich meine Zunge der Polizei zeigte, wurde ich getadelt und bekam Hausarrest und jetzt sollte ich sie einfach so zeigen? , da war ich fest entschlossen.
Allmählich wurde der Doktor zornig, aber das brachte mich immer noch nicht dazu, die Zunge herauszustrecken. Plötzlich lief der Doktor knallrot im Gesicht an und begann zu schimpfen: "Du kleine ungezogene, dreckige freche Göre, wirst du wohl die Zunge rausstrecken??!!" Doch ich kniff meine Lippen nur noch fester zusammen! Jetzt nahm mich meine Mutter an der Hand und ging. Sie sagte noch: "Das wird sich auf Ihren Beruf auswirken"! Ich streckte dem Doktor zum Abschied noch schnell die Zunge raus, und dann waren wir schon draußen!
Sandra ,10 Jahre Autor/in aus Steinegg/Südtirol/Italien
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Der Neue
Heute ist
ein warmer, schöner Sommertag und ich sitze in der Schule. Unserm Mathelehrer
schenke ich keine Aufmerksamkeit, sondern starre aus dem Fenster. Ein Klopfen
reißt mich völlig aus der Trance! Ganz irritiert merke ich, dass immer noch
Unterricht ist. An der Tür die unser Pauker Cole geöffnet hat, steht … ein …
Junge … und fragt: „Ist das hier die 9c?“. Mister Cole antwortet ihm, und fragt
uns (ironisch), wo er sich hinsetzen soll. Im ersten Moment sehe ich nur seine
braunen, dunklen, vertrauenswürdigen Augen und im nächsten schreie ich: „Hier!
Hier kann er sitzen!“.
Ehe mir das überhaupt bewusst wird, sitzt Nick Parson
schon neben mir. Ich betrachte ihn genauer und mir fallen sein rabenschwarzes,
verwuscheltes Haar, sein süßer Mund und … da, da waren doch eben beim Lächeln
zwei Grüppchen!
„Habe ich nun Hallus? Müssen die Männer in weißen Kitteln
kommen? Der was ist los mit mir?“. „Penny?“. „Du meinst …?“. „Jaaaa… !!“. „Ich?
Gefühle? Für Nick?! – Äh, naja, weiß nich' so recht!“.
Das stottere ich zu
meiner besten Freundin Jenny. „Hallo?! Penny? Stöhn! Du hast eindeutig die
Liebeskrankheit!!“.
Nach der Schule strample ich mich mal wieder auf dem
Fahrrad nach Hause ab. Laufe den kleinen Weg entlang, schließe die Haustür auf,
rufe: „Hallo? Jemand daheim?“, renne die Treppe rauf in mein Zimmer. Ohne auf
eine Antwort zu warten, schalte ich das Radio ein und falle auf mein Bett!
…
Dem Fußgetrampel nach zu urteilen, bekomme ich Besuch von meinem Bruder. Er
ist vier Jahre älter als ich und denkt er sei etwas Besonderes. Gebe zu, das ist
er auch, im positiven wie negativen Sinne! „Na Schwesterherz, wie war's in der
Schule?“. Das fragt er ständig und nicht, weil wissen möchte wie es wirklich
war! „Oliver? Was willst du?!“. Dann kommt meistens eine schlechte Note oder
etwas Ausgefressenes. Doch dieses Mal, stottert er etwas von Susan, seiner neuen
Flamme. Eigentlich kann ich ihn damit immer erpressen, aber da ich irgendwie
auch verliebt bin erspare ich es ihm dieses Mal. Irritiert deswegen, sieht er
mich an, zieht die linke Augenbraue hoch und fragt: „Wieso grinst du nicht so
hämisch wie sonst?!“. Doch bevor ich überhaupt antworten kann, hänge ich im
Schwitzkasten. Ich wusste, dass das nicht gut geht! Meine Rettung: Mom ruft zum
Essen. Wie immer fragt Daddy wie es in der Schule und sonst so war. Vom Neuen
erzähle ich, versuche aber nicht rot zu werden, gelingt mir auch irgendwie! Aber
der 18 jährige Herr Sohnemann kriegt bei Susan nicht mehr die Kurve. Rette ihm
den Hals, mit der Frage: „Bekomme ich mal bitte die Soße?“, wie blöd von mir,
jetzt haben meine Kartoffeln und das Gemüse schwimmen gelernt! …
Abends im
Bett betrachte ich die Sterne und kann nur an Nick denken! Bei einer
Sternschnuppe wünsche ich mir: … Wird nicht verraten!
...
Diese
Nacht bekomme ich kein Auge zu, merkwürdige Geräusche haben mich geweckt. Gehe
runter in die Küche, so im Halbschlaf. Mein Kopf ist voll mit sinnlosen
Gedanken. Da, da futtert sich eine Gestalt durch unseren Kühlschrank.
Aha,
solche Aktionen startet nur Oliver.
Mich soll's nicht stören, will ein Glas
Milch. Murmele etwas von: „Guten Morgen, oder gute Nacht!?“, gehe wieder ins
Bett.
Am nächsten Morgen frage ich mit hämischen Hintergedanken und um Olli
in Schwierigkeiten zu bringen: „Hat's geschmeckt? Ich meine gestern Abend!“,
beiße mit einem Zwinkern in mein Honigbrötchen. Weiß, dass er es mir
zurückzahlen wird, stört mich im Moment aber nicht.
Heute fahre ich mit dem
Bus, weil ich noch Hausaufgaben machen „will“ . Schreibe aber nur Seitenweise:
Nick! Erste Stunde: Chemie mit Jones! Dem schlimmsten und langweiligsten Lehrer
an dieser Schule. Jenny und ich schreiben die Ganze Zeit Zettelchen. Mr. Jones
ist leicht zu täuschen, aber in Arbeiten sind wir fair (Wir mogeln
nicht!).
Ich weiß einfach nicht wie ich mit Nick flirten
soll.
Hast du 'ne Idee?
Sprich ihn doch einfach an. Frag ihn doch wo er
herkommt.
Ich trau mich nicht so richtig. Ich bin nicht so mutig wie
du!
Na dann schreib ihm doch!
Wie? Mit Zettel?
Ja! Wohl kaum auf deinem
Schulbrot!
Ich versuch's aber erst wenn er mich nachher
anguckt!
Okay?
Okay!
Die nächsten Stunden verlaufen
reibungslos. Dann im Kunstunterricht:
Nick fragt mich: „Worum geht's? Haste
mal 'nen Bleier?!“. Hä? „Sorry, aber einen was?“.
„Na einen BLEISTIFT!“.
Diesen “Bleier“ werde ich überall hin mitnehmen und nie wieder benutzen.
In
der Pause bei einem leckeren Eis, zeige ich Jennifer den Bleistift und schreie
sie fast an: „Mit diesem Stift hat Nick gezeichnet!!“. Jenny lacht und antwortet
mir: „Süße!
Ich weiß du bist verliebt, aber er sitzt neben ihr, berührt dein
T-Shirt und das wäschst du ja auch!“ Denke nur, sie hat Recht, trotzdem mache
ich nichts mehr mit dem Stift…
Jetzt sitze ich am Schreibtisch, höre
Musik und mache Hausaufgaben. Gelingt mir gut, bis auf den Teil, dass es
langweilig wie sonst was ist. So gegen zehn' fallen mir die Augen zu. Wache auf
und merke dass ich bei Geschichte eingeschlafen bin.
Notiz an mich:
Schreibtisch ist viel zu hart und unbequem zum übernachten.
Geschichte = gute
Bettlektüre (zum gähnen!)
Krieche ins Bett und träume
süß!
Ich hoffe meine story gefällt euch!
=)
Jessica,15 Jahre
aus Kleinmaischeid
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors
Wunderbare Weihnachten
Es war mal wieder ein Tag vor Weihnachten, der Tannenbaum stand im Wohnzimmer."Mama kann ich heute auf dem Sofa schlafen?" fragte ich! "Bitte ich möchte den echten Weihnachtsmann sehen!" Mama sagte "na gut aber nur dieses Jahr." "okay" antwortete ich "dann schlaf gut" sagte Mama.
Was? Ist es wirklich schon so spät? Ich schaute auf die Uhr 19.00 Uhr. Ich deckte mich schnell zu und schlief ein.Es war 12.00 Uhr Mitternacht als ich erwachte, irgend ein geräuch kamm aus dem Kamin, ich schaute in den Kamin rein und auf einmal lag der Weihnachtsmann neben mir.
"Hallo mein Junge!" sagte der Weihnachtsmann. Ich war sprachlos "bi...bi...bist du der echte Weihnachtsmann?"
"ja der echte Weihnachtsmann!" "hey kleiner, willst du mich begleiten auf meiner Reise? ich bin nämlich immer so alleine!" "mit vergnügen" antwortete ich. "Aber pack dir lieber dicke Sachen ein, denn wir beide haben noch eine lange Reise vor uns." "Weihnachtsmann,ich hab da mal eine Frage! Wie passt du immer durch den Kamin?" "Nicht immer pass ich durch den Kamin." sagte der Weihnachtsmann. "Ach das ist jetzt auch egal wir müssen weiter zum nächsten Haus" und schwupps sahsen wir im Schlitten.Aber dann lag ich wieder auf dem Sofa und habe gemerkt, das alles nur ein schöner Traum war.
Tim Colmi,7 Jahre Jahre Autor/in aus Kleinmaischeid
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Gedanken zum
Advent.
In einem dunklen Raum stehen vier Kerzen.
Ein Kind betritt
den Raum, zündet die vier Kerzen der Reihe nach an und erfreut sich an ihrem
Glanz.
Die vier Kerzen brennen eine Weile, da fängt die erste an zu flackern
und spricht: "Mein Name ist Ehre, die Menschen haben all ihre Ehre verloren" und
erlischt.
Nach kurzer Zeit fängt die zweite Kerze an zu flackern und sagt:
"Ich heiße Glaube, die Menschen haben keinen Glauben mehr" und auch sie verliert
ihr Licht.
Nun beginnt auch die dritte zu flackern und spricht: "Mein Name
ist Frieden.
Frieden gibt es heute nicht mehr" und geht aus.
Das kleine
Kind fängt an zu weinen und ruft: "Aber Ihr seid doch Kerzen und Ihr sollt doch
brennen!"
Da spricht aus der Stille des Raumes die vierte Kerze: "Ich heiße
Hoffnung, solange ich noch brenne, kannst Du mit meinem Licht die anderen Kerzen
wieder anzünden".
Mit der vierten Kerze zündet das Kind die anderen drei
Kerzen wieder an und verlässt den Raum ...
Achtung!
Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der
schriftlichen Zustimmung der Autorin
Was ich mir ganz toll Wünsche
Ich bin acht jahre alt und lebe mit meinen eltern. die müssen leider viel arbeiten weil wir ein lokal haben. dann muss ich immer zu meine tante oder zu meinen grosseltern. da ich meine mama so lieb habe möchte ich viel mehr zeit mit ihr verbringen als wie jetzt. zum weinnachten wünsche ich mir, das meine mama viel viel mehr zeit für mich hat. meine mama sagt das wir kein weinnachten haben weil wir anders glauben. aber trotzdem wünsche ich mir heimlich das mein wunsch in erfüllung geht.
irem,8 Jahre Autor/in
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
gap grundschule
Die wilden fußballkerle
Ich sah den Ball.Er flog direkt auf mich zu und mit dem nächsten Herzschlag flossen alle Geräusche der Welt zusammen.Sie wurden zu einem tiefen und kräftigen,immer lauter werdenden Ton.
Meine Gedanken verschwanden.Ich trat einfach an.
Drei kraftvolle, entschlossene Schritte.Ich flog dem Leder entgegen.Ich surfte auf dem Ton wie auf einer mächtigen Welle.Dann holte ich Schwung.Mit dem linken Bein schraubte ich mich hoch in die Luft.Mein Kopf schwebte wie ein Sattelit über dem Feld.Ich sah jeden Wilden Fußballkerl auf dem Platz.Ich spürte jeden Zentimeter des Rasens und mit diesem Wissen zog ich jetzt ab.Mein rechtes Bein sauste nach vorn ich sah davor wie ich hoch ging dass war supper.!!!!
evangelia,11 Jahre Autor/in
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
staufer -real schule
Die peinliche Windel und ich
An einem wunderschönen Samstagmorgen kam meine Mutter aus dem Krankenhaus. Sie war schwanger und bekam ihr Kind auf die Welt. Leider war es ein Junge. Trotzdem, meine Mutter fand einen süßen Namen für ihn: Maxi! Als Maxi endlich mal ein Jahr alt war gaben mir meine Eltern eine Aufgabe. Ich soll auf Maxi aufpassen. Meine Mutter gab mir extra ein Anfängerhilfebuch, doch ich dacht ich bekäme das alleine hin.
Meine Eltern hatten sich zu einem Tanzkurs angemeldet. Dieser war mittags um 15.15 Uhr. Selbstverständlich passte ich auf Maxi auf. Da Maxi noch nicht alleine auf die Toilette gehen konnte, trug er eine Windel. Auf einmal schrie er ganz laut und ich wusste, was jetzt auf mich zukommen würde. Ich wechselte ihm die Windeln, doch fand keine Ersatzwindel.
,, Mist! Ich muss wohl zum Schlecker gehen, und dort eine Ersatzwindel holen." schrie ich. Ich zog Maxi wieder an, steckte ihn in einen Kinderwagen, nahm mir 10 euro aus dem Geldbeutel und lief los. Als ich die Windeln gekauft hatte, traf ich meinen besten Freund.
,, Kim, brauchst du noch Windeln?" fragte er kichernd.
,, Jaja, mach du nur Witze!" antwortete ich genervt. Ich lief schnell mit Maxi wieder nach Hause, und als wieder Schule war, wurde ich immer angekichert. Ich hörte immer ein leises,,Die braucht noch Windeln".
Seitdem hatte ich mir vorgenommen, nie wieder auf meinen Bruder aufzupassen.
THE END :)
Johanna,10 Jahre Autor/in
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Carl-Bosch-Gymnasium
DIE KEINEGESCHICHTE
Es war einmal ein Junge, der surfte im Internet und landete beim
Kinderbuchforum. Oh, wie schön, dachte er, hier kann man ja eine Geschichte
hineinschreiben. Und so setzte er sich auch gleich an den Computer und fing an
zu schreiben: ES WAR EINMAL..... Doch da wußte er plötzlich gar nicht so recht,
was er für eine Geschichte schreiben wollte. Er überlegte hin und her.
Vielleicht über ein Ungeheuer, das sich in ein Kind verwandelt, oder vielleicht
über einen Traum, der dann Wirklichkeit wird? Vielleicht sollte er aber lieber
über einen sprechenden Hund schreiben? Oder sollte er doch lieber über eine
Feder schreiben, die von Himmel fiel und dem Fänger drei Wünsche in Erfüllung
gehen ließ? Er wußte es einfach nicht und konnte sich nicht entscheiden. Doch
als er immer weiter darüber nachdachte kam ihm plötzlich die Idee, daß er doch
über einen Jungen schreiben könnte, der eine Geschichte schreiben wollte. Genau,
sagte er sich, das mache ich! Und so fing er also an zu schreiben:
ES WAR
EINMAL EIN JUNGE...................
Susanne,48 Jahre aus
Frankfurt/m
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch
auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Autors
Die komische
Rakete
Es war der Samstag vor Silvester und Anna war mit ihrem
Vater
Raketen im Baumarkt kaufen. Als sie nach einer halben Stunde
noch
immer keine Raketen gefunden hatten, gingen sie zur Info,
wo sie von einer
gelangweilten, kaugummikauenden Kassiererin gefragt wurden :"Na, was darfs sein
?"
"Wir hätten gerne Silvester-Raketen,wir haben im ganzem Laden
keine
einzige gefunden.",sagte Anna´s Vater.
"Tja die gingen dieses Jahr weg wie
warme Semmeln, müssn sie wohl
woanders kucken.",antwortete die Kassiererin
während sie,immer noch kaugummikauend in einer Klatsch-Zeitschrift über Victoria
Beckhams neue Frisur las. "Ah Ok" sagte Anna´s Vater und sie gingen über den
viel zu großen Baumarkt-Parkplatz zu ihrem Auto
zurück.Als sie mitlerweile an
der sechsten roten Ampel standen und noch zwei weitere Baumärkte abgeklappert
hatten, hatten sie noch immer keine einzige Rakete. Anna´s Vater sagte:" Na dann
haben wir dieses Jahr eben keine Raketen wir kommen doch auch ganz gut ohne
welche aus, oder ?" "Nein Silvester ohne Raketen?
Das ist ja wie Weihnachten
ohne Geschenke!", sagte Anna.
Als sie nach einer ungewöhnlich stillen
Autofahrt Zuhause angekommen waren,stampfte Anna in ihr Zimmer und knallte die
Tür zu:"Silvester ohne Raketen das ist so schei.. ! "
Nach einer Halben
Stunde klopfte es an Annas Zimmertür:"Anna?
Ich war eben noch im Supermarkt
und weist du was ich dort gefunden Hab? Raketen !!!" "Echt ! Das ist ja super !
Danke Mama!",und sie machte ihre Zimmer-Tür auf und fiel Ihrer Mutter in die
Arme..
Karlotta,12 Jahre Hamburg
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch
auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors
Ein anderer
Adventskalender
Murks ist ein
blonder, fünfjähriger Junge. Er lebt mit seinen Eltern in einem Haus direkt an
der Bushaltestelle, und ziemlich nah am Kindergarten. Deshalb darf er auch schon
montags und mittwochs alleine vom Kindergarten nach Hause kommen und dienstags
und mittwochs sogar alleine hingehen. Außerdem wird er ja auch bald sechs und
kommt dann in die Schule. Und zur Schule gehen nur wirklich große Kinder hat
seine Mama ihm gesagt. Deshalb muss er jetzt schon für die Schule üben, dass er
auch wirklich ein großes Kind ist, wenn er eingeschult wird.
Heute Morgen, es
war Mittwoch, hat Murks das zwanzigste Türchen an seinem Adventskalender
aufgemacht. Es war Schokolade drin, wie immer. Die steckte er sich in die
Tasche, um sie mit in den Kindergarten zu nehmen. Das zwanzigste Türchen. Das
hieß, dass ja in vier Tagen Weihnachten war (Murks konnte nämlich schon rechnen
und 24-20 war ja nun mal vier) Murks war ganz aufgeregt, als er das feststellte,
denn er freute sich wirklich sehr auf weihnachten. Hoffendlich würde er das neue
Fahrrad und das ferngesteuerte Auto bekommen, dass er sich so sehr gewünscht
hatte.
Als Murks aus dem Haus ging und auf den Bürgersteig hüpfte, fing es
gerade an zu schneien. Wie ein Weltmeister tobte Murks durch den Schnee. Seine
Mutter, die am Fenster stand und ihm zum Abschied winkte, rief ihm lachend
hinterher: "Das du mir nicht als Schneemann heimkommst!" Murks lachte und hopste
weiter durch den Schnee. Schnee fand er toll. Er war so schön weiß und funkelte
und glitzerte so, wie der Stern, der heute Morgen ebenfalls in seinem
Adventskalender gelegen hatte. Es stand: "Fahrkarte zum Christkind" darauf. Und
auf der Rückseite "zum Einlösen bitte Schokolade essen!" Aber das wusste Murks
nicht, denn lesen konnte er nur ein paar Buchstaben: Das "m", das "u", das "r",
das "k" und das "s": Genau seinen Namen, was ja schon ziemlich viel war, nur
leider reichte es nicht, um zu lesen, was auf dem Stern stand.. Also konnte er
auch nicht lesen, was er heute besonderes in seinem Adventskalender gefunden
hatte. Der kleine goldene Stern, die Fahrkarte zum Christkind, steckte mit der
Schokolade (in Schneemannform) in seiner Jackentasche.
Kurz vor der Ecke, an
der Murks seinen Kindergarten schon sehen konnte, merkte er, wie kalt seine
Hände schon waren, vom vielen im Schnee Rumwühlen. Seine Handschuhe hatte er
vergessen einzustecken, also schob er seine Hände in die Jackentasche und
entdeckte sein vergessenes Stück Schokolade. Und wie Kinder nun mal sind, haben
sie eigentlich fast immer Lust auf Schokolade. So auch Murks. Mit einem Haps
verschwand die Schokolade in seinem Mund. Genüsslich lutschte und kaute er. Als
er das letzte Stück herunter geschluckt hatte, fing auf einmal der Schnee vor
ihm an aufzuwirbeln. Kleine weiße Flocken kamen auf einmal nicht vom Himmel,
sondern fielen vom Boden nach oben. Dann hörte er ein leises Glockenleuten, dass
immer lauter wurde, der Stern fiel aus einer Jackentasche und ohne dass es sich
Murks erklären konnte, konnte er auf einmal lesen, was darauf stand "Fahrkarte
zum Christkind"
Das Glockenläuten wurde lauter und kam immer näher. Auch der
Schnee wurde immer dichter, und plötzlich stand eine Kuh vor ihm. Eine Kuh?
Werdet ihr euch jetzt fragen? Ja, eine Kuh mit Glöckchen an den Hörnern. "ich
bin der Express zum Christkind", murmelte das Tier gelangweilt "bitte alles
einsteigen, die Türen schließen selbsttätig, bitte Vorsicht an der
Bahnsteigkante"
Murks zwinkerte mit den Augen, er konnte gar nicht fassen,
was gerade passierte und schon gar nicht hatte er sich eine Kuh als Express zum
Christkind vorgestellt.
"Wieso ist denn eine Kuh der Express zum Christkind,
ich dachte das wären Rentiere!", fragte Murks naseweis.
"Nein, die Rentiere
gehören doch zum Weihnachtsmann. Die hätten dich zwar auch abgeholt, schließlich
wohnt der Weihnachtsmann direkt neben dem Christkind, aber der braucht sie heute
selbst. Gibt viel zu Tun, vier Tage vor Weihnachten! Steigst du nun auf?"
Sie
bückte sich etwas, so dass der kleine Murks (denn im Vergleich zu der Kuh war er
wirklich klein) auf ihren Rücken krabbeln konnte.
"Mein Name ist übrigens
Kedama", murmelte die Kuh weiter "und warum sollte das Christkind keine Kuh
schicken, schließlich war ich ja auch im Stall anwesend, wenn du dich
erinnerst!"
Murks erinnerte sich an die Weihnachtsgeschichte, die hatte ihm
seine Mutter schließlich schon oft genug erzählt, das Jesus in einem Stall
geboren wurde an Weihnachten "da wird wohl sicherlich auch eine Kuh gewesen
sein", dachte er.
Und dann ging es los. Kedama fing an zu laufen, sie trabte
durch den Schnee und Murks musste sich gut festhalten um nicht herunter zu
fallen. Schließlich fiel ihm auf, dass sie gar nicht mehr auf dem Boden liefen,
sondern, dass Kedama langsam anfing zu schweben, und zu fliegen, was ihn sehr
wunderte, denn Kedama hatte keine Flügel
"Wo wohnt denn das Christkind?",
fragte Murks neugierig
"Na wo wohl, im Himmel!", entgegnete Kedama. "Sieht du
die Wolke da oben, wo es so rot leuchtet?"
Murks nickte
"Da backen die
Engel gerade Plätzchen. Und direkt daneben, die Wolke, die besonders weiß ist,
da wohnt das Christkind."
"Oh", staunte Murks "fliegen wir auch zu den
Engeln?"
Denn Lust auf Plätzchen hätte er jetzt schon gehabt. Doch Kedama
schüttelte den Kopf, dass die Glöckchen an ihren Hörnern klimperten "dafür ist
keine Zeit. Schließlich musst du nach dem Kindergarten pünktlich wieder nach
Hause. Murks schmollte. Aber schließlich war ein Besuch beim Christkind und der
Flug auf Kedama schon Abenteuer genug.
Von unten sah die
Christkindwolke aus, wie jede andere Wolke auch. Ein bisschen heller vielleicht,
wenn man genau hinsah und flauschiger sah sie auch aus. Aber sonst unterschied
sie nichts von normalen Wolken. Von unten wohlgemerkt. Als Kedama jedoch höher
stieg und zur Landung ansetzte, entdeckte Murks ein kleines Häuschen aus
Lebkuchen, "wie das der Hexe aus Hänsel und Gretel!", dachte er. Als sie näher
kamen, sah er auch noch viele Weihnachtsplätzchen und Tannenzweige, die das Haus
zierten. Der Garten davor war mit Schnee überdeckt. Ein Schneemann mit einer
Karotte als Nase stand in der Mitte des Gartens und wurde gerade von kleinen
Engelkindern fertig gebastelt.
"Sind denn alle Engel so klein?", fragte
Murks.
"Nein", antwortete Kedama "das sind nur die Kinder der großen Engel,
wie bei den Menschen auch."
"Hm", brachte Murks nur heraus, denn er war
überwältigt von den ganzen Dingen, die er sah und
erlebte.
Dann landete Kedama im Garten des Christkindes und
ein Engel kam aus dem Haus gestürmt "Kinder, los, helft euren Eltern beim
Plätzchen backen und Geschenke besorgen. Dieses Jahr gibt es besonders viel zu
tun!"
Der große Engel scheuchte die kleinen aus dem Garten und wandte sich
dann Kedama zu: "wen bringst du denn da?"
"Das ist Murks", antwortete die
Kuh.
Der Engel lächelte "Hallo Murks, schön dich kennen zu lernen. Ich bin
das Christkind!"
Dem kleinen Jungen blieb die Spucke weg "was DU???" fragte
er "aber...aber, aber du siehst doch aus, wie die anderen Engel auch,
oder?"
"Wie sollte ich denn sonst aussehen?", fragte da Christkind
lächelnd.
Das konnte Murks auch nicht so genau beantworten, deshalb blieb er
erst mal stumm und folgte dem Christkind ins Haus hinein.
Drinnen war alles weihnachtlich dekoriert, mit Lametta, viel
Tanne, und schönen Lichtern. Weihnachtsplätzchen standen auf kleinen Tischchen
und überall wuselten Engel mit Geschenkpapier herum.
Das Christkind führte
Murks einmal durchs ganze Haus, bis sie schließlich vor einer riesig großen
hölzernen Tür standen. Die Tür war so groß, dass Murks, selbst wenn er auf den
Schultern seines Papas gestanden hätte, nicht bis oben hin reichen konnte. Das
Christkind machte eine kurze Bewegung mit der Hand und die Tür öffnete sich, wie
von selbst.
Was Murks dann sah, ließ ihm fast die Spucke wegbleiben: Vor ihm
befand sich ein riesiger Raum, ein heller Raum, der größer war, als sein Haus
zuhause und das der Nachbarn zusammen. Viel größer. Sehr viel größer. Und der
ganze Raum war gefüllt mit Puppen, Stofftieren, Bauklötzen und anderem
Spielzeug. Murks hatte in seinem ganzen Leben noch nie so viel Spielzeug auf
einem Haufen gesehen.
"Oh", staunte er "was ist denn das?"
"Das sind die
Geschenke für die Kinder auf der Erde!", antwortete das Christkind.
"Sind
auch meine dabei?", flüsterte Murks ehrfürchtig.
"Ja, entweder sie sind hier
oder in einem der 999 anderen Geschenkelagern."
"So viele gibt es?" Murks kam
aus dem Staunen nicht mehr heraus.
"Ja und sie reichen jedes Jahr weniger",
entgegnete das Christkind. "denn jedes Jahr wünschen sich die Kinder mehr und
größere Sachen, dass wir mit dem Spielzeug Bauen und Verpacken kaum noch
nachkommen. Das ist auch der Grund, warum ich dich gleich wieder zurück nach
unten auf die Erde schicken muss, denn ich habe wirklich wieder besonders viel
zu tun dieses Jahr. Die Kinder wünschen sich immer mehr. Dabei können die
meisten mit allen Sachen, die sie bekommen, gar nicht richtig spielen, weil es
so viele sind. Wäre es da nicht besser, man bekäme nur wenig, aber dafür etwas,
womit man wirklich viel spielen kann?"
Murks war still. Irgendwie hatte das
Christkind ja recht. Letztes Jahr Weihnachten hatte er eine Ritterburg bekommen,
die er sich so sehr gewünscht hatte, und nun spielte er gar nicht mehr damit,
weil er viel lieber draußen war und Fußball spielte oder Bilder malte.
"Was
hast du dir denn gewünscht?", fragte das Christkind plötzlich.
Murks senkte
verlegen den Kopf. Sein Wunschzettel war auch mal wieder mehr als eine Seite
lang gewesen.
"Das Christkind lächelte ihn an, "ah, ich weiß schon: ein
Fahrrad, ein ferngesteuertes Auto, einen neuen Fußball, Fußballschuhe... und
noch viel mehr!"
Murks staunte "woher weißt du das?"
"Ich bin doch das
Christkind, ich habe alle Wunschzettel der Kinder im Kopf"
Das war viel.
Murks konnte sich noch nicht einmal seine Hausnummer merken, und das Christkind
wusste tatsächlich alle Wünsche der Kinder auswendig?
Dann sah Murks sich
etwas genauer um und ihm fiel auf, dass ja nur Spielzeug herum stand "was
bekommen denn die Erwachsenen?", fragte er erstaunt "bekommen die auch
Spielzeug?"
"Nein", das Christkind winkte einem der Engel, der hastig vorbei
flog. Die Erwachsenen bekommen nur ganz selten noch etwas vom Christkind. Ihnen
macht es viel mehr Spaß, sich gegenseitig etwas zu schenken, und die Freude
wollen wir ihnen nicht nehmen. Außerdem haben wir ja wirklich auch mit den
Kindern schon genug zu tun."
Das leuchtete Murks ein, denn überall huschten
Engel umher mit Schleifen, Geschenkpapier und Spielzeug. In einer Ecke saßen
welche und versuchten gerade einen Puppenwaagen einzupacken, leider riss das
Papier immer wieder und sie mussten von vorn anfangen. Es herrschte wirklich ein
reges Treiben, ungefähr so, wie letzen Samstag, als Murks mit seiner Mama über
dem Weihnachtsmarkt gebummelt war. Da war es auch so voll, nur dass auf dem
Weihnachtsmarkt die Menschen mit grimmigen Gesichtern umherliefen. Die Engel auf
der Christkindwolke jedoch lächelten viel häufiger auch wenn mal etwas schief
ging oder sich zwei Engel zufällig anrempelten. Keiner war dem anderen böse, sie
entschuldigten sich, lächelten und gingen wieder an die Arbeit.
"Hast du
schon ein Geschenk für deine Eltern?" Das Christkind sah Murks von der Seite
an.
"N.. N - nein.", stotterte dieser. Ich kann doch gar nichts kaufen, ich
bekomme doch noch gar kein Taschengeld!"
"Du musst auch nichts kaufen, pass
auf, ich gebe dir ein Geschenk, über das sich deine Eltern bestimmt freuen
werden."
"Was denn?" Murks blickte neugierig umher. Er konnte sich nicht
vorstellen, dass sich seine Eltern über eins der Spielzeuge freuen
würden.
"Du hast es bereits bei dir.", lächelte das Christkind.
"Bei mir?"
Murks sah an sich hinunter, konnte aber nichts entdecken, auch in seine Hosen
und Jackentaschen befand sich nichts, außer einem gebrauchten Papiertaschentuch,
und er konnte sich nicht vorstellen, dass das Christkind wollte, dass er dieses
seinen Eltern schenkt.
Das Christkind fing glockenhell an zu lachen "Nein,
man kann es nicht sehen. Ich habe dir eine Geschichte gegeben, die du deinen
Eltern schenken kannst"
Murks verstand immer noch nicht.
"Na, was du
gerade erlebst, der Besuch hier oben, ist doch sicherlich etwas Besonderes. Wenn
du diese Geschichte deinen Eltern erzählst, freuen sie sich bestimmt!"
"Aber
das ist doch kein Geschenk!", Murks konnte es nicht glauben.
"Probier es
einfach aus. Dinge müssen nicht groß sein, oder viel Geld kosten. Die schönsten
Geschenke sind die, die von Herzen kommen. Und die bestimmt nicht jeder bekommt.
Oder glaubst du, dass noch jemand auf der Welt diese Geschichte verschenken
kann?"
Das glaubte Murks nicht, und beschloss es auszuprobieren. Er würde die
Geschichte vom Besuch beim Christkind seinen Eltern schenken. "Hoffentlich
freuen sie sich", dachte er.
Dann war es Zeit das
Christkind wieder zu verlassen. Zum Abschied schenkte es Murks noch eine kleine
Schachtel voll mit frischgebackenen Weihnachtsplätzchen "von echten Engeln
zubereitet" stand in goldenen Buchstaben darauf, das hatte ein Engel Murks
vorhin noch schnell vorgelesen.
Das Christkind winkte, als Murks die
Christkindwolke verließ. Aber diesmal kehrte er nicht mit Kedama der Kuh zur
Erde zurück, sondern zwei Engel nahmen ihn an der Hand und flogen mit ihm bis
vor seine Haustür. Pünktlich, als wenn Murks im Kindergarten gewesen wäre kam er
zu Hause an. Das Päckchen mit den Keksen versteckte er schnell in seiner
Jackentasche, dann verabschiedete er sich von den Engeln, die schnell zurück in
den Himmel flogen, bevor sie jemand sehen konnte. Als sie am Himmel immer
kleiner wurden und dann verschwanden, meinte Murks, dass er ein helles Leuchten
gesehen hätte. Genau da, wo sich die Christkindwolke befand. Die Wolke, die
etwas heller und flauschiger aussah als die anderen. Vielleicht, wenn du mal
ganz genau in den Himmel schaust, und dich ganz doll anstrengst, kannst du sie
auch sehen. Probier es mal!
Aber die Geschichte von Murks ist ja noch gar
nicht zu Ende. Bevor du also ans Fenster gehst und Ausschau hältst nach der
Wolke auf der das Christkind wohnt, will ich dir erst noch erzählen, wie die
Geschichte ausgeht:
Murks schaute den beiden Engeln noch eine Weile nach und
konnte nicht fassen, was er gerade erlebt hatte. Am liebsten hätte er es gleich
seiner Mama oder seinem Papa erzählt, aber das musste noch bis Heiligabend
warten, denn schließlich war diese Geschichte Murks Geschenk an seine Eltern,
und Weihnachtsgeschenke verschenkt man nun mal an Weihnachten und nicht vier
Tage vorher.
Es dauerte noch vier tage, bis endlich
Heiligabend war. Es war komisch, denn die Tage kurz vor Weihnachten dauerten
seltsamerweise immer am längsten.
Als Murks an Heiligabend morgens früh
erwachte hatte er richtiges Bauchkribbeln. Nicht so sehr, weil er sich auf seine
Geschenke freute, sondern viel mehr weil er so gespannt war, was Mama und Papa
zu der Geschichte sagen würden, die er ihnen schenken wollte. Ein ganz
besonderes Weihnachtsgeschenk. Denn das würden sie bestimmt nicht auch noch von
jemand anderem geschenkt bekommen.
Natürlich dauerte es noch mal sehr lange,
bis es endlich dunkel wurde, die Tür zum Wohnzimmer fest verschlossen wurde und
Murks mit seinen Eltern, wie jedes Jahr in die Kirche ging. Ein Fenster wurde
aufgelassen, damit das Christkind auch ins Haus kommen konnte, während die drei
außer Haus waren.
In der Kirche konnte sich Murks natürlich kaum darauf
konzentrieren, was vorne am Altar erzählt wurde. Unruhig rutschte er auf seinem
Stuhl hin und her und freute sich über jedes Lied, das gesungen wurde. Fröhlich
schmetterte er "Stille Nacht" und "ihr Kinderlein kommet", und hoffte, dass die
Zeit so schneller vorbei gehen würde.
Endlich war der Gottesdienst vorbei und
alle machten sich auf den Weg in ihre warmen und hell beleuchteten Häuser. So
auch Murks und seine Eltern. Zuhause angekommen, und die Haustüre geöffnet,
hörte man schon leise Musik aus dem Wohnzimmer: "Horch mal", flüsterte seine
Mutter "das Christkind war da!".
Vorsichtig wurde die Türe zum Wohnzimmer
geöffnet und Murks Blick fiel auf einen hell erleuchten Tannenbaum, und die
Geschenke darunter. Er war neugierig, was das Christkind ihm nun alles von
seinem Wunschzettel gebracht hatte. Natürlich konnte es nicht alles bringen, das
sah Murks nun ein, denn es hatte ja wirklich alle Hände voll zu tun gehabt. Er
hatte sich sogar schon Sorgen gemacht, ob es überhaupt Zeit finden würde bei dem
ganzen Stress zu ihm zu kommen. Aber natürlich hat das Christkind Zeit für alle
Kinder, und war auch bei Murks gewesen. Er riss sofort das Geschenkpapier von
dem ersten Päckchen (es war übrigens genau das gleiche Geschenkpapier, womit die
Engel einige Geschenke eingepackt hatten) Unter dem Papier befand sich ein
Fußball. Aus Leder. Ein richtiger Profi Fußball. Murks freute sich wie ein
Schneekönig und kickte ihn gleich zu seinem Vater, der schoss ihn vorsichtig zu
Mama und die zurück zu Murks. Dann wurde das zweit Geschenk ausgepackt. Ein
Malblock und eine riesen Schachtel mit vielen Buntstiften war darin. Murks
freute sich sehr, denn das konnte er gut gebrauchen, jetzt konnte er allen, die
er lieb hatte immer ganz viele Bilder malen.
Er bemerkte vor lauter Freude
gar nicht, dass gar kein Fahrrad unter dem Weihnachtsbaum stand. Aber damit
hätte er ja jetzt sowieso nicht spielen können, weil im Haus Fahrrad fahren
verboten war und draußen war es viel zu glatt. Dafür konnte er sich nun aber mit
seinen neuen Malsachen und dem Fußball den ganzen Abend vergnügen.
Sofort
fing er an zu zeichnen. Es war ein schöner Engel mit einem Päckchen in der Hand.
"Was zeichnest du denn da?", fragte sein Papa.
"Das ist das Christkind!",
antwortete Murks und zeichnete weiter.
"Ja, sieht das Christkind denn so aus
wie ein Engel?", fragte die Mama erstaunt.
"Natürlich, wie denn sonst?",
entgegnete Murks. Dann sagte er seinen Eltern, sie sollen sich hinsetzen, "Jetzt
will ich euch mein Geschenk schenken!"
Murks war ein wenig aufgeregt.
Trotzdem fing er an die Geschichte zu erzählen, wie er zum Christkind kam. Wie
er die Fahrkarte im Adventskalender gefunden hatte, wie Kedama ihn abgeholt und
auf die Wolke gebracht hatte und von den vielen Engeln, die es dort oben gibt
und wie viel sie zu tun haben.
Als er fertig war, streichelte ihm seine
Mutter über die Wange "das war eine wirklich schöne Geschichte. Und das schönste
Weihnachtsgeschenk, dass ich je bekommen habe." Auch Murks Vater freute sich und
nahm seinen Sohn fest in die Arme. Dabei schaute Murks aus dem Fenster und
entdeckte am Himmel einen Lichtstrahl. Nur kurz. Aber er wusste, dass es das
Christkind gewesen war, das jetzt unterwegs zu den anderen Kindern war.
Ob
seine Eltern ihm die Geschichte glaubten? Wer weiß. Aber sie haben sich darüber
gefreut. Und selbst wenn sie es nicht glauben, wusste Murks ja, dass er das
alles wirklich erlebt hat. Und du weißt das doch auch, oder glaubst du die
Geschichte etwa nicht?
by Mareike Autor/in
Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin
Es war einmal ein
kleines Mädchen, das hieß Nelli.
von Katharina Kobl
Nelli glaubte zwar an
den Weihnachtsmann, jedoch nicht an die Elfen, die dem Weihnachtsmann
helfen.
Weil Katzen ihre Lieblingstiere waren, glaubte sie sie Katzen mit
roten Zipfelmützen helfen ihm. So geschah es an jenem Adventsabend, als Nelli
noch lange aufblieb. Plötzlich raschelte es im Kamin.
Dann purzelte etwas
Schwarzes aus dem brennenden Kamin. Nelli erkannte nicht was es war, da es
voller Russ war. Da rief das schwarze Ding: „Aua, warum müssen die Kamine auch
immer brennen!“ Als Nelli erkannte was es war, wurde sie blass vor Schreck. Da
stand eine Katze mit roter Zipfelmütze im Wohnzimmer. Ärgerlich redete die Katze
vor sich hin: „Ich will doch nur die Aufträge des Weihnachtsmannes erfüllen und
einen guten Job machen. Doch alles was ich dafür kriege, ist ein verbrannter
Schwanz.“
„Soll ich dir vielleicht ein Glas Wasser oder etwas zum kühlen
holen?“ fragte Nelli stotternd. „Ein paar Kekse und ein Glas Milch wären mir
lieber.“ antwortete die gefräßige Katze. Die Katze bekam ihre Kekse und als sie
ungefähr zehn Kekse gefressen hatte, fing sie an zu erzählen: „Ich bin Luke,
Chef der Katzenelfen und der wichtigste Mann (Kater) für den Weihnachtsmann.
Aber nenn mich einfach Lucki!“ „Und warum bist du hier,“ fragte Nelli noch etwas
stockend. „Der Weihnachtsmann braucht dich. Deshalb bin ich gekommen, um dich
zum Nordpol zu bringen.“ „Was, warum mich?“ Und wie sollen wir das schaffen?
Flugzeuge und Autos sind viel zu langsam!“ „Du hast wohl noch nie etwas von dem
legendären Schlitten des Weihnachtsmannes gehört, oder?“ rief die Katze. „Er
steht oben auf dem Dach, komm!“ Und mit diesen Worten kletterten die beiden
vorsichtig aufs Dach. Als sie oben angekommen waren, bewunderte Nelli sofort den
goldenen Schlitten. Schön verziert war er und ein dünnes goldenes Band ging vom
Schlitten bis zu den Renntieren. Erst jetzt fiel Nelli auf, dass fünf Renntiere
vor den Schlitten gespannt waren.
„Wow, sind die schön!“ Nelli streichelte
zärtlich eines der fünf Renntiere. „Komm jetzt endlich. Der Schlitten fliegt
zwar schneller als jedes Flugzeug, aber wenn du noch lange hier herumtrödelst,
kommen wir zu spät.“ schimpfte Luke, der schon im Schlitten saß. Hastig
kletterte auch Nelli in den Schlitten. Sie dachte der Schlitten sei alt, aber
innen war er supermodern. Überall bunte Knöpfchen und Hebel an den Sitzen waren
sogar Anschnallgurte. Nelli setzte sich auf einen der hinteren Sitze und
schnallte sich an. Luke schrie: „Festhalten es geht los!“ und drückte ein paar
Knöpfchen. Die Renntiere klappten ihre Beine zurück und flogen los. „Und wie
fühlst du dich“, fragte Kater Luki freundlich während sie über die Häuser
schwebten. „Ich glaube ich muss mich übergeben“ antwortete sie leise. „Das wird
besser, wenn wir höher fliegen“, versicherte die Katze. „Hoch Rudolf!“ Der
Schlitten wackelte wie verrückt. „Gut, dass wir angeschnallt sind“ dachte Nelli.
Nach einer Stunde schlief Nelli ein.
Als sie wieder aufwachte, schrie Luke
gerade „Wir landen! Halt dich gut fest!“ Und schon landeten sie auf einer
goldenen Startbahn. Als Nelli ausstieg, sah sie einen großen roten Palast mit
zwei großen Türmen und am Eingang zwei Zuckerstangen. „Komm!“ rief Luki und ging
in Richtung Palast. Als sie dort waren, drückte Luki die Klingel. Die Tür ging
auf und eine weitere Katzenelfe stand in einem großen Raum. Nur diesmal war die
Katzenelfe deutlich dünner als Luki. Die Katzenelfe meinte: „Schnell Luke, der
Weihnachtsmann wartet schon.“ Als alle drei den langen, langen Flur
entlangliefen, konnte es Nelli kaum fassen. Bald würde sie den Weihnachtsmann
höchstpersönlich kennen lernen. Endlich kamen sie an eine Tür, darauf stand groß
und deutlich: „Weihnachtsbüro“. Luke klopfte an die Tür und jemand rief
„herein“. Der Weihnachtsmann war genau so wie Nelli ihn sich vorgestellt hatte.
Ein älterer Herr mit weißem Bart und roter Kleidung. „Hoho Nelli, da bist du ja.
Hör zu Nelli ich habe ein Problem, ich habe keine Arbeiter mehr und du bist die
einzige, die sie wieder herbringen kann.“ „Was, wieso sind die Arbeiter weg und
wieso bin ich die einzige, die dir helfen kann?“ „Nun Nelli, immer wenn ein Kind
nicht an die Katzenelfe glaubt, verschwindet eine Katzenelfe. Wenn das Kind
wieder daran glaubt, taucht die Katzenelfe wieder auf. Und du bist das einzige
Kind, das an Katzenelfen glaubt.“ „Und wie soll ich die anderen Kinder
überreden, wieder an Katzenelfen zu glauben?“ „Ich weiß es nicht. Du musst es
herausfinden! Und du musst dich beeilen, in ein paar Tagen ist Weihnachten. Ich
hoffe, du willst überhaupt helfen?“ „Natürlich will ich.“ „Gut! Schnurri du
gehst wieder an die Arbeit. Und du Luke bringst Nelli so schnell wie möglich
wieder nach Hause.“ „Wird gemacht“ sagten die beiden gleichzeitig. Der
Weihnachtsmann rief Nelli noch hinterher: „Du hast zwei Tage, dann holt dich
Luke wieder ab. Viel Glück!“ Mit diesen Worten liefen die beiden zum Schlitten.
Als sie im Schlitten saßen, meinte Luke: „Ich stelle Hypergeschwindigkeit ein,
dann sind wir schneller.“ Kurze Zeit später lag Nelli in ihrem Bett und schlief
auch gleich ein.
In den nächsten zwei Tagen erzählte sie allen Kindern, die
sie traf von den Katzenelfen. Die Kindergartenkinder glaubten ihr sofort. Doch
bei den älteren Kindern musste sie hartnäckiger sein. Sie schrieb sogar kleine
Handzettel: „Rettet die Katzenelfen!“ Und verteilte diese in der Schule und in
der ganzen Stadt. Viele Kinder fragten nach und Nelli erzählte ihnen von den
Katzenelfen mit ihren roten Mützchen.
Am zweiten Tag saß Nelli am Abend unten
am Kamin und wartete auf Luke. Dabei fragte sie sich, ob genug Kinder an die
Katzenelfen glauben? Luke hatte ihr nämlich auf der Rückfahrt erzählt, dass wenn
ganz ganz viele Kinder an die Katzenelfen glauben wieder alle Katzenelfen da
wären. Es müssen also nicht alle Kinder der Welt an Katzenelfen glauben. Endlich
hört sie etwas im Kamin, aber heraus purzelte nicht Luke. Erschrocken fragte
Nelli: „Schnurri was machst du denn hier? Wo ist Luke?“ „Lass mich doch erst zu
Wort kommen und übrigens hatte Luke recht, an dem Kamin verbrennt man sich
wirklich ganz leicht den Schwanz“ knurrte Schnurri ärgerlich und schleckte sich
den Schwanz. „Also, gratuliere! Alle Katzen sind wieder da! Ich hole dich, weil
Luke jetzt viel Arbeit hat. Er ist ja der Chef der Katzenelfen. Und so flogen
sie wieder zum Nordpol und wieder hätte Nelli sich fast übergeben.
Der
Weihnachtsmann bedankte sich recht herzlich bei Nelli.
Bis Weihnachten durfte
sie zur Belohnung in der Werkstatt mithelfen.
Am Weihnachtsabend stand ein
dickes, fettes Geschenk für Nelli unter dem Weihnachtsbaum. „hast du dir so ein
dickes Geschenk überhaupt verdient?“ fragte Nellis Mutter
neugierig.
„Natürlich!“ meinte Nelli und las den Zettel der an dem Geschenk
hing, laut vor: „Danke für deine Hilfe!
Papa fragte erstaunt: „Was soll das
denn bedeuten?“ „Weiß ich doch nicht,“ antwortete Nelli und grinste breit.
Katharina Kobl, 10 Jahre aus Aalen Katharina,10
Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin
Die einsamen zwei
Es
war einmal ein kleines Mädchen Namens Nele. Sie hatte keine Familie mehr, außer
ihre Tante. Dort lebte sie und kriegte all das, was sie brauchte. Doch auch ihre
Tante wurde schwerstkrank. Nach wenigen Tagen starb auch ihre Tante. Also lief
sie los und suchte sich eine Familie, oder besser gesagt einen Platz zum
schlafen. Ihre Tränen liefen aus den Augen heraus. Doch was Nele nicht wusste,
wusste jeder andere Mensch. Bald ist Weihnachten! hieß es überall. Nele dachte
sich immer, was die Menschen damit meinen. Endlich hatte sie eine Hütte
gefunden. Nele hatte aber Angst, da die Hütte weit und tief im Wald drin war.
Sie war sehr einsam und lief deshalb jeden Tag zu den Gräbern ihrer Familie.
Dort lagen alle, ihre Oma, ihr Opa, ihre Eltern, ihre Schwester, ihr Bruder und
ihre Tanten und Onkeln.
,, Familie Clausen. Ich, eurer Familienmitglied weine
jeden Tag. Ich hatte ein paar Tage dich, meine liebe Tante, doch nun bist auch
du gestorben. Ich werde mich demnächst zu euch legen, dann bin ich nicht mehr
einsam und alleine.
Da wurde Heilig Aben. Alle Menschen bekamen Geschenke,
bis auf Nele. Sie saß in ihrer kleinen Hütte, und suchte ihre Schaufel. Der
Weihnachtsmann hatte noch ein Geschenk übrig, und fragte sich, wem dieses
Geschenk nur gehören kann. er machte sich auf den Weg in den Wald. Dort traf er
auf die kleine Hütte, und auch das kleine Mädchen.
,, Oh, du bist wohl
genauso einsam wie ich, ich habe keinen Sack, nein, ich muss alle Geschenke
selber tragen. Hier dort ist eine kleine Sache für dich drin." sagte der
Weihnachtsmann.
,, Dankeschön, du kannst doch bei mir bleiben. Dann sind wir
beide nicht einsam. Oder?" schlagte Nele vor.
,, Aber ja doch. Ich verdiene
Geld und kann somit in die Stadt laufen und wichtige Sachen kaufen, sowie Essen
und Trinken, was wir halt brauchen. Aber packe dein geschenk aus" antwortete der
Weihnachtsmann. Nele packte es aus und fand einen kleinen Teddybär. Er war
wunderschön und sie wurde glücklich, mit dem Weihnachtsmann und dem
Teddybär.
Johanna,10 Jahre
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch
auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der
Autorin
Gedanken zum
Advent.
In einem dunklen Raum stehen vier Kerzen.
Ein Kind betritt
den Raum, zündet die vier Kerzen der Reihe nach an und erfreut sich an ihrem
Glanz.
Die vier Kerzen brennen eine Weile, da fängt die erste an zu flackern
und spricht: "Mein Name ist Ehre, die Menschen haben all ihre Ehre verloren" und
erlischt.
Nach kurzer Zeit fängt die zweite Kerze an zu flackern und sagt:
"Ich heiße Glaube, die Menschen haben keinen Glauben mehr" und auch sie verliert
ihr Licht.
Nun beginnt auch die dritte zu flackern und spricht: "Mein Name
ist Frieden.
Frieden gibt es heute nicht mehr" und geht aus.
Das kleine
Kind fängt an zu weinen und ruft: "Aber Ihr seid doch Kerzen und Ihr sollt doch
brennen!"
Da spricht aus der Stille des Raumes die vierte Kerze: "Ich heiße
Hoffnung, solange ich noch brenne, kannst Du mit meinem Licht die anderen Kerzen
wieder anzünden".
Mit der vierten Kerze zündet das Kind die anderen drei
Kerzen wieder an und verlässt den Raum ...
Antonia F,15 Jahre aus
Salem
Achtung!
Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der
schriftlichen Zustimmung der Autorin
Der Stern
von
Florentin aus Hamburg
Einst stand einmal ein kleiner Stern am blauen Himmel
so weit fern.
Er fühlte sich so sehr allein und wollte nicht mehr traurig
sein.
Die anderen Sterne ringsumher, die glitzerten wie Gold so
sehr.
Erstrahlten hell im edlen schein von einer Schönheit,sanft und
rein.
dem Sternlein war das Herz so schwer, die anderen,ja,die glänzen
sehr.
Und ich,ich armer kleiner Wicht,zum Funkeln taug ich nie und
nicht.
Da weinte dann der kleine Stern am dunklen Himmel so weit fern,
als
plötzlich eine Stimme klingt,die ihm auf einmal Hoffnung bringt: ,,Du dummer
kleiner Sternenmann,was fängst du so zu weinen an? Sieh dich doch an,du bist
zwar klein,dein Herz ist aber hell und rein!`` Die Stimme die kam aus dem
Mond,wo ewig schon ein Männlein wohnt.Es galt als weise ,
sanft und gut und
machte unserm Sternlein mut. ´´Nun hör mal zu, mein lieber Stern die Antwort,die
liegt garnicht fern. Die andern glänzen außen sehr,doch du glänzt innen umso
mehr. Mach auf dein herz,verzage nicht! Du findest Hoffnung,Wärme ,Licht und nur
die Liebe stehts gewinnt,
wenn alle schönheit längst verinnt. Von nun an
stand ein kleiner Stern am blauen Himmel, so weit fern- von einer Lieb
einghüllt,die alles galaxien füllt...
Florentin,14 Jahre aus
Hamburg
Achtung! Nachdruck
und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen
Zustimmung der Autorin
Vier Hufe für Emily -
Eine Freundschaft beginnt
Mißmutig schaute Emily durch das Autofenster
hinaus in den strömenden Regen. Verächtlich schnaubte sie beim Anblick der
kargen Feldlandschaft durch du Nase. Prompt kam von vorne "Emily sei doch nicht
so. Du wirst sehen hier auf dem Land wird es dir gefallen." sagte ihre Mutter
mit leicht tadelnder Stimme. Emily tat als hätte sie nichts gehört. Ihre Eltern
wußten, dass sie sauer war weil sie jetzt in einem kleinen Dorf wohnen würden.
Weit weg von Köln das ihr viel besser gefallen hatte, weil sie dort in der
Großstadt mit ihrem Rollstuhl nicht gar so sehr auffiel. Seit einem Unfall vor
vier Jahren konnte Emily nicht mehr laufen ihre Eltern bewachten seitdem alles
was sie tat, aus Angst sie könnte sich verletzen. Emily war seither immer
stiller geworden. In der Schule sprach sie mit keinem, ihre beste Freundin
Sarah, spielte plötzlich nur noch mit Wendy dieser Zicke. Aber es war Emily
egal. Sollte sie doch, sie konnte ja eh nicht mehr mit Ball oder Fangen spielen.
Bei diesem Gedanken fiel ihr Blick auf das Buch das neben ihr lag. Ein
wunderschönes Pferd galloppierte darauf über eine Wiese. Eine einzelne Träne
rollte über ihre Wange, doch da sagte ihr Vater schon "Emily, Schatz wir sind
da." Ärgerlich wischte Emily die Tränen fort und sah auf. Das war es also, ihr
neues, schreckliches Zuhause. "Nun bin ich ein Landei." dachte Emily traurig als
ihr Blick auf das kleine Haus fiel das auf einem kleinen Hügel vor ihnen
emporragte. Ihr Vater hob sie hoch und setzte sie in ihren Rollstuhl. Schon
wollte ihre Mutter beim schieben helfen. "Lass das!" sagte Emily trotzig und gab
dem Stuhl einen ärgerlichen Schubs. Ihre Eltern warfen sich einen traurigen
Blick zu. "Kommt lasst uns ins Haus gehen!" rief ihr Vater scheinbar fröhlich.
"Ihr könnt mich mal." dachte Emily und lenkte ihren Rolli fort von dem Haus und
ihren Eltern. Sollten die doch alleine gucken, sie würde sowiso nicht
hierbleiben. Es regnete immer noch, aber das merkte das Mädchen gar nicht weil
es so wütend war. Wie lange sie so gerollt war wußte Emily nicht als sie
Plötzlich im Schein einer Laterne stand. Ein kleines Mädchen, etwa so alt wie
sie, mit blondem Pferdeschwanz schaute sie ganz verwundert an. Sie war ganz in
Gedanken gewesen und hatte gar nicht bemerkt wo sie war. Abweisend und
zurückhaltend sah sie das fremde Mädchen nur an. "Wer bist du? fragte es. "Geht
dich gar nix an!" schnappte Emily nur. "Puh! Was bist du denn für Eine?"
entgegnete das Mädchen verärgert. "Na dann nicht. Also wenn du hier weiter naß
werden willst ich nicht! sagte das Mädchen, zuckte die Schultern und verschwand
wieder durch eine Tür. Zähneklappernd starrte Emily ihr nach und sah sich um. Es
war beinahe dunkel geworden und sie konnte nur noch die Umrisse einiger Zäune
erkennen und das vor ihr vor offensichtlich ein Stall. "Na ganz toll." dachte
Emily und wünschte sich noch mehr in ihr gemütliches Zimmer nach Köln zurück.
Doch was sollte sie jetzt tun? Wo sie war wußte Emily nicht mehr und der Weg war
auch in der Dunkelheit verschwunden. Vorsichtig nährte sich Emily dem Stall und
sah ängstlich hinein. Ihr Herz macht einen Sprung und sie bekam feuchte Hände.
Sie war in einem Pferdestall. Staunend, weil sie es nicht fassen konnte wanderte
ihr Blick an der langen Reihe Boxen entlang. Hier und da sah Emily eine
neugierige Nase und ein paar Pferdeohren in ihre Richtung schauen. Pferdegeuch
und der Geruch von gepuztem Leder strömte ihr in die Nase. Sie erschrak, als
eine Stimme ihren Traum unterbrach. Das Mädchen von vorhin stand neben ihr.
"Magst du Pferde"? Emily konnte nur nicken. "Ich bin Lucy." sagte das Mädchen
und streckte Emily die Hand hin. Emily sah das sie grinste und musste plötzlich
auch lachen. "Hallo, ich bin Emily sagte sie und nahm die ausgestreckte Hand.
"Und was machst du hier, so ganz allein?" fragte Lucy mit einem Blick auf ihren
Rollstuhl. Sofort sank Emilys Stimmung wieder auf den Nullpunkt. "Ach wir sind
gerade erst hier angekommen. Meine Eltern meinen, die Luft wäre gut für mich."
erzählte Emily niedergeschlagen. "Du magst nicht hier sin oder?" Emily
schüttelte den Kopf. "Ach du, so schlimm ist es hier gar nicht." "Du klingst
schon wie meine Mutter." entgegnete Emily und mußte dabei grinsen. "Komm ich
zeig dir mein Pferd!" rief Lucy und rannte los. Da fielen Emily die Pferde
wieder ein und sie folgte Lucy. Sie schien ganz nett zu sein und Emily liebte
Pferde. Auch wenn sie jetzt nicht mehr reiten konnte, zogen Pferde sie magisch
an. Ihre Mutter wollte sie nicht, dass sie mit Pferden umging. Es könnte ihr ja
was passieren. "Aber hier sieht es ja keiner." dachte Emily und war mit einem
Schlag viel fröhlicher. Lucy blieb stehen und kraulte einem großen Schimmel mit
sanften Augen den Hals. "Das ist Chester." Ist er nicht schön? Er gehört mir
ganz allein." erzählte Lucy stolz. Aber Emily hörte kaum zu. Ihr Blick hing an
einem Pferd in der Box links daneben. Dieses Pferd schien sie gar nicht zu
sehen, sah nur auf den Boden seiner Box und lies plötzlich ein leises, trauriges
Wiehern hören. "Was hat sie?" fragte Emily und zupfte Lucy am Ärmel. "Sie ist
traurig. Fenja vermißt ihre Besitzerin. Ein kleine Mädchen, ihre Eltern haben
ihr einfach das Reiten verboten und sind von hier weggegangen. "Wie traurig. Da
würde ich mich auch nicht wohlfühlen." Nachdenklich betrachte Emily die kleine
Stute. Sie war hübsch, das sah man auch unter dem schmutzigen Fell. Lucy
bemerkte Emilys Blick und meinte "Wir haben versucht sie zu striegeln, aber sie
lässt uns nicht in die Box." "Armes Mädchen." murmelte Emily leise. "Hast wohl
Angst?" Und und in diesem Moment hatte Emily ganz vergessen das sie selbst
traurig war. Sie wollte diesem Pferd helfen, das auch allein war und sich von
Niemandem verstanden fühlte. Emily spürte plötzlich, dass dieser Tag und Fenja
der Anfang von etwas Besonderem war. Vielleicht war das Leben auf dem Land ja
doch nicht so schlimm.
Eva,25 Jahre Autor/in
Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin
David
von Adalbert
Hauser
"Ihr habt es mir versprochen!" Mit diesem Satz hatte er seine Eltern
endlich überzeugt.
Sie waren es, die ihm gelehrt hatten, ein Versprechen
auch zu halten.
Trotzdem war David dann überrascht, als seine Eltern
nachgaben.
Schließlich, was konnte schon geschehen? Bis zur Tante Emmi waren
es nur vier Kilometer.
Keine unmögliche Strecke für einen aufgeweckten
Fünfjährigen, der es gewohnt war auf sich aufzupassen.
Für David aber waren
es vier Kilometer in seinem Leben, die er zum erstenmal ganz alleine gehen
durfte.
Seine Tante Emmi und das bei ihr abzuholende Geburtstagsgeschenk
waren jetzt nicht mehr sein größter Wunsch für diesen Tag. Aber vier Kilometer
weit gehen ohne elterliche Aufsicht, ohne Ermahnungen, die sein Trödeln
betrafen, weil er immer etwas entdeckte, das aufregender als alles andere war,
diese vier Kilometer waren nun sein schönstes Geburtstagsgeschenk.
Seine
Mutter gab ihm einen Beutel mit zwei selbstgebackenen Laib Brot für die Tante.
Sein Vater drückte ihm den Wanderstab in die Hand. Noch eine letzte Ermahnung,
trödel nicht so, die Tante wird warten, dann marschierte er los.
Auf den
ersten Metern konnte er sein Glück noch überhaupt nicht richtig fassen. Er blieb
stehen, drehte sich kurz um und winkte den Eltern noch einmal zu. Sie winkten
zurück. David ging mit schnellen Schritten weiter. Erst als er um die Wegbiegung
herum und damit aus dem Blickkontakt der Eltern war, sprang er vor Freude einmal
in die Luft. Ausgerechnet heute mußte eine Kuh kalben. Aus dem anfänglichen
Ärgernis war nun ein zusätzliches Geburtstagsgeschenk geworden.
David
marschierte munter immer am Straßenrand entlang.
Vier Kilometer sind für
einen kleinen Jungen eine große Strecke.
Lange genug, um Schlachten zu
schlagen, Abenteuer zu erleben und neue Kontinente zu entdecken.
Die beiden
Brotlaibe waren sein Proviant, der Wanderstab sein Schwert. David, der
Unbesiegbare, auf seinem Kreuzzug gegen Unterdrückung und Unrecht.
Er sah
die Welt um sich herum mit den Augen des Kindes. Niemand konnte ihm heute seine
Tagträume zerstören. Wenn er seine Männer zum Angriff auf die Burg anfeuerte,
rief keine Stimme mahnend, er solle nicht herumtrödeln und das wäre doch keine
Burg sondern nur eine alte Scheune. Heute konnte er die Welt so sehen, wie er
sie sehen wollte.
Nach vielen Kämpfen und Siegen näherte er sich langsam
einer Stelle, an der sein Vater immer sagte, dort an dem Zaun wenn wir sind,
haben wir die Hälfte geschafft. Er wußte es genau, denn aus Spaß war er die
Strecke einmal mit stechenden Schritten abgegangen. Von der Haustüre bis zu dem
zerfallenen Zaun waren es genau zwei Kilometer und von dort bis zur Tante auch.
Danach hatte Vater drei Tage lang Schmerzen in den Fersen gehabt. Auch darauf
wies er David und seine Mutter jedesmal hin, wenn sie die Tante besuchten.
Für David war der Platz aber mehr. Aus dem morschen Zaun, der eigentlich gar
kein Zaun mehr war, sondern nur noch einige Bretter und Balken die von rostigen
Nägeln gehindert wurden ganz zusammenzufallen, wurde für David jedesmal der
Palisadenschutz von Robinson Crusoe.
David war jetzt Robinson. Er stellte
sich mit dem Rücken zu dem wackligen Gebilde. Seine linke Hand stützte er auf
den Stab, die rechte Hand streckte er lässig in die Hosentasche. Ernst sah er
hinaus auf den Strand, ob denn niemand kommen würde, um ihn aus seiner
Einsamkeit zu befreien. Da, was war das?
In der Ferne bewegte sich etwas.
Dort kam jemand. Freitag, dachte er, das muß Freitag sein, auf der Flucht vor
den Kannibalen.
Eine schwarze Gestalt kam immer näher. Aufgeregt hob er den
Stab. "Hierher," rief er.
"David," rief die Gestalt und sein Name brachte
ihn wieder zurück in die Wirklichkeit. Es war seine Tante, in schwarzen Kleidern
gehüllt, die da auf ihn zukam.
David begriff nur sehr langsam. Doch genau in
dem Augenblick, als seine Tante sich niederbeugte, ihn umarmte und an sich
drückte, begann er zu weinen. "Was ist denn los, David?" Die Tante strich ihm
liebevoll über das Haar. Und aus dem Scherbenhaufen zusammengefallener Zeiten
und Welten preßte er schluchzend die Worte heraus:
"Du hast mir zwei
Kilometer gestohlen."
Adalbert Hauser
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch
auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung des
Autors
Jenna saß in ihrem
Zimmer und las.
Sie las ihr Lieblingsbuch.
Jurassic Park.
Ihre Mama
sagte oft: „ Das ist noch zu anspruchsvolle Literatur für Zehnjährige.“
Pah,
was wusste die schon. Jenna war gerade auf Seite 150, als ihre Schwester Anja
ins Zimmer gestürmt kam und rief: „ Jenna, Jenna, kommst du mit zu Loch Ness?“
Okay, hier bin ich euch eine Erklärung schuldig: Es waren zurzeit Ferien und
die Geschwister machten Urlaub in der Türkei, und das Hotel war auch
gleichzeitig ein riesiger Freizeitpark, in dem man sich richtig austoben konnte.
Sie waren gestern angekommen und hatten auch gleich den Fledermaustunnel
ausgekundschaftet, seitdem Anja statt Fledermäuse Delfine als Lieblingstiere
hatte. Na ja, es war auch wirklich gruselig gewesen. Loch Ness war eine riesige
Monsterrutsche, die fast mehr als 320 m lang ist. Jenna stand auf (wenn auch
wiederwillig) und folgte ihrer kleinen Schwester nach draußen. An der Rezeption
holten sie sich einen Parkplan und folgten der lärmenden Menge nach draußen. „
Wo ist denn die Rutsche?“, Fragte Anja Jenna. Nach einem kurzen Blick stellt
Jenna fest: „Dort drüben. “ Anna folgte Jenna, die schnurstracks zu Loch Ness
lief. Sie rannten vorbei an der Achterbahn, der Fledermaushöhle und der
Tauchgrotte. Endlich waren sie da.
Anna japste: „ Mein Gott, die Schlange ist
ja mindestens `nen Kilometer lang.“ Damit meinte sie nicht Loch Ness, sondern
die Schlange an der Kasse. Jenna witzelte: „ Ich frage mich, ob wir heute noch
die Kassiererin zu Gesicht bekommen.“ Doch Anna sah woanders hin. Nur fünf Leute
vor ihr war ein Mädchen, das fast unsichtbar wirkte. Sie hatte so blasse Haut,
das sie fast durchsichtig schien. Nur ihr langes schwarzes Haar, das ihre
Schultern umschmeichelte, gab ihr einen Hinweis darauf, das sie es nicht mit
einem Gespenst zu tun hatte. Ihr Blick aber lag auf etwas anderem. Die Hand des
Mädchens lag auf dem Geländer. Oder (sie stutzte) etwa im Geländer? Anna
schüttelte den Kopf und sah noch einmal hin. Nein, wirklich im Geländer. Anna
dachte sich: „Vielleicht spinn ich einfach. “ Plötzlich fragte es von hinten: „
Hörst du mir überhaupt zu? Was murmelst du überhaupt die ganze Zeit vor dich
hin?“ „Oh“ Anna fühlte sich ertappt.
Janne,10 Jahre Jahre aus Kamenz
Goetestr. 11 Grundschule am Gickelsberg
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch
auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der
Autorin
Weihnachten mit
Zuckerguß
,,Endlich ist es Advent!" freut sich Jana und guckt auf den
Kalender.,,Und nur noch zwei Tage bis Nikolaus!Vielleicht freut er sich ja über
ein paar selbstgebackene Kekse.Vielleicht Vanillekipferl oder
Zimtsterne?"
Sofort fragt sie Mama,ob sie heute noch backen
können.
,,Klar!",antwortet Mama und sie fangen gleich an.
Die Zutaten darf
Jana selber in die Schüssel tun und den Teig ausrollen kann sie auch schon!Jetzt
nur noch die Ausstechförmchen aus der Förmchendose holen und in den
Plätzchenteig drücken;in den Ofen...und fertig!Die warmen Kekse duften lecker
nach Zimt.Jana's großer Bruder Tobias kommt in die Küche und will sich gerade
von den frischen Plätzchen bedienen,als Mama ihn erwischt und die Kekse in eine
Dose in den Schrank stellt.,,Die gibt es erst heute Nachmittag,wenn sie
abgekühlt sind." sagt Mama.
Zum Kaffeetrinken kommt Oma Elsa zu
Besuch.,,Draußen ist alles ganz weiß.",erzählt sie; ,,Und es schneit immer
noch!Wollen wir ein wenig spazieren gehen?" ,,Au ja!Ich nehme meinen Schlitten
mit!" ruft Jana und zieht sich schon ihre Jacke an.Mama ist auch einverstanden
und zusammen gehen sie los.
Apollo der Hund kommt auch mit.Er ist fast
genauso weiß wie der Schnee.Mama nimmt ihn an die Leine,die Jana beim letzten
Einkauf für ihn ausgesucht hat.Es ist eine ganz blaue.Passend zu seinem
Halsband.
Jana und Tobias fahren mit ihren Schlitten die Hügel hinunter bis
sie ganz müde und kaputt sind.Dann gehen sie nach Hause und trinken einen warmen
Kakao und essen die leckeren Kekse,die sie heute Morgen gebacken haben.Sie
schmecken köstlich!,,Aber ein paar Kekse müssen für den Nikolaus übrig bleiben!"
meint Jana zu Oma.
,,Was wünscht du dir denn eigentlich vom Weihnachtsmann?"
fragt Oma.
Jana antwortet:,,Ich wünsche mir nichts lieber als eine kleine
Katze!" ,,Na...", sagt Mama ,,...ob der Weihnachtsmann auch Katzen hat?"
Ein
paar Wochen später ist Heiligabend!Nach der Kirche liegen die Geschenke schon
unter dem pächtig geschmückten Weihnachtsbaum und die Kerzen sind schon an.Jana
und Tobias hören Weihnachtsmusik und dann klingelt ein Glöckchen.Nachdem alle
Geschenke ausgepackt sind,ist Jana ein bisschen traurig,denn eine Katze war
nicht dabei!Oma Elsa ist auch wieder da und tröstet Jana.Doch da kommt Mama duch
die Tür und hat ein ganz süßes,kleines,schwarzes Kätzchen im Arm.,,Ist die für
mich?" fragt Jana erstaunt.Mama antwortet:,,Ja.Das ist jetzt unsere Katze,aber
sie hat noch gar keinen Namen!Willst du ihr nicht einen geben?" ,,Die
Schwanzspitze sieht ja aus wie Zuckerguss!" bemerkt Oma.,,Genau.
Ich nenne
sie "Zuckerguss"!" meint Jana.,,Juhu!Weihnachten mit
Zuckerguß!"
Madeline,15 Jahre
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen
der schriftlichen Zustimmung der Autorin
Kampf
Sie
huschte durch das wehende, kniehohe Gras. Lautlos und flink.
Bereits jetzt
roch sie diesen wiederwärtigen Gestank ihres Feindes. Er war nicht mehr weit
entfernt und bald würde er sie sehen. Also sammelte sie ihre Kräfte, liess sie
pulsierend aufsteigen und entfaltete sie in einem leisen zischen.
Sie war
verschwunden.
Etwa zwanzig Fuss weiter stand eine mächtige Gestalt. Ein
Trolljäger mit seinem Dunkelwolf an seiner Seite. Wachsam stand er da, den Bogen
schussbereit und das Tier in Angriffsposition.
Er konnte keinen Feind
erkennen, weder in der Ferne, noch nahe bei sich. Entspannter packte er seinen
Bogen wieder auf den Rücken und streichelte sanft über das warme Fell seines
Begleiters.
Auf ein Mal spürte er einen harten Schlag. Er traf ihn direkt am
Hinterkopf, sodass er gelähmt in sich zusammensackte. Er hatte keine Chance sich
zu bewegen und konnte nur tatenlos zusehen, wie eine fremde Gestalt seinen Wolf
tötete.
Sein Tier biss immer wieder zu, aber die Gestalt, welche nicht in
seinem Sichtfeld war, schlug mit zwei Schwertern flink und rasend schnell zu.
Alsbald war sein Wolf tot, aber er erwachte aus seiner Betäubtheit.
Wütend
brüllend sprang er auf die Füsse und erblickte direkt vor sich eine Elfin. Ihr
silbernes Haar war lang und sah aus wie ein Fluss, der über ihren Rücken glitt.
Ihre Augen strahlten in einem kalten Weiss und der Rest ihres Gesichtes war von
einem roten Tuch verhüllt.
Sie standen sich gegenüber, warteten darauf, wer
wohl den ersten Schlag tun würde und so hatte der Troll genug Zeit um die Elfin
zu studieren.
Sie trug schwere Seemannsstiefel aus gutem Leder, eine
verbleichte Hose, wunderschöne Handschuhe und einen Gildenwams über ihrem
Brustkleid.
Sie sah gut aus, aber doch nur eine niedrigstehende Elfin. Er
würde sie ohne Probleme töten, auch ohne seinen Wolf.
Ihm gegenüber sah auch
die Elfin wachsam zu ihrem Gegner. Dieser stinkte schrecklich, denn Elfen
besassen sehr ausgeprägte Sinnesorgane.
Er trug schlanke Stiefel aus Leder,
schwarzes Beinkleid, einen mächtigen Brustpanzer und einen Helm. Sie musste
zugeben, dass er besser ausgerüstet war, aber Jäger waren ohne ihre Tiere kaum
ebenbürtig.
Sie erhob ihre Waffe, begann ihre Kraft und Wut zu sammeln und
steckte sie in ihren Angriff.
Kurz aufschreiend stürzte sie sich auf ihren
Gegner, schwang zuerst das eine, dann das andere Schwert und fügte ihm einen
tiefe Fleischwunde zu, die stark blutete.
Der Troll begann zu parieren, war
aber zurückgefallen, als der schmerzhafte Hieb ihn traf. Er nutze die Chance und
rannte von der Elfin zurück. Währenddessen zog er seinen Bogen, spannte Pfeil
und schoss seine Pfeile los.
Doch die Elfin war schneller und ihre Angriffe
tödlich. Er konnte praktisch nur zusehen, wie sie seine Rüstung zum bersten
brachte und ihn schliesslich betäubte.
Völlig reglos musste er dastehen und
konnte nur zuschauen, wie sich die Elfin kurz selbst verarztete. Das hiess, dass
sie selbst auch verwundbar war.
Sobald wieder Kraft in seine Glieder störmte
stürzte er sich auf sie und rammte sein Schwert durch ihren Gildenwams, direkt
in ihren Bauch.
Das weisse Wams begann sich blutrot zu färben und ungläubig
starrte die Elfin nach unten.
In einem neuen Impuls der Kraft stürzte sie
sich auf ihren Gegner und stach ihm in alle Glieder und in einer solchen
Geschwindigkeit, dass der Troll nur zusehen konnte.
Röchelnd sank er zuerst
auf die Knie, dann kippe er nach vorne und keuchte ein letztes Mal auf.
Die
Elfin trat zurück, begann ihre Klingen von dem Blut zu säubern und setzte sich
schliesslich hin, um ihre Wunden zu verarzten.
Es war ein langer Kampf
gewesen, aber sie hatte sich bewährt. Ein Gegner weniger in der
Schlacht.
Caty,16 Jahre aus Schweiz
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch
auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der
Autorin
Die
Geisterhöhle
In den Ferien fuhren Max und Lara mit ihren Eltern nach
Südafrika auf die Farm ihrer Tante. Als sie endlich angekommen waren, sprangen
Lara und Max aus dem Auto und rannten auf den Eingang des Hauses zu. Tante Ellen
wartete schon auf sie. Da rief die Tante: „Denise führ Max und Lara doch ein
bisschen herum!“ Sofort kam ein rothaariges Mädchen angerannt. „Ich bin Denise“,
stellte sie sich vor. „Kommt ich führ euch rum.“ Und schon lief sie los. Sie
zeigte den beiden die ganze Farm. Als sie zurück zum Haus liefen, rief Max
erstaunt. „Guckt mal da hinten ist ja eine Höhle!“ „Diese Höhle ist schon über
100 Jahre alt“, begann Denise zu erzählen. „Früher war dort ein alter Friedhof,
bis es einen Erdrutsch gab. Dabei entstand die Höhle auf dem Friedhof. Angeblich
gibt es in der Höhle Diamanten, viele Menschen haben versucht die Diamanten zu
finden. Alle die es versucht haben, wurden von Geistern heimgesucht. Deswegen
betrat seit fünfzig Jahren keiner mehr diese Höhle.“ Max widersprach:
„Papperlapapp, Geister gibt es nicht!“ „Woher willst du das wissen?“ fragte
Lara. „Na so was weiß man eben. Ich kann es dir auch beweisen“, sagte Max
herausfordernd. „Du willst doch nicht in der Höhle nach Geistern suchen?“ fragte
Denise. „Genau das will ich.“ Entgegnete Max. „Wir kommen mit!“ entgegneten die
Mädchen gleichzeitig. Schnell holten sie Lampen und Schaufeln, dann gingen sie
vorsichtig in die Höhle. Am Anfang war es noch hell, aber dann wurde es immer
dunkler. Als es ganz dunkel wurde, flüsterte Denise, die voranging: „Machen wir
lieber unsere Taschenlampen an. Sie gingen weiter. Nach einer Weile kreischte
Lara: „Meine Taschenlampe geht nicht mehr!“ und schon knallte sie gegen etwas.
Schnell leuchtete Max auf das „Etwas“. „Das ist ja nur ein alter Grabstein“
knurrte Max enttäuscht. „Puh, ist das hier unheimlich, “stöhnte Lara. „Hier ist
Ende“, murmelte Denise, die zwei Schritte vorgegangen war. Lara klopfte gegen
die Wand. Dann schüttelte sie den Kopf: „Dahinter geht es weiter“. „Graben wir
uns doch den Weg frei!“ meinte Max, der schon die Schaufel in der Hand hatte.
Sie gruben an der Seite ein Loch und schlüpften nacheinander durch. Plötzlich
hörten sie komische Geräusche. Eins hörte sich so an: Huuuhuuuhuuu“. Lara
zitterte. Das andere Geräusch hörte sich an wie dumpfe Schritte: „Dong, dong,
dong“. Jetzt zitterte auch Denise. Und schließlich noch ein Geräusch, das sich
anhörte, als ob jemand mit seinen Fingern auf etwas trommelte: „Blink, blink,
blink.“ Jetzt wurde es Max zu viel. Er wollte zurückrennen, Lara wollte auch
wegrennen. Aber Denise packte die beiden am Schlawitchen und zog sie zurück.
Denn die kluge Denise hatte das Rätsel schon gelöst. „Überlegt doch mal“; rief
sie vergnügt, „das Huuuhuuuhuuu war der pfeifende Wind und das Klopfen war
dieser leere Sarg, dessen Tür im Wind klapperte“. Sie zeigte auf einen alten
Holzsarg. „Und die Trommelei?“ fragte Max verwirrt. Lara ergänzte kurz: „Schau
das war nur das Wasser das auf den Stein tropft“. „Wie seid ihr Mädchen da nur
draufgekommen?“ wisperte Max. „Wir Mädchen sind halt klüger wie Jungs!“ kicherte
Denise zufrieden. „Blödsinn!“ schimpfte Max und verlies die Höhle. Es wurde noch
ein sehr, sehr schöner Urlaub. Lara hatte eine neue Brieffreundin, nämlich
Denise und Max hatte eine Geschichte für seinen Aufsatz.
Katharina
Kobl,10 Jahre
Achtung!
Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der
schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors
73432 Aalen/Gartenschule
Ebnat/Hedwig
Unnütze
Liebe
"Mensch! Gib ihm eine Chance! Komm,er hat es verdient!",versuchten
wir
Nelly zu überzeugen.
"Nein!Ihr könnt mir keinen Jungen aufzwängen,auf
den ich nicht stehe!",blieb sie fest bei ihrer Meinung.
Dennis steht auf
sie,aber Nelly will es einfach nicht einsehn,dass sie mit ihm gehen
soll!
"Ich würde ihm ne Chance geben,wenn er auf mich steht!",meint
Lilly.
"Ich auch!",stimme ich ihr zu.
"Was hat sie den nur?!Bei Tim war es
ja auch so und vor allem Tim kann doch bestimmt voll romantisch sein und so,ich
fänd das voll geil,wenn der auf mich steht!",schwärmt Lola.
Klar,da muss Mona
wieder kritisieren:"Der würde dich doch nur voll schnulzen,so wie ich den
einschätze!"
"Ach Quatsch!"versucht Lola Tim zu verteidigen.
Als unsere
Englischlehrerin Frau Wagner in die Klasse kommt wird unser Gespräch
unterbrochen und wir gehn alle an unseren Platz.
Englisch zieht sich hin wie
Kaugummi.
Na ja ich mag Kaugummi,aber kein Englischkaugummi!HAHAHAHA
In
Englisch bin ich nicht sehr gut,aber ich versuch mein Bestes.
Nelly dagegen
ist ein richtiges Genie ,jedenfalls in Englich=).
"Warum nimmt sie nicht
einfach,den den sie bekommt?!",flüstert mir Lola zu.
Lola sitzt neben mir und
sie nicht so gesprächig,weil sie nur von Tim träumt.
Sie war schon ziemlich
traurig als sie mitbekam,dass Tim auf Nelly stand.
Aber Lola hat nicht
aufgegeben und das finde ich so fastzinirent.
Ich steh auf Paul.
Und Paul
findet mich nur nett.
Wenigstens hat er mich am Freitag zu seinem Geburtstag
eingeladen.
Aber ich bin schon fast beim aufgeben.
Nelly probiert ihr
Bestes,es hilft nichts!
Wir überlegen alle schon,wie lange Dennis wohl noch
auf Nelly steht.
Das Blöde ist aber auch,dass Marie auf Dennis steht.
Und
vielleicht ist das auch ein Grund für Nelly,dass sie nicht mit ihm zusammen sein
will.
Weil Marie ist auch nett,sie hatte aber schon viele Freunde.
Nelly
eben nicht,deswegen soll sie auch mal einen bekommen.
Schließlich ist
Englisch vorbei und wir haben frei.
Ich rede auf dem nach Hause weg wieder
auf Nelly ein,aber sie will nicht.
"Nein!Nein!Und nochmal nein!Ich will
nicht!",meint sie.
"Na schön dann nicht!",geb ich schließlich auf,"bist du
dir sicher?"
"JA!100 Pro!",sagt sie.
Viele Tage sind
vergangen,vielleicht auch WOchen oder Monate.
Aber endlich,endlich kam die
Gute Nachricht.
Nelly ruft bei mir Abends an und erzählt:
"Dennis steht
nicht mehr auf mich!
Er steht auf Marie!
Toll
nich????"
"Ja,sauber!",stimm ich ihr zu.
Und so wurden Marie und Dennis
für eine lange Zeit ein Paar.
Judith
Diese Geschichte begibt sich
auf eine wahre Begebenheit.
Aber manche Personen in dieser Geschichte sind
auch frei erfunden.
FÜR NAOMI!
Judith,11 Jahre Autor/in aus
Bochum/
Achtung! Nachdruck
und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen
Zustimmung der Autorin / des Autors
Mein Märchen
Der
verzauberte Spiegel!
Es war einmal ein Prinz, der lebte auf einem Schloss auf
dem alles silbern war; das Besteck, die Möbel, die Kronen der Königsfamilie, ja
sogar die Kleider und Schuhe der Menschen.Dieser Prinz war unsterblich in die
Prinzessin des Nachbarschlosses verliebt, seine Liebe war so groß, dass er Tag
und Nacht an sie denken musste. Doch der Prinz wusste, dass die Liebe zu ihr nie
etwas werden würde, denn die Väter der beiden Königskinder waren so verfeindet
miteinander, dass kein Tag ohen Krieg verging.
Eines Tages, der Prinz hatte
wieder einen Krieg hinter sich, saß er gerade mir betrübtem Gesicht auf der
Mauer des Stadtbrunnens und summte ein sehr trauriges Lied, das er von einem der
Spielmänner kannte. da kam plötzlich die wunderschöne Prinzessin angeschlendert,
an die er bis eben noch gedacht hatte und die nun wahrhaftig vor ihm stand. Sie
lächelte ihn an und tauschte ihre zarten Finger in das Wasser des Brunnen. Der
Prinz war wie verzaubert von dem Anblick der hübschen Prinzessin. "Oh, mein
Prinz, willst du nicht einmal mit auf mein Schloss kommen? ich fände es
wundervoll, wenn wir einmal zusammen speisen würden.", sagte sie mit ihrer
zärtlichen Stimme. Der Prinz strahlte, die Prinzessin war gerade dabei seinen
größeten Wunsch zu erfüllen. "Gerne, meine Holde, ich reite heute Abend auf euer
Schloss!"
Endlich war der Abend gekommen und der Prinz trieb die Diener dazu
an sein Pferd zu satteln. Er stieg auf sein Ross und ritt los, immer in Richtung
der "Dunklen Burg", wie der König sein Schloss nannte. Als er schließlich
angekommen war, ließen ihn die Wachen am Tor passieren. Er steuerte auf das
Portal des Schlosses zu. Dort stand schon eine Dienerin, die ihn sofort zur
königlichen Tafel führte. Der Prinz setzte sich und bekam promt ein prächtiges
Essen aufgetischt. Er trank so viel Wein, dass er so übermütig wurde, die
Prinzessin küsste und sogar beim König um ihre Hand anhielt. Zur Überraschung
des Pinzen überlegte dieser kurz und sagte dann: "Na gut, du darfst die
Prinzessin heiraten, aber nur unter einer Bedingung: Du musst meiner Frau ihren
sehnlichtsen Wunsch erfüllen, besorg ihr den goldenen Spiegel. Er ist in einem
Land, wo den Menschen die Nase am Kinn wächst, alle auf dem Kopf laufen und eine
andere Sprache sprechen!"
Sogleich machte der Prinz sich auf die suche nach
diesem seltsamen Land von dem der König erzählt hatte. Er lief und lief, durch
Regen und Schnee, durch die Wüste bis hin zum Nordpol.
Da sah er plötzlich
ein Tor, ein Tor aus glänzender Bronze. Davor standen zwei Sphinxen, er hielt
kurz inne, doch als der Prinz merkte das die Sphinxen keine Anstalten machten
ihn aufzuhalten, schritt er auf das Tor zu. Die Wächter hielten ihn wirklich
nicht auf und als er durch das Tor geschritten war, kam ihm alles verzaubert
vor. Alles sah genauso aus wie der König es beschrieben hatte, die Leute hatten
tatsächlich die Nase am Kinn und liefen auf den Köpfen. Er schaute sich um, da
endeckte er plötzlich eine rauchende Höhle. Der Prinz trat immer näher an die
dichte Rauschdecke heran, bis er schließlich mitten drin stand und mächtig
husten musste! Und da sah er ihn, eínen risengroßen, atemberaubenden Drachen,
seine Haut leuchtete giftgrün. Aus seinem Maul kamen feurerrote Flammen, der
Prinz zuckte zurück. Doch er war sichsicher, dass hinter feuerspeienedem Biest,
der goldene Spiegel befand, den er besorgen sollte.
Er zückte sein Schwert
und ging dem Drachen entgegen. Der jedoch stieß eine stechende Flamme aus, die
den Prinzen zurückweichen ließ. Er erschreckte sich so sehr, dass sein Schwert
in die Höhe sauste, sich in der Luft drehte und dann direkt in den Hals des
Drachen stiech! Der Prinz stöhnte erleichtert auf, zog das blutverschmierte
Schwert aus dem Leib des Drachen und stapfte dann weiter und immer weiter in die
Höhle hinein. Plötzlich stand er vor sieben großen, schwarzen Türen, von denen
jede eine unterschiedliche Form hatte. Die erste sah aus wie ein Auge, die
zweite ein bisschen wie ein Krug, die dritte war eindeutig ein Baum , die vierte
sah aus wie ein Mensch, doch die fünfte, die sah aus wie ein Herz und ohne die
restlichen Türen überhaupt noch zu mustern ging er wie von selbst zur fünften
Tür. Ohne zu zögern öffnete er die herzförmige Tür, trat durch den Bogen und
schaute sich um, überall war es dunkel. Plötzlich schlug die Tür hinter ihm zu
und der Prinz war gefangen. Oder vielleicht doch nicht? Er tastete sich an der
Wand entlang, er bog um die Ecke und da war er, der goldnee Spiegel. Wie er
glitzerte und funktelte! Der Prinz schnappte sich den Spiegel und wollte schnell
wieder zurückgehehn, doch da fiel im ein, dass die Tür festverschlossen war.
Plötzlich erhellte strömendes Licht die dunkle Höhle, es schien von nirgendwo zu
kommen und der Prinz erblickte ein Seil, das von der Decke hing. Behände
kletterte er nach oben, den Spiegel unterm Arm, und gelamgte wieder ans
Tageslicht. Sofort machte er sich aus den Weg durch das Tor, zum Südpol, durch
die Wüste, durch Regen und schnee, bis er wieder zum Schloss seine Geliebten
gelangte. Der König tobte, doch er konnte nichts gegen die Hochzeit seiner
Tochter und des heldenhaften Prinzen tun! Und so lebten sie glücklich bis an ihr
Lebensende!
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...
;)
Lisa,13 Jahre Autor/in Ditzingen Gymnasium in der
Glemsaue
Achtung! Nachdruck
und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen
Zustimmung der Autorin / des Autors
DIE ZWEI SCHWESTERN
VILANA UND SYRA KLEINECK
Es waren einmal zwei Schwestern. Die eine war 10 und
die andere war 12.
Sie waren so wie andere: manchmal stritten sie sich und
oft kam auch vor, dass sie zusammen spielten.
Ihre Mutter war längst
verstorben. Ihr Vater war abgehauen, schon als die Mutter schwanger war mit
Vilana, der zwölfjährigen.
Eines Tages kam ein Paket in die
Baumkronenstrasse 105 für die Syra, die Zehnjährige. Der Postbote klingelte an
der Haustür. Vilana machte dem Boten auf, lächelte ihn an und fragte: “wollen
sie das Paket bei uns abliefern?“ “Ja, wohnt hier zufällig ein Mädchen namens
Syra?“ „Ja, da sind Sie bei uns genau richtig“ sagte Vilana. „Gut, das Paket ist
nämlich an Syra!“ „Syra kriegt ein Paket!?“ Vilana war ganz entsetzt . „Was ist
denn?“, fragte der Postbote. „Na ja, Syra kriegt sonst nie ein Paket, geben sie
es mir, ich werde es ihr zeigen. Trotzdem vielen Dank. Tschüss!!“. Vilana
stürmte die Treppe hinauf, und rief: „Syra, du hast ein Paket bekommen!“ Syra
riss die Kinderzimmertür auf: „Ich hab ein Paket bekommen? Von wem ist es denn?“
Vilana sagte: „Hier steht Tim Kleineck“ „Kleineck!?“ schrie sie, „heißen wir
nicht so!?“ „d..d.. doch, so heißen wir...“ Vilana zitterte vor Aufregung, Syra
ebenso.
Vilana sagte: „mach doch das Paket auf!“ „Ja! holst du mir Muttis
Erbmesser?“, „O.k.“ sagte Vilana und flitzte in Muttis altes Schlafzimmer, holte
wie der Blitz das Messer und rannte wieder zu Syra. Sie schrie schon auf der
Treppe: „Ich bin wieder da!!“, Syra riss ihr das Messer aus der Hand und hatte
in einer Sekunde schon fast alle Klebebänder zerschnitten, so nervös und
aufgeregt war sie.
IHR MÜSST EUCH VORSTELLEN, IHR HABT NOCH NIE EIN PAKET
BEKOMMEN ,UND PLÖTZLICH KRIEGT IHR EINS UND NOCH DAZU VON EINEM, DEN IHR GAR
NICHT KENNT, ABER DER DEN GLEICHEN NACHNAMEN WIE IHR HABT... DAS IST DOCH
SELTSAM, ODER? NA JA, KOMMEN WIR WIEDER ZU UNSERER GESCHICHTE ...
Also, beide
Schwestern rissen das Paket auf und in dem Paket befand sich eine große
Schachtel. In der Schachtel lag ein langer, langer Brief, unter dem Brief lag
eine kleinere Schachtel, in der Schachtel lag wieder eine kleinere Schachtel, in
der kleineren Schachtel lag eine noch kleinere Schachtel, darin lag eine ganz,
ganz, ganz kleine Dose und darin lag ein GOLDENER RING...........
„Das
ist aber ein wunderschöner Ring!“ sagte Syra, „so was Kostbares hatten wir noch
nie, in unserem ganzen Leben noch nicht. Glaubst du, was ich glaube?“ „Du meinst
doch nicht, daß es von Vati ist?“ fragte Vilana, „wir müssen uns sofort
erkundigen, wie unser Vater heißt!“ „Du glaubst doch nicht wirklich, daß unser
Vater Tim heißt, oder?“ fragte Syra Vilana, „das wäre so klasse, super, toll,
wenn wir Vater dann auch vielleicht sehen könnten...“ „Na ja, freu dich nicht zu
früh darauf, er könnte ja auch ganz böse und gemein sein“ sagte Vilana. „Ach
was, glaub ich nicht! Er wird mir doch sonst keinen Ring schicken oder?“ „Na ja,
vielleicht hast du ja recht. Lies doch mal den Brief!“ „Oh ja, den hatte ich
ganz vergessen! Vilana?“ „Ja, Schwesterchen?“ „Kannst du mir den Brief
vorlesen?“ „Gerne! Also, hier steht:
Der Brief ist an euch beide. Meine
lieben Töchter! Ich wohne jetzt in London. Wie geht es euch, geht es euch gut ?
ehmmmm.............. werdet ihr mir bitte noch mal verzeihen wegen damals?
Ich weiß, ich habe euch gegenüber sehr viel Unrecht getan. Es tut mir
richtig leid, Verzeihung.
Ehm..... der Ring ist für Syra bestimmt, weil eure
Mutter mir damals diesen Ring gegeben hat und mir vor ihrem Tod gesagt hatte:
„Gib diesen Ring Syra. Gott wollte es so.“
Jetzt habe ich dir, Syra, den Ring
geschenkt ... und ja, was ich noch fragen wollte: ob ich euch vielleicht am
20.6. besuchen könnte? Ich vermisse euch sehr! Auch wenn ich euch noch nicht
kenne. Wollt ihr mich vielleicht mal anrufen? Hier ist meine homenummer 01423
970550338.
Bis bald, meine süßen Töchter,
euer euch liebender
Vater“
Die beiden Schwestern waren so verblüfft, daß Syra zum Telefon und
Vilana zum Kalender rannte. Syra war so froh, dass sie die Telefonnummer schon
auswendig konnte! Es machte 2x „tuut“, dann kam eine Männerstimme ran: „Dies ist
der Anschluss von Tim Kleineck. Ich bin gerade nicht erreichbar, aber Sie können
gerne eine Nachricht hinterlassen, nach dem Piepton!
auf Wiederhören!“ Syra
legte den Hörer auf.
Da kam auch gleich Vilana, sie war außer Atem und sagte
aufgeregt: „Weißt du, welcher Tag heute ist?!“ „Ja, Donnerstag“ „Nein, ich
meinte: welches Datum!?“ „Nö, das weiß ich nicht.“ „Heute ist der 19.6!!!“
„Nicht wahr, oder?!!“ „Doch, es stimmt wirklich!“
„Oh nein, Vati kommt
morgen schon!“ „Ja, ich habe ganz genau auf den Kalender geschaut!“
Syra
schlägt vor: „wir machen heute einen Aufräumtag.“ „O.k.“ sagte Vilana.
Am nächsten Tag um zwei Uhr klingelte es an der Haustür. Beide rannten
wie der Blitz zur Tür und draußen stand tatsächlich Vater! Beide rissen die Tür
auf und riefen gleichzeitig „VATI!!!“ und fielen ihm in die Arme.
„Ich bin so
froh, euch wieder zu sehen!“ Allen drei schossen die Tränen in die Augen und sie
weinten und weinten alle drei!!!!....
UND SO LEBTEN ALLE DREI IN DEM SCHÖNEN
ZUHAUSE
IN DER BAUMKRONENSTRASSE 105
EIN RICHTIGES HAPPY
END
Muriel,11 Jahre Autor/in aus Waldorfschule Freiburg
Rieselfeld.
Achtung!
Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der
schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors
Marry
Marry lag
auf ihrem Bett und baumelte mit ihren Beinen in der Luft. Vor ihr lag ein
aufgeschlagenes Englischbuch. Sie studierte die Vokabeln gründlich um sich
morgen nicht vor der gesamten Klasse lächerlich zu machen. Exercise-Übung.Marry
gähnte! Konnte die 7. Klasse denn so langweilig sein? Noch nicht einmal Barbett
die schlechteste in der Klasse kam im Englischunterricht ins grübeln. Plötzlich
leuchtete der Display von Marrys Handy auf." 06751/ 88445630?", murmelte sie.
Die Nummer war ihr unbekannt.Trotzdem nahm sie ab." Marry Deuter?", fragte sie.
Eine Jungenstimme ertönte: " Hallo Marry, ich habe deinen Busfahrschein
gefunden. Den hast du in der Cafeteria liegen gelassen!" Marry erkannte die
Stimme es war Marco aus ihrer Klasse. " Oh, wo soll ich ihn den abholen?",
stotterte sie, insgeheim war sie in Marco verknallt. " Wie wär´s morgen am Café
Lotta nach der Schule?", fragte Marco als wäre es ein Date. "Okay!",antwortete
Marry. Marco legte auf.Fast hätte Marry einen Luftsprung ausgeübt doch da fiel
ihr knallhart ein, dass Marco doch schon vergebenist.Und das ausgerechnet an
Marrys beste Freundin Lara.Ach was, Marco wollte doch nicht mit Marry ausgehen!
Sie küsste ihr Englischbuc wobei der rote Lippenstift auf der Seite mit den
Vokabeln hängen blieb.Oh nein, ausgerechnet auf dem Wort Date!
Sie rubbelte
mit ihrem Top wie verrückt auf dem roten Abdruck rum, doch er blieb."
Hoffentlich bemerkt niemand was!", dachte Marry.
Am nächsten Tag in der
Schule hatte sie den roten Fleck schon längst vergessen.Deshalb schlug sie
einfach ihr Buch auf der Vokabelseite auf.Da sah sie ihn! Den Lippenstift.Sie
wollte das Buch zuschlagen doch da fragte Lara schon mit einem Grinsen im
Gesicht: "Du hast ein Date?" "Mit meinem Freund aus Australien er ist zu
Besuch!", antwortete Marry ohne zu wissen was sie da sagte. Gerade als Lara
weitersticheln wollte kam Frau Drankammer ihre Englischlehrerin in die
Klasse.Den Rest des Tages ging Marry Lara unfreiwillig und mit sehr schlechtem
Gewissen aus dem Weg.
Nach der Schule rannte sie sofort ins Café und suchte
sich einen freien Platz.Wo blieb Marco bloß? Als Marry schon fst gehen wollte
kam Marco.Er sah sich um und als er Marry erblickte kam er auf sie zu.Schwarze
Haare Jeans und Fußballshirt! Marry war hin und weg.Marco setzte sich zu ihr.Er
lächelte: " Hier ist deine Karte" Marry ergriff sie.Pfüfend sah sie in das
Innere der Plastikhülle.
Doch neben ihrer Karte steckte ein Stück Papier.
Marry entfaltete das Papier und las: Liebe Marry, ich weiß nicht wie ich es
sagen soll, also mache ich es kurz! Willst du mit mir gehen? " Aber was ist mit
Lara?", fragte sie. " Mit der hab ich doch schon lange Schluss
gemacht!",antwortete Marco. Da überkam die Wut in Marry die Überhand. Sie schlug
Marco ins Gesicht! " Das stimmt nich ich hab euch gestern noch gesehen! Und ich
lasse es nicht zu dass du Lara betrügst!" Damit sprang sie auf und rannte
davon.Glück erfüllte sie.
Wahre Freundinnen halten eben immer
zusammen.
Egal welcher Junge auch kommt!
Zoe Elburn,10 Jahre Autor/in
aus Saarbrücken Rotenbühl Gymnasium
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen
der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors
Wie eine Fee zu den
Sternen…
Die traurige Geschichte eines 16-jährigen
Mädchens
Ein paar Anfangsworte von
mir…
Ich möchte eine Geschichte erzählen. Sie ist nicht schön, nichts für
Menschen, die auf Happyends in Büchern aus sind. Ich verrate es gleich – diese
Geschichte hat kein Happyend. Sie handelt von meiner besten Freundin. Ich
bezeichne sie noch immer so, auch wenn sie jetzt nicht mehr hier ist. Die
Geschichte ist vor drei Jahren passiert. Hier in Kupsal in der Nähe von Leipzig.
Sie ist zu meiner Geschichte geworden. Mein Leben wurde durch sie geprägt, trägt
Spuren von ihr. Sie zeigt das echte Leben, so wie ich es niemals so nah bei mir
erwartet hätte. Niemand hier hätte es erwartet. Nicht hier. Nicht in Kupsal, wo
es nur einen Bäcker, eine Gesamtschule, eine Feuerwehr und seit neuestem einen
Penny-Markt gibt; wo man in die nächste Stadt fahren muss, um an eine
vernünftige Tankstelle zu kommen.
Fee hatte nichts von einer Fee, außer
vielleicht am Ende, als sie wie eine Fee zu den Sternen flog. Es hat drei Jahre
gedauert, bis ich ihre Geschichte aufschreiben konnte, doch nun werde ich es
versuchen. Ich werde Fees Foto ins Licht rücken, ihr Kokosparfüm ins Zimmer
sprühen und einfach beginnen.
Jetzt.
Es fing an
im April vor drei Jahren. Da bemerkte ich zum ersten Mal, dass etwas nicht
stimmte. Nicht stimmen konnte. Falsch lief. Fee wehtat. Es war ein sehr heißer
April. Nicht mal nachts sank die Temperatur unter die 20 Gradgrenze. Alle waren
gereizter, allen lief der Schweiß in Strömen übers Gesicht, von einer kühlen
Briese war keine Spur.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich von der
Schule nach Hause gelaufen bin. Durch den Kies im Park, mit schmerzenden Füßen,
weil die neuen dunkelblauen Ballerinas nun doch noch nicht so gut saßen, wie sie
sollten. Zu der Zeit besuchte ich noch wie Fee die zehnte Klasse der Realschule
und musste mich schon jetzt auf die Abschlussprüfung im Juli vorbereiten. Ich
wollte nach Leipzig ziehen, zu meinem Vater, und dort eine Lehre als
Kosmetikerin beginnen. Fee hatte vor, sich zur Krankenpflegerin auszubilden,
allerdings nicht in Leipzig. Wir würden uns so vermissen. Sie war schon immer
meine beste Freundin gewesen. Wir hatten immer zusammengehalten, hatten so viel
erlebt und im Winter viele Tage auf ihrer oder meiner Couch verbracht und alte
Filme gesehen. Fee nicht mehr jeden Tag sehen zu können, wäre furchtbar.
Als
ich die Wohnungstür öffnete, roch ich sie bereits. Kokosnussduft. Ihr liebstes
Parfüm im Moment. Sie war direkt süchtig danach. Arash, der neue Freund meiner
Mutter, konnte es nicht ausstehen.
„Feelilein!“, rief ich und sie tauchte
vor mir auf. Breites Grinsen. Grüne Augen. Schulterlanges welliges Haar.
Schwarzes Top und Jeansmini.
Sie umarmte mich stürmisch. Fee war immer ein
Mensch gewesen, der seine Gefühle der ganzen Welt zeigte. Sie wollte, dass man
sah, wie es ihr ging.
Ich weiß noch, dass sie mich dann fragte, ob wir ins
Café gehen könnten. Ich stimmte zu. Es war einfach zu heiß in der kleinen
Wohnung unterm Dach.
Im Café bestellten wir Cola und rückten unsere Stühle
soweit wie möglich in den Schatten der grün-gestreiften Sonnenschirme.
„Wie
war’s bei Sven?“, fragte ich. Sven war Fees Freund. Seit etwa einem Monat. Ich
hatte ihn erst einmal gesehen und fand ihn irgendwie seltsam. Für mich war er
jemand, von dem ich mich fernhalten würde, begegnete ich ihm auf der Straße. Er
hatte kurze braune Haare und einen dünnen Mund. Seine Augen blickten einen immer
abschätzend und von oben herab an. Er war mir unsympathisch, auch wenn ich das
Fee gegenüber nie erwähnte. Sie wäre verletzt gewesen. Sie nahm die Dinge immer
so schrecklich ernst.
„Gut. Er zieht ja bald nach Potsdam. Da kann ich ja
mitkommen! Die Krankenhäuser da sind sicher nicht schlecht.“
„Fee? Du bist
gerade mal sechzehn. Nur weil er drei Jahre älter ist, kannst du nicht einfach
allein mit ihm wohnen. Ihr seit erst seid einem Monat zusammen!“ Sie war mal
wieder viel zu voreilig.
„Ich weiß, dass du ihn nicht magst, weißt du, Su?
Ich weiß das. Auch ohne, dass du es mir sagst, und ich finde…“ Ich weiß bis
jetzt nicht, was Fee fand. Ihr Handy klingelte und sie wühlte es aus der
Unordnung in ihrer dunkelgrauen Tasche. Als sie auf das blinkende Display
blickte, verzog sie leicht das Gesicht. Ich war mir sicher, dass es ihre Mutter
war, die wollte, dass sie nach Hause kam, darum auch der genervte
Gesichtsausdruck, aber auf die Art, wie Fee sich meldete, konnte es unmöglich
jemand anderes als Sven sein. „Hallo, Schatz.“ Ihre Stimme bebte. Sie schaute
auf ihre Knie und ihre freie Hand verkrampfte sich. Ich runzelte die Stirn.
Wusste nicht, was los war. Warum sie sich so verkrampfte. Ich verstand nicht.
„Ich muss los“, sagte sie, kurz nachdem sie aufgelegt hatte. Das Beben in
ihrer Stimme war noch nicht ganz verschwunden.
„Was? Das kann doch nicht
dein Ernst sein! Unser Treffen dauerte gerade mal zwanzig Minuten! Das war doch
Sven, oder?“ Als sie nickte, den Blick noch immer nach unten gerichtet, das
Gesicht ausdruckslos, schüttelte ich verständnislos den Kopf. „Na toll“, sagte
ich verärgert. „Toll, ich dachte, wir machen uns einen schönen Nachmittag. Aber
nein, Sven funkt dazwischen. Er pfeift und du springst. Wie ein Hund. Du hast
ihn doch schon den ganzen Tag gesehen! Warum…“ Doch sie unterbrach mich. Jetzt
war Verärgerung in ihrem Gesicht zu lesen.
„Du hast keine Ahnung. Und ich
springe nicht, wenn er pfeift.“ Damit knallte sie das Geld für ihre Cola auf den
Tisch und lief über den Platz zu einem dunklen Auto. Die Scheibe an der
Fahrerseite war heruntergelassen, ich konnte Sven erkennen. Ich konnte seine
Stimme bis ins Café hören, verstand aber nicht, was er sagte. Ich weiß nur noch,
wie wütend sie klang. Er machte wüste Handbewegungen in meine Richtung, stieg
dann plötzlich aus und packte Fee am Handgelenk. Jetzt konnte ich auch ihre
Stimme hören. Auch sie klang aggressiv, auch wenn ich ein bisschen Angst
heraushörte. Sie versuchte sich loszumachen, ihn wegzustoßen, doch er schob sie
auf die andere Autoseite und stieß sie ins Fahrzeug. Dann stieg er selbst ein
und sie fuhren davon.
Fee,
dieser Tag war schlimm. Für mich und ich
glaube auch für dich. Du hast so gereizt gewirkt, auch als du mit mir zusammen
warst, obwohl du versucht hast, es mit guter Laune zu überspielen. Das war neu
für mich. Du hast noch nie versucht, deine Gefühle zu verstecken. Du hast mich
auch noch nie wegen einem Jungen sitzen gelassen. Und vor allem hast du es noch
nie zugelassen, dass man dir wehtut. Und er hat dir wehgetan. Auch wenn du es
immer wieder abstrittst. Du hattest immer deinen eigenen Kopf, wusstest immer,
was du wolltest, warst die „Stärkere“ in unserer Freundschaft. Er zerstörte
dich. Sven zerstörte dich, ich spürte es an dem Tag. Er ließ etwas in dir
zerbrechen, das zu dir gehörte. Das machte mir Angst. Ich wusste nicht, was ich
machen sollte, was ich tun konnte. Ich hatte Angst, dass ich übertrieb, dass
wirklich alles nicht so schlimm war, dass ich es nur falsch verstanden hatte.
Tief in mir wusste ich vielleicht, dass das nicht so war, aber ich wollte, dass
alles wieder normal wurde, ich wünschte mir, dass alles gut war. Fee, meine
beste Freundin, ich tat nichts, was dich von ihm befreite. Aber ich hätte auch
nichts tun können. Du hattest dich in ihm festgebissen und liest nicht mehr los.
Du klammertest dich an ihn und machtest, was er wollte. Du warst von ihm
abhängig. Nur wusste ich noch nicht, wie sehr.
Mit all meiner Liebe,
Su
Die nächsten Tage
versuchte ich mit Fee zu reden, doch sie sprach nicht über Sven. Sie beteuerte
nur immer wieder, dass er ihr nicht wehgetan hätte, dass ich sie doch so gut
kannte, dass ich wissen müsste, dass sie sich dann wehrte. Ja, eigentlich wusste
ich das, aber ich war mir nicht mal mehr sicher, wie gut ich sie kannte. Es gab
eine neue Fee, die aus der alten herausbrechen wollte, von ihr Besitz ergreifen
wollte, und ich musste das verhindern. Ich wusste nur nicht, wie. Bis jetzt weiß
ich nicht, wie ich das hätte verhindern können.
Die neue Fee war ein
Mäuschen, das keinen eigenen Willen hatte, tat, was man von ihm wollte und
niemanden an sich ranließ, der etwas gegen Sven sagte. So viel hatte ich bereits
von ihm mitbekommen. Genug um zu wissen, dass ich es nicht mochte.
Im Laufe
des Aprils fragte ich Fee immer wieder, was mit Sven war.
„Du steigerst dich
in etwas hinein, das nicht da ist!“, fauchte sie mich eines Tages an. „Wie oft
hast du Sven jetzt gesehen? Zwei Mal? Und da meinst du, du kennst ihn? Lass mich
doch einfach mal in Ruhe meine Beziehung leben. Er liebt mich! Er würde nie
zulassen, dass mir etwas geschieht.“
„Warum guckst du mich nicht an, wenn du
so was sagst, Fee? Warum kannst du mir das verdammt noch mal nicht einfach ins
Gesicht sagen? Irgendetwas stimmt nicht und ich will wissen, was. Es macht dich
kaputt. Und unsere Freundschaft auch.“
„Dann halt dich aus meinen
Angelegenheiten heraus!“ zischte sie, und als sie das sagte, schaute sie mich
an. Ihre Augen waren zornig, kalt und abweisend.
Von dem Tag an merkte ich,
wie Fee mir aus dem Weg ging. Wenn wir uns in der Schule sahen, verschwand sie
aufs Klo und schloss sich ein; wenn ich versuchte sie anzurufen, drückte sie
mich weg und ihre Mutter erzählte mir immer, sie sei nicht da. Was sogar stimmen
konnte, denn ich sah sie oft zusammen mit Sven - allerdings immer in seinem
Auto.
Es war, als würde jemand sie vor mir schützen, und ich war sicher, dass
dieser Jemand Sven war. Ich musste mit jemandem darüber reden, doch meine Mutter
und ihr afghanischer Liebhaber kamen da nicht in Frage. Immer mehr steigerte ich
mich in den Gedanken hinein, dass ich es auch allein schaffen konnte. Ich würde
damit fertig werden, nahm ich mir vor. Aber ich schaffte es nicht.
Liebe
Fee,
Sven beschützte dich vor mir, nicht wahr? Du hattest ihm erzählt, was
ich von ihm hielt, und jetzt versuchte er uns auseinander zu reißen. Und es sah
tatsächlich fast so aus, als würde er es schaffen. Er holte dich von der Schule
ab, damit wir nicht zusammen nach Hause gehen konnten, er war ständig in deiner
Nähe. Und wenn nicht körperlich, dann gab es dein Handy, das ununterbrochen
klingelte. Ich bin nicht dumm, Fee, ich weiß, dass er dich tyrannisierte, auch
wenn du noch immer behauptet hast, dass ich mich nur in etwas hineinsteigern
würde. Das war nicht so. Du hattest Angst, Sven zu verlieren, wenn dir selbst
klar werden würde, dass er nicht gut für dich war. In dieser Zeit verändertest
du dich so schrecklich. Es war der schlimmste Sommer meines Lebens.
Fühl dich
ganz fest in den Arm genommen, Su
Ich glaube, einer der
schlimmsten Tage dieses Sommers war der 21. Mai. Da fühlte ich mich besonders
hilflos, besonders schrecklich, besonders einsam. Aber ich fragte mich auch, wie
Fee sich fühlen musste. Wie fühlt sich ein Mensch, der solche Dinge erlebt? Auch
wenn ich zu dem Zeitpunkt nicht mal sicher sein konnte, ob Sven ihr wirklich
Gewalt antat, sie tatsächlich schlug. Aber die Vermutungen und Indizien begannen
sich zu häufen.
An diesem 21. Mai, ein Freitag, wenn ich mich richtig
erinnere, bin ich in der dritten Stunde, Physik, aufs Klo gegangen. Ich weiß
nicht, ob ich es mir jetzt im Nachhinein bloß einbilde, aber ich hatte ein
schlechtes Gefühl, als ich die Klinke runterdrückte und die Tür aufstieß. Ich
hatte Angst, was mich erwartete, obwohl es doch nur ein Schulklo war! Aber mein
Gefühl täuschte mich nicht.
Ich sah Fee. Sie stand mitten im Raum, vor den
Waschbecken und guckte sich im Spiegel an.
Sie schien nicht damit zu rechen,
dass jemand reinkommen könnte, denn das schwarze T-Shirt, das sie trug, hatte
sie hochgeschoben. Sie blickte auf ihren Oberkörper. Vielleicht war das der
Grund, warum sie mein Kommen noch nicht bemerkt hatte. Fast wäre mir lieber
gewesen, sie hätte das Oberteil so schnell wie möglich runtergelassen oder wäre
einfach nicht da gewesen. Denn das, was ich sah, wollte ich nicht
sehen.
Blau. Ich sah blau, grün und teilweise auch gelb. Am Rücken, an der
Seite, an den Rippen, Fees ganzer Körper war voller blauer Flecken. Es sah
einfach nur schrecklich aus. Ich habe noch nie etwas gesehen, das mich so
entsetzt hat wie Fees Oberkörper. Ich bewegte mich nicht. Ich konnte nicht. Ich
konnte mich weder bewegen, noch sprechen. Ich stand einfach da, in der Tür,
betäubt, wie versteinert und guckte auf die Blutergüsse.
In dem Moment, in
dem ich da stand, kam es mir ewig vor, bis sie mich bemerkte. Wenn ich jetzt
noch einmal darüber nachdenke, glaube ich, dass es nur ein paar Sekunden waren.
Doch diese Sekunden hatten gereicht, um mir dieses Bild von Fees Körper für
immer einzuprägen. Manchmal träume ich davon.
„Hau ab.“ Ich zuckte zusammen,
als wäre ich von Fee angeschrieen worden. Dabei war ihre Stimme leise und
kratzig. Ihr T-Shirt hatte sie mit einem Ruck heruntergezogen. Ich blickte in
ihr Gesicht. Die schwarze Schminke war in Striemen darüber gelaufen und ihre
Augen glänzten feucht. Sie versuchte, die verlaufene Wimperntusche zu entfernen,
hatte allerdings kaum Erfolg. „Hau ab“, sagte sie noch mal. Ich spürte, wie sich
mein Magen zusammen zog, wie immer, wenn ich Angst habe. Meine Hände fingen an
zu zittern, ich konnte sie kaum noch kontrollieren.
„War das Sven?“, fragte
ich und deutete auf ihren Bauch. Sie antwortete nicht. Ihre ständige Stille,
dieses Abweisende, mit dem sie sich umgab, machte mich rasend. „War das Sven?“,
wiederholte ich lauter, fast schreiend. „Lass mich! Geh weg, Su, bitte! Geh
einfach weg, bitte, bitte geh!“, flehte sie mich an. Ich hielt es kaum aus, in
ihre Augen zu blicken, die sich wieder mit Tränen füllten und dann
überschwappten. „Lass mich in Ruhe!“ Sie flüsterte nur. In ihren Augen konnte
ich die Wut sehen, die sie gegen mich spürte, aber sie wirkte einfach zu
schwach, um mich anzuschreien.
„Sag es mir!“ Jetzt schrie ich wirklich. Ich
ging zu ihr und schüttelte sie. „Fee! Sag mir, ob das Sven war! Sag es!“ Ich
kreischte, merkte, wie die Hysterie die Oberhand bekam. Fee stand vor mir, die
Arme vor dem Körper verschränkt, den Kopf eingezogen. „Weißt du eigentlich, wie
du aussiehst, Fee? Dein ganzer Körper ist blau! Bitte, wenn du nicht mit mir
reden willst, dann geh zu irgendjemandem, der dir helfen kann, geh zur Polizei,
zum Psychologen, zu wem auch immer, aber rede mit jemandem!“ Noch während ich
das sagte, fiel mir auf, wie dumm das war. Nicht mal ich traute mich, mit
jemandem zu reden, wie sollte Fee es dann können?! Ich dachte nicht nach, bevor
ich redete. Ich erzählte einfach Dinge, die zu der Situation passten, die ich
mal aufgeschnappt hatte, und das, weil ich einfach nicht wusste, was ich sonst
sagen sollte. Weil ich überfordert war.
„Sag doch mal was!“, schrie ich und
meine Stimme schallte von den gekachelten Wänden wider. In entscheidenden
Momenten ist die Stimme wertlos, hatte jemand hinter Fee auf die verdreckten
Kacheln geschrieben. Ich schüttelte den Kopf und ließ sie los. Ich zitterte
immer noch.
Trotzig blickte sie mich an. „Ich bin aus meinem Bett gefallen,
okay? Letzte Nacht. Lässt du mich jetzt gehen? Wenn du schon nicht
verschwindest.“
„Ja, klar!“, rief ich. „Aus dem Bett gefallen! Lass dir doch
helfen! Und bleib hier!“ Ich versuchte sie festzuhalten, aber die Tür fiel zu
und Fee war verschwunden.
Ich stand da und fühlte, wie ich schwächer und
schwächer wurde, die Hysterie sich in Mutlosigkeit verwandelte. Ich sank auf den
Boden. Ich versuchte mich zu beruhigen, wollte nicht mehr zittern und an nichts
mehr denken. Aber das ging nicht.
Als ich irgendwann wieder aufstand und in
den Spiegel blickte, sah ich, dass ich geweint und es einfach nicht bemerkt
hatte.
Fee,
mein Gott, Fee, so fertig wie an diesem Tag war ich,
glaube ich, noch nie. Ich frage mich, ob du sauer auf mich warst, weil ich
nichts gemacht habe. Innerlich sauer. Vielleicht hast du gehofft, dass ich alles
wieder gut machen kann. Ich konnte das nicht.
Ich wollte so gerne Gewissheit.
Ich wollte so gerne so naiv sein und dir glauben, dass du aus dem Bett gefallen
bist. Aber was hätte dir das geholfen? Ich konnte wenigstens versuchen mit dir
zu reden. Ich wusste ja noch nicht, dass es erfolglos sein würde.
Nach
unserem Treffen auf dem Klo trugst du nur noch lange Klamotten. Pullover, Jeans,
Klamotten, die soviel von deinem Körper wie möglich verdeckten. Hatte Sven dir
nun auch an Armen und Beinen Verletzungen zugefügt, oder wo waren Röcke und Tops
geblieben, die man normalerweise im Sommer trägt?
Mein Gott, hatte ich Angst
um dich!
Aber denk dran, auch wenn ich dich angeschrieen habe, ich habe nie
aufgehört, dich lieb zu haben, und werde es auch nie
tun.
Su
So verging die
Zeit…
Und ich nahm kaum noch etwas wahr. Alles flog einfach so an mir
vorbei, die Schule, meine Familie, die Abschlussprüfungen, der ganze Alltag. Nur
wenn ich an Fee dachte, sah ich klar. Ich wusste, dass ich ihr helfen musste,
weil sie sonst nie wieder aus dem schwarzen Loch herauskommen würde, in dem sie
saß.
Ich sah Fee nicht mehr oft. Sie ging nur noch selten zur Schule und im
Dorf konnte ich weder von ihr, noch von Sven, noch von seinem Auto eine Spur
entdecken. Der Gedanke, dass sie versuchte, mich auszublenden, rauszuschieben
aus ihrem Leben, machte mich ganz krank.
Der Juni ging vorbei, ohne, dass
ich auch nur ein Wort mit ihr gewechselt hätte. Ich fühlte mich ganz kaputt, als
bestünde ich innerlich aus Glas und sei einfach zerbrochen.
Wenn mir Fee doch
mal über den Weg lief, erschrak ich immer wieder aufs Neue. Das war nicht die
Fee, die ich kannte. Das war ein Wesen, das ich nicht kennen wollte. Ein Wesen
mit schwarzen Klamotten, schmalen Schultern, eingefallenen Wangen und Augen, die
riesig wirkten. Die Schultern immer hochgezogen, den Kopf ängstlich hin und her
zuckend, bewegte es sich fort. Fee hatte immer eine wunderschöne Figur gehabt,
schlank und trotzdem weiblich. Jetzt war sie einfach nur mager. Sie sah aus, als
würde sie gleich zerbrechen. Es war grauenhaft. Ich weiß noch genau, wie ich
eines Abends im Bett lag, mir die dürre, kleine Gestalt im Kopf herumspukte und
ich dachte: Ich will sie nie mehr sehen. Ich weiß noch, wie ich vor mir
erschrak, mich vor mir ekelte, weil dieser Gedanke so schrecklich war, so
egoistisch und so nutzlos. In den Sekunden nach diesem Gedanken fühlte ich mich,
als hätte ich sie verraten. Ich machte mir Vorwürfe. Niemandem war geholfen,
wenn ich sie nicht mehr sehen würde, am wenigsten Fee. Ich durfte einfach nicht
aufgeben, ich durfte sie nicht hängen lassen, ich musste wenigstens versuchen
ihr zu helfen. Auch wenn eine Stimme in mir sagte, dass ich das nicht schaffen
konnte. Und ich hasste mich dafür, dass ich ihr glaubte.
Meine Lieblings
– Fee,
Ich glaube, niemand kann erraten, wie es dir in dieser Zeit ging. Wenn
ich mich schon schrecklich fühlte, wie musste es dir gehen? Wir kamst du damit
zurecht? Du hast immer jemanden zum Erzählen gebraucht, wenn es dir schlecht
ging, damit deine Gefühle sich nicht in dir“ festfressen“ konnten. Das hast du
mir in der sechsten Klasse erklärt und ich nahm mir vor, immer für dich da zu
sein. Dieses Versprechen habe ich gebrochen, ausgerechnet dann, als du am
meisten jemanden zum Reden brauchtest, als du bestimmt viel zu viele Gefühle in
dir hattest, die sich bestimmt alle festgefressen haben. In deiner Seele, tief
in dir drin.
Immer wieder wollte ich jemandem von dir erzählen, denn dein
Leide, riss mich allmählich mit. Ich spürte, dass auch ich schwächer wurde,
weniger Energie in mir trug. Was war in dir los, wenn deine Gefühle sich
festgefressen haben? Wie hat sich das geäußert?
Bitte, verzeih mir, dass ich
keine Hilfe für dich geholt habe, Fee. Ich habe es einfach nicht
geschafft.
Su
Anfang Juli beschloss ich, sie zu suchen.
Ich wollte mit ihr reden, sie zwingen mit mir zu sprechen, die alte Fee finden.
So weit ist es nie gekommen.
Aber ich habe Fee gesucht. Stundenlang bin ich
durch Kupsal gelaufen, habe überall nach dem dünnen Mädchen gesucht, das sich
verloren hatte. Ich glaube, so kann man das ausdrücken. Fee hatte sich verloren.
Die Abschlussprüfungen waren vorbei, meine gesamte Schulzeit hier war vorbei.
Fee hatte ich seit Tagen nicht gesehen, die letzte Prüfung, Geschichte, hatte
sie einfach ausfallen lassen.
Ich ging fast täglich zu Fees Haus und fragte
nach ihr, aber nie war sie da. Jedes Mal hätte fast angefangen zu weinen, wenn
ich den freundlichen Blick ihrer Mutter sah, die scheinbar nichts ahnte, und sie
sagen hörte: „Nein, Fee ist nicht da. Tut mir Leid, Su. Soll ich ihr was
ausrichten?“ Immer der gleiche Spruch. Manchmal fragte sie noch, wie die
Prüfungen waren.
Warum bemerkte sie nichts? Sie musste es doch bemerkt haben,
wenigstens, dass ihre Tochter sich verändert hatte! Aber ihr nettes, faltenloses
Gesicht verriet anderes.
Als ich eines Tages wieder abgewiesen wurde, konnte
ich die Tränen nicht mehr zurückhalten. Ich stürzte aus dem Haus, rannte die
Hauptstraße hinunter. Irgendwann wurde ich langsamer. Fee, Fee, Fee, klopfte
mein Herz. Ich schluchzte und rang nach Luft. Ich weinte wie ein Baby.
Und
plötzlich hörte ich eine Stimme hinter mir. „Su“, sagte sie. Ich drehte mich um.
Schon war mein Gesicht in einen schwarzen, nach Männerdeo riechenden Pullover
gedrückt. Meine Arme umschlangen einen Körper, der nur noch aus Knochen bestand.
Ich spürte jede Rippe. Es war ekelhaft. Und trotzdem war ich überglücklich, dass
Fee da war. Dass sie da war und mich festhielt. Irgendwo in ihr drin musste wohl
doch noch die Fee stecken, die ich kannte, das hilfsbereite Mädchen, das keine
Tränen sehen konnte.
„Sch…“, machte Fee. „Alles in Ordnung. Es wird alles
gut.“ Ich blickte sie an und sie ließ mich abrupt los. Ich konnte auch in ihren
Augen Tränen schimmern sehen, wie kleine Diamanten, die in der Sonne funkelten.
„Was war denn?“, fragte sie, versuchte aber, meinem Blick auszuweichen. Und auf
einmal brach sie auf dem Asphalt zusammen. Sie lag da, zusammengerollt, wie ein
Baby und ihr Körper schüttelte sich, so sehr weinte sie.
„Fee!“, versuchte
ich sie zu beruhigen und kniete mich neben sie. Hilflos strich ich ihr über den
Rücken, spürte jeden Wirbel herausstechen, spitz wie ein Nagel. Ich wusste
nicht, wie ich sie anfassen sollte, nachdem ich monatelang nicht richtig mit ihr
gesprochen habe. Sie zitterte, zuckte und weinte heftiger, als ich je einen
Menschen habe weinen sehen. Das Glücksgefühl, das mich durchzogen hatte, als sie
mich in den Arm genommen hatte, verschwand augenblicklich.
Irgendwann wurde
sie ruhiger und setzte sich vor mich, die Knie angezogen.
„Su, ich muss dir
etwas erzählen“, fing sie an. Ich sah ihr Gesicht an. Guckte es genau an,
inspizierte es, hielt jede Veränderung fest. Ihre großen grünen Augen, wirkten
trotz der Tränen, die noch immer in ihnen schimmerten, stumpf, ihre
Wangenknochen zeichneten sich ungesund ab und um ihren Mund waren dünne Falten,
die nach unten zeigten und die ich da noch nie zuvor gesehen hatte. Ich merkte
mir jedes Detail, speicherte es wie ein Foto in mir ab und behielt es in meinem
Kopf. Ich sah die Haarsträne, die ihr übers linke Auge fiel, den grauen,
verwischten Lidschatten, der nicht ganz richtig aufgetragen wurde. Ich bemerkte,
dass die Tränen eine breite Spur durch Make-up und Puder geschlagen hatten.
„Du…“, wollte Fee fortfahren, doch plötzlich hörte man einen Schrei, der
alle Menschen auf der Straße zusammenfahren ließ. „Du kleine Schlampe!“ Ich sah
hoch und hätte auch so gewusst, wer so geschrieen hatte. Sven kam auf uns zu.
Mit riesigen Schritten, die Augen zusammengekniffen. Fee atmete zischend ein,
sprang auf und trat einen Schritt von mir weg. Ich sah die Angst in ihr.
Todesangst. Sven packte sie am Oberarm und zerrte sie an seine Seite. „Was
machst du hier? Mit der?“, schrie er Fee an.
„Wir haben uns zufällig
getroffen“, piepste sie zurück, mit einer Stimme, die ich bei ihr noch nie
gehört hatte. „Dann sorg verdammt noch mal dafür, dass das nicht noch mal
passiert, alles klar?“, brüllte er und schubste sie so stark von sich weg, dass
sie taumelte und beinahe das Gleichgewicht verloren hätte. Ich sah mich um. Die
Leute taten, als sähen sie nichts. Von Zivilcourage keine Spur.
„Sven, wir
können uns treffen, wann wir wollen, du spielst dich zwar so auf, bist aber
nicht ihr… ihr Macker, der über sie bestimmen kann!“, versuchte ich Fee zu
verteidigen.
Er beugte sich zu mir vor. „Du hast hier überhaupt nichts zu
melden, kapiert? Du hältst schön deine billige Fresse, sonst muss ich dafür
sorgen. Und lass die Finger von meiner Freundin, alles klar?“ Er schlug mir auf
die Wange. Nicht zu fest, aber doch so, dass meine Hand reflexartig an mein
Gesicht schnellte. Ich wollte noch etwas sagen, irgendwas, etwas, das Fee
vielleicht helfen würde, aber Sven riss sie an seine Seite und bog mit ihr in
eine Seitengasse ein.
„Fee!“, rief ich ihnen noch hinterher, so laut ich
konnte. Sie drehte sich noch einmal um, die Augen ängstlich aufgerissen und
schüttelte hektisch den Kopf.
Ich habe nicht gewusst, dass das das letzte
Mal war, dass ich ihr Gesicht sehen würde.
Ich weiß nicht, was man zu
diesem Tag sagen kann, Fee. Ich habe einen Einblick in Svens und deine Beziehung
bekommen, einen tieferen, als mir lieb war. Und ich habe endlich aus deinem Mund
die Bestätigung dafür bekommen, dass etwas nicht okay war, dass etwas dir nicht
gefiel. Denn dein „Su, ich muss dir was erzählen“ reicht mir aus. Ich war
glücklich, dass du mich in den Arm genommen hast, ich war so glücklich wie schon
lang nicht mehr. Ich dachte, dass jetzt wieder alles gut werden würde, ich
glaubte im Prinzip den Worten, die du benutzt hattest, um mich zu beruhigen. Mir
sind so viele Gedanken durch den Kopf geschossen. Sie hat sich von Sven
getrennt, Sven will sie nicht mehr, solche Gedanken. Aber keiner davon war der
Fall.
Sven ist so gewalttätig. Das habe ich gemerkt. Und ich habe gemerkt,
dass du gegen ihn keine Chance hast. Ich nahm mir vor, ihn anzuzeigen. Ich
hoffte, vor allem dir damit zu helfen. Ich wusste ja noch nicht, was am nächsten
Tag geschah.
Ich schicke dir tausend Umarmungen,
Su
Fee!
Ich wusste, was passiert war.
Ich wusste es, als meine Mutter in mein Zimmer kam und meinte, deine Eltern
wären da. Ich wusste es, als ich sie im Flur stehen sah, als ich das fleckige
Gesicht deiner Mutter bemerkte. Ich wusste, was los war, wollte es aber nicht
hören. Dein Vater sprach es aus. Vor einen Zug gesprungen? Himmel, Fee.
Ausgerechnet du, die sich immer über die Leute aufregte, die das taten. Am
Anfang konnte ich nicht weinen. Ich konnte nichts. Ich war wie in Trance. Deine
Mutter weinte, dein Vater sagte etwas und sie gingen. Arash stand mit mir im
Flur. Er hatte es gehört. Ich sah seine Lippen den Namen „Nadine“ formen, hörte
ihn aber nicht nach ihr rufen. Meine Mutter muss es gehört haben, auch sie kam
in den Flur. Heftig gestikulierend redete Arash auf sie ein. Mein Hörsinn kam
zurück. Ich hörte ihn mehrmals Fee – Zug – Selbstmord – Eltern sagen. Meine
Mutter schrie auf. Es tat mir in den Ohren weh. Sie kam zu mir und drückte mich
fest an sich. Sie umklammerte mich und weinte. Ich hing wie ein Stab in ihren
Armen. „Oh Gott! Oh Gott, oh Gott, oh Gott!“, murmelte sie. „Nadine“, sagte
Arash. „Lass sie doch erstmal allein.“ Für diese Worte liebte ich ihn. Ich zwang
mich ihn anzulächeln und ging in mein Zimmer. Meine beste Freundin war tot. Und
es war ein Stück weit auch meine Schuld. Ich hatte gewusst, was
los war, und
hatte nichts getan. Ich hatte nichts getan. Ich hatte es zugelassen. Den ganzen
Tag über blieb ich in meinem Zimmer und blickte an den Himmel. Als die ersten
Sterne auftauchten, kamen die Tränen. Warst du da jetzt? Hoch oben bei den
Sternen, so, wie wir es uns immer ausgemalt hatten? Ich musste mehr weinen und
plötzlich kotzen und ich schaffte es nicht mehr ganz aufs Klo. Ich kniete in
meinem Zimmer und übergab mich und zwei Hände hielten meine Haare zurück und
strichen mir über den Kopf. „Ich habe auch mal meinen Bruder verloren“, sagte
Arash. „Sie ist aber nicht meine Schwester“, würgte ich hervor. „Aber so gut
wie, oder nicht?“ Ich nickte. Er machte mein Zimmer wieder sauber und brachte
mir einen Tee und setzte sich zu mir aufs Bett. Er sagte, ich solle meiner
Mutter nicht vorwerfen, dass sie nicht da sei. Er sagte, sie wisse nicht, was
sie tun solle.
Fee – Arash ist wirklich ein wundervoller Mensch. Er hat lange
mit mir geredet. Er weiß, wie es mir geht. Und weißt du, was er noch gesagt hat?
Es sei für Feen üblich zu fliegen. Man müsse sie lassen.
Ich vermisse dich
so. Das werde ich immer. Aber ich werde dich nie vergessen und immer in meinem
Herzen haben.
Ich weiß, dass ich dich eines Tages wieder
sehe.
Su
Zwei Tage, nach dem es
passierte, lag ein Brief an mich in unserem Briefkasten:
Liebste
Su,
wenn man kurz vor der Hinrichtung steht, darf man seine letzten Worte
aufschreiben. Meine letzten Worte sollen an dich gehen, auch wenn ich natürlich
nicht hingerichtet werde. Wenn alles so läuft, wie ich es geplant habe, müsste
ich jetzt tot sein, wenn du diesen Brief ließt.
Su – du hattest immer so
Recht. Ich wollte mir nicht eingestehen, dass Sven ein mieses Schwein ist. Aber
ich liebte ihn so. Er war das Wichtigste für mich. Das Wichtigste, was es geben
konnte. Und als er sagte, ich solle mich von dir fernhalten, dann tat ich das.
Er mag dich nicht sonderlich. Na ja, das beruht, glaube ich, auf
Gegenseitigkeit, oder? Ich war so blind. Ich nahm es hin, dass er mich schlug;
mit der Zeit fing ich an zu glauben, dass es richtig war. Wenn ich zu kurze
Röcke trug, nannte er mich Schlampe, also trug ich keine kurzen Röcke mehr. Ich
lebte ein Leben, wie er es wollte. Ich hatte mich nicht mehr. Ich hatte nur noch
jemand anderen. Jemanden, der nicht ich war. Jemanden, den ich nicht wollte.
Kein Mensch kann leben, wenn er sein Leben hasst, wenn er sich hasst. Anfangs
dachte ich noch, dass ich mich ohne Hilfe wieder finden könnte, was kompletter
Mist war. Ich selbst war schon zu weit weg. Ich begann mich zu ritzen, wenn Sven
mich beleidigte, wenn er mich schlug, hoffte die Schmerzen in meinem Herz mit
körperlichem Schmerz zu übertönen. Es funktionierte nicht, ich kam nur leider
auch nicht mehr davon los. Ich magerte ab - ich tat alles, um meinen Körper zu
zerstören, den ich anfing zu hassen. Dass er mich als fett bezeichnete, machte
die Sache auch nicht leichter. Meine Eltern bemerkten nicht, wie dünn ich war,
weil ich, wie du sicher bemerkt hast, obwohl Sommer war, lange Hosen und weite
Pullover trug.
Ich kiffte, griff ein paar Mal sogar zu härteren Drogen, ich
wollte alles vergessen, wollte vergessen, wie weh er mir tat.
Su… Du hast
immer Recht gehabt. Su… ich habe dich behandelt, wie ein Stück Dreck nur weil
ich nicht wahr haben wollte, wie schlecht er war. Du warst die Einzige, die
merkte, dass ich mich kaputt machte, mein Leben hinschmiss und ich ging einfach
nicht auf dich ein, obwohl ich es auch wusste. In mir drin, versteckt.
Ich
habe ein Kind abgetrieben, ein Kind von Sven. Ich war so naiv und dachte, dass
er sich freuen würde, wenn ich ihm sagte, dass ich schwanger sei. Ich dachte, er
würde aufhören mich zu schlagen. Von wegen! Er warf mir vor, nicht richtig
verhütet zu haben, und schlug mich so lang, bis ich nur noch weinend auf dem
Boden lag. Das Kind war keinesfalls von mir gewünscht, wie er das behauptet
hatte. Ich konnte es nicht bekommen, nein, ich durfte es nicht bekommen. Also
trieb ich ab. Einige Zeit später stoppten meine Tage plötzlich, ich befürchtete
schon, dass ich wieder schwanger sei. Ein Test war negativ. Ich las im Internet,
warum sie stoppen konnten. Mangelernährung. Ich war unterernährt.
Su, mir
tut alles so Leid, ich kann das jetzt nicht mal wieder gut machen. Ich weiß,
meine Eltern sind nicht die besten, sonst hätten auch sie bemerkt, was mit mir
los war, aber ich werfe ihnen das nicht vor. Wenn sie das tun, sag es ihnen. Es
ist ok.
Su, ich liebe dich so sehr, weil du mich immer retten wolltest,
weil du immer da warst.
Wir sehen uns in der Ewigkeit – Fee
P.S.:
Summer of 69… bitte an meiner Beerdigung. Und bitte trag kein schwarz. Trag das
pink gelb geringelte Kleid, das ich dir zum letzten Geburtstag geschenkt habe.
Fee, die jetzt von hoch oben auf dich runterschaut – von den Sternen aus.
Hanna,15 Jahre Autor/in aus Frankfurt/Schillerschule/
Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin / des Autors
E-Mail ist der Redaktion bekannt.
Erdenloch
Gina
wälzte sich hin und her. Die Augen hielt sie geschlossen doch ein unruhiger
Schlaf der sie nicht ruhen ließ überfiel sie. Immer wieder zuckte sie zusammen,
schaukelte hin und her wie ein kleines Kind das Angst vor der Dunkelheit hatte.
Vor ihren Augen glühten Lichter, Feuerrote Lichter, Qualm hing in der Luft und
riesige Krater bohrten sich in die Erde. Überall herrschte Chaos, Wesen
schwirrten wie betäubt vor lauter Panik umher, schlugen gegeneinander und
rauschten in das lodernde Feuer. Auf dem von Löchern übersehenem Boden lagen
Gestalten, Furchterhegende Gestalten, verstellt von den heißen Flammen,
getroffen von den harten Strömen die vom Himmel fielen. Kleine Kinder weinten,
Frauen schrieen und Männer kämpften um das Leben von dem schon so viel zerstört
war. Nur ein einsamer, grausamer Mann lachte, lachte über die Angst und die
Panik die in der Luft hingen. Der Mann schien Spaß zu haben, bitteren Spaß. Ein
stählernes Grinsen zog sich über die blassen Knochen und die Augen, schwarz wie
die des Teufels, glühten vor Schadenfreude. Eine Frau kniete vor ihm, flehte um
das Leben ihrer Kinder, weinte herzzerreißend doch der Mann ohne Herz vergnügte
sich an dem Flehen der Frau, ergötzte sich an ihrer Angst und Trauer. Der Mann
stand auf, stolz wie ein König erhob er sich zwischen den vielen Wesen und
Menschen die um ihr Leben fürchteten. Er lachte noch Furcht einflößender als
zuvor und wurde still. So plötzlich. Mit ihm wurde alles still. Tot still. Die
Feuerströme hörten auf vom Himmel zu prallen, als ob sie vergessen hätten es zu
tun. Sie wurden blasser, blasser, immer blasser und erloschen letzt endlich.
Ruhe kehrte ein, die Wesen taumelten durch die Luft und die Menschen schwankten
auf dem Boden hin und her. Angst erstarrte Gesichter. Der grausame Mann breitete
die Arme aus, es waren Arme an denen blutverschmierte Kleidungsfetzen hingen.
Der Mann zischte Worte, unverständliche Worte die einen schaudern ließen, Worte
die nichts Gutes zur Bedeutung haben sollten. Es Rüttelte, der ganze Platz
rüttelte. Die Starren Gestalten fielen wie Steine zu Boden und kippten hart zur
Seite wie Schachfiguren. Überall rollten sie, nur der Mann, der Mann stand da,
grinste und die Erde erzitterte erneut. Sie schwankte, wippte wie eine Schaukel,
eine Schaukel die den Untergang bedeutete. Und ohne die Wesen los zu lassen riss
der Platz sich aus den Angeln, schüttelte sich von der Erde ab und stürtzte in
die Tiefe. In die schwarze Tiefe. Tiefer und Tiefer. Mit ihm alle Wesen,
Menschen und Tiere. Alles. Und auf einmal war nur noch ein großes Loch da
zwischen all der Erde die aussah als hätte sie die ganze Zeit geschlafen, nichts
von dem Grauen mitbekommen was um sie herum geschehen war, nichts von dem
mitbekommen was ein riesiges Loch in sie hineingebohrt hatte. Es war so wie
immer. Man hätte nicht ahnen können dass vor einer knappen Zeit solch ein
Schrecken geschehen war und Gina schlief weiter. Träumte weiter von der stillen
Erde und lag regungslos da. Nichts war mehr von der Unruhe in ihrem Schlaf zu
spüren. Sie lag da, wie ein schlafender Engel, und rührte sich kaum. Am nächsten
Morgen als sie aufwachte erinnerte sie sich nicht mehr, nicht an die fliegenden
Wesen, an den grausamen Mann, an die bebende Erde und an den
Traum.
Leonie,13 Jahre Autor/in aus
Hilden / Helmholtz
Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin / des Autors
KA UND
KAISER
Vor vielen, vielen Jahren gab es einen Fluß. Es war ein heiliger
Fluß. Alle Menschen und Tiere die kamen und sich darin wuschen, waren
unverwundbar. Das hörte einmal ein Adler. Der Adler war ein so genannter Kaiser
und hatte viele Feinde. Deswegen brach er sofort auf, um diesen Fluß zu finden.
Man sagte ihm, es sei ein großer Fluß. Nun war es aber so, dass es mehrere große
Flüsse gab. Nach vielen Stunden flog der Adler über einen großen, breiten,
langen Fluß.
Da dachte der Adler: „ aha, dass ging schnell, ich bin am Ziel
angekommen“. Ich will jetzt nicht sagen, er war dumm, aber er dachte nicht
nacht, denn.... Dieser Fluß nicht der Mblajam, sondern der Fluß des
Grauens.
Er landete also und ging ins Wasser. Er wusch sich eine Stunde lang
und bemerkte nicht, dass ihn viele Dinge auf Land und im Wasser beobachteten.
Plötzlich schwamm ein Krokodil heran und wollte ihn fressen. Da kam ein Pfeil
heran geschossen und traf das Krokodil. Es versank langsam im Wasser. Der Adler
ging so schnell es nur ging aus dem Wasser. Da stand ein Kaninchen vor ihm. Es
fing auch gleich an zu schimpfen. „Sag mal spinnst du eigentlich? Was fällt dir
ein in diesem Fluß du baden? Kannst du nicht lesen?“ Der Adler war baff, dass
ein kleines Kaninchen ihn so anschnauzte. Dann sagte er zu ihm, mit einem Ton
der gar nicht nett klang:“ wer bist du überhaupt und wo ist hier ein Schild,
dass man nicht baden darf? Und seit wann darf man im Mlajam nicht
baden?“
„Ha, ha, ich lach mich tot!“ lachte das Kaninchen. Es hieß übrigens
Ka.
Der Adler war verdutzt. „Du hats die Flüsse verwechselt, du hast den
Mlajam mit dem .... verwechselt! Ich spreche das Wort so ungern aus“. Jetzt
sagte er flüsternd hinzu:“ du hast den Mlajam mit dem Fluß des Grauen
verwechselt. Aber komm zu mir nach Hause, ich lade dich ein.“ Der Adler nahm das
Angebot dankbar an. Sie fuhren mit dem Auto von Ka. Der Adler dankte ihm noch
mal: „ du hast mir das Leben gerettet!“
„Kein Problem“, sagte Ka.
Als sie
schon eine Weile gefahren sind, dachte der Adler, lange halte ich das nicht mehr
aus bei dem Geschaukel. Da sagte Ka auch schon:“ wir sind da“. Sie stiegen aus
und standen vor einem Moos bedachten Häuschen. Es war sehr schön, auch von innen
sah es gemütlich aus. Es enthielt eine Küche, ein Wohnzimmer, eine Kuschelecke
von Ka, zwei Klos und ein Gästeklo von Ka. Zwei Schlafzimmer, ebenfalls
Gästezimmer und Eigenbesitz.
Als Ka ihm alles gezeigt hat gingen sie in die
Küche, aßen und tranken Wein. Sie redeten über sich. „So, so, du willst also zum
Blajam. Ich könnte dich eigentlich hin bringen, wenn du willst?“ Ja, und wie
gern,. Ich meine, sonst gehe ich vielleicht wieder in einem anderen Fluß baden.“
Da fingen beide an zu lachen.
Aber das Problem ist, wie kommen wir hin, sagte
Ka.
Wir fliegen, oder hast du Höhenangst?“ „Nein!“ „Gut, Morgen brechen wir
auf.“
Sie spielten noch Stunden lang „Menschärgeredichnicht.“ Am nächsten
Morgen frühstückten sie. Danach packten sie die Sachen und am Vormittag flogen
sie los, viele Stunden und viele Tage lang. Nach elf Tagen kamen sie am echten
Mlajam an. Sie tollten und spielten im Wasser wie kleine Kinder. Nach zwei
Stunden flogen sie wieder heim. Die Heimreise war viel schneller als der
Hinflug. Der Adler setzte Ka, das Kaninchen vor seinem Häuschen ab. Sie
verabschiedeten sich und der Adler Kaiser flog auch wieder heim, über glücklich.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch –
unverwundbar!
ENDE
lilly,11 Jahre Autor/in
Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin / des Autors sölden,waldorf schule rieselfelt,
Dort, wo Mia zu Hause
ist.
Mia schlenderte die Gasse entlang. Umgeben von den kleinen Läden die
mit allerlei Krimskrams winkten fühlte sie sich geborgen und zu Hause. Mia
konnte sich nicht vorstellen jemals wo anders hin zu ziehen, fernab ihrer
altbekannten Umgebung, außerhalb des kleinen Dörfchen in dem sie bereits, seit
dem sie denken konnte, lebte.
Das Mädchen bog um die Ecke in den Mai
Glöckchen Weg und vor dem dritten Häuschen blieb sie stehen. Der Schlüssel in
Mias Anoraktasche klimperte als sie ihn
herrauszog und in das leicht
verrostete Türschloss steckte.
Die Tür quietschte wie gewohnt ein wenig als
das Mädchen eintrat. Der Duft von frischgebackenem Kuchen schlug ihr
entgegen.
Sie trat in die Küche und beobachtete ihre Mutter wie sie das
Backblech aus dem Ofen nahm.
Der Vater saß am alten kastanienbraunen Tisch
und die kleine Schwester tänzelte durch das Zimmer wie sie es so oft tat. Mia
musste unwillkürlich lächeln.
Sie wusste es schon immer.
Hier ist es am
schönsten, hier, wo sie zu Hause ist.
Leonie,13 Jahre Autor/in aus Hilden
Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin / des Autors/ HGH /
Unter Schwestern
Die
Rückkehr Raffkessels
Prolog
Es war ein wunderbarer Herbstmorgen, die
Blätter fielen von den Bäumen und der schürsenkeldicke Regen prasselte auf das
Dach des Hauses der Familie Beck. Zu dieser Familie gehören fünf Schwestern,
eine Mutter und eine völlig durchgeknallte Oma. Die älteste Schwester heißt
Lauren sie ist schon 16 (für ihre vier Schwestern ein sehr hohes Alter). Die
Zweitälteste heißt Lucy, immerhin ganze 12 Jahre. Die Drittälteste Cora ist
neun, die Zweitjüngste Jojo, hat schon ganze sechs Jahr hinter sich und Chris
die Jüngste ist leider erst vier. Der Vater der fünf hat Franziska Beck
(Laurens, Lucys, Coras, Jojos und Chris Ma) verlassen und ist auf die Malediven
gezogen. Er hat seiner Frau und seinen Töchtern damals eine Menge jahrelang
geheim gehaltenes Geld hinterlassen. Von diesem Geld hat sich Familie Beck ein
neues Haus gekauft und Laurens größten Wunsch ein Haustier zu haben erfüllt.
Allerdings ist es nicht nur ein Haustier. Sondern für jede Schwester eins.
Lauren bekam eine Katze namens Cassidy, Lucy einen vor dem Schlachter geretteten
Waschbär namens Tuc, Cora ihren Hasen Flops, Jojo einen Hund der den Namen
Ludwig der 14. mit Würde trägt und Chris eine Ratte namens Coroworld (Ratte und
Katze verstehen sich). Mit diesen Haustieren hatte auch alles begonnen. An dem
Tag an dem die Tiere eingezogen waren erfuhr die Familie Beck dass sie mit
Tieren sprechen können. Außer mit Flops denn der sprach nur lateinisch.
1.Kapitel
„ Was ist los Seniorita”, fragte Tuc Lauren die vor dem
Fenster saß und raus in den nassen Garten starrte. „ Mir ist langweilig!“,
knurrte Lauren und drückte ihre Nase an der Fensterscheibe platt. Sie strich
sich ihr rot-braunes Haar zurück und starrte weiter aus dem Fenster. „ Mhh“,
machte Tuc und kratzte sich mit einer Pfote am Kopf. „ Wie wär’s wenn du auf
Party gehst?“
„ Und wo bitte schön?“, grunzte Lauren. „ Im Wald, heute
feiern ein paar Freunde von mir ihren Geburtstag!“, Tuc klang begeistert. „
Okay, vielleicht macht’s ja Spaß“
Fröhlich sprang Tuc auf und kramte in
seinem persönlichen Kleiderschrank. Er zog ein Paar schwarze Lackschuhe und ein
weißes Jackett an. Lauren die schon längst ihr orangenes Kleid anhatte, sah
angeekelt zu wie Tuc sich mindestens 50 Gramm Gel ins Fell schmierte. „ Meinst
du nicht du übertreibst?“, fragte Lauren, während sich Tuc die Schnurhaare
trillerte. „ Nö!“, antwortete Tuc und machte sich auf in Richtung Tür. Als sie
am Wohnzimmer vorbeikamen brüllte Lauren: „ Chris, sag Ma das ich im Wald bin!“
Sie steckte ihren Kopf ins Wohnzimmer und sah dass ihre kleine Schwester mit
einem Glas Wasser am Tisch saß und nickte. Lauren und Tuc verließen das Haus.
Draußen war es nass und kalt. Auf dem Weg zum Wald fing es an zu donnern und zu
blitzen. Tuc und Lauren fingen an zu rennen da der Regen ihre Kleider keineswegs
verschonte. Plötzlich zuckte ein Blitz und traf Tuc. Der zuckte und blieb starr
vor Schreck stehen. Sein Fell war verkohlt und stand überall ab. „ Wie
entwürdigend!“, stieß Tuc hervor. Vor Lachen viel Lauren fast in den Schlamm.
Endlich waren sie angekommen. Die Party wurde auf einer kleinen Lichtung
veranstaltet und dort wurde auch schon wild getanzt. Zwei aufgetakelte
Siebenschläferdamen kamen direkt auf Lauren und Tuc zu. „ Oh, Monseure Tuc
hötten sie die Güte mit üns su tönzen?“, fragte eine der beiden und spitzte ihre
rot bemalten Lippen. „ Lauren, du entschuldigst?“, fragte Tuc. Lauren nickte.
Nach einer Viertelstunde war Tuc immer noch damit beschäftigt zu tanzen, als
plötzlich ein Pferd mit Reiter auf Lauren zu trabte. „ Brrrr Tamino steh!“,
befahl der Junge der auf dem Rücken des Pferdes saß. Der Junge stieg ab und
landete direkt vor Lauren. „ Kannst du auch mit Tieren sprechen?“, fragte er. „
Jep!“, sagte Lauren. „ Übrigens ich heiße Robin!“, Robin verbeugte sich, wobei
sein schwarzes Haar ihm über die Augen fiel. „ Aha“, machte Lauren „ Und ich
heiße Lauren“, stellte sie sich ebenfalls vor. Robin kratzte sich am Kopf und
wurde knallrot. Doch dann fragte er schließlich: „ Willst du vielleicht mit mir
tanzen?“ Lauren lächelte und willigte ein. Die zwei gesellten sich zu den
anderen auf der Tanzfläche. Lauren war etwas angespannt. Sie kannte den Jungen
und er sie auch, es war Tobi. Was wäre wenn er ihr Geheimnis verraten würde? Ach
was, er hatte doch dasselbe Geheimnis. Auf einmal wurde Laurens Kopf ganz schwer
und sie hatte Mühe in aufrecht zuhalten. Sie verspürte das Bedürfnis ihn auf
Tobi Schulter zu legen aber dazu fehlte ihr der Mut. Schließlich tat sie es doch
und zu ihrem Erstaunen kümmerte sich niemand darum nur Tobi strich ihr über ihr
Haar.
Er begutachtete alle roten Strähnen und ließ sie wieder durch seine
Finger gleiten. So tanzten die beiden ewig weiter. Plötzlich erschrak Lauren,
sie musste schnell nach Hause ihre Mutter war zwar noch nicht da aber ihre Oma
würde bald kommen. „ Tobi, ich muss nach Hause und du?“, sie versuchte es
möglichst lässig rüber zu bringen aber Tobi bemerkte die gewisse Steifheit in
ihrer Stimme. „ Meine Eltern und ich übernachten heute im Wald, im Moment sind
sie noch zu Hause und bereiten alles vor.“, sagte Tobi. Lauren blickte ihn an
und fragte: „ Bringst du mich noch mit Tuc zur Waldgrenze?“ „ Tuc?“, fragte
Tobi. Lauren lächelte: „ Der Waschbär meiner Schwester!“ Tobi nickte. Er winkte
dem wild tanzenden Waschbären zu und der kam. Alle drei liefen durch den Matsch
zurück zur Waldgrenze. Tuc ging schon vor um sein Fell von den Schlammspritzern
zu befreien und sich eine Schwester zum schmusen zu suchen. „ Dann bis morgen in
der Schule“, Lauren wollte sich umdrehen doch Tobi hielt sie fest und küsste sie
auf den Mund dann lief er winkend weg. Lauren war völlig überrollt und wusste
nicht was sie sagen oder denken sollte.
„ Oh da ist jemand wohl schwer
verknallt!“ Die älteste Schwester drehte sich um. Hinter ihr saß Cassidy und
leckte sich die Pfoten. „ Cassidy was machst du denn hier, ich dachte du würdest
dir den Rücken am Kamin wärmen?“ Cassidy sah sie an und sagte dann: „ Coroworld
hat mich verjagt!“, sie schmollte. „ Wie das denn, normalerweise gibst du doch
denn Ton an?“, Lauren war verwundert. „ Er hat mir seine Socken vor die Schnauze
gehalten, da hatte ich keine Wahl!“ Lauren prustete los. Als sie sich wieder
eingekriegt hatte ging sie mit der getigerten Katze ins Haus. Dort setzten sie
sich auf das Sofa im Wohnzimmer und schauten sich eine Tierdoku an.
Plötzlich
rief Jojo aus der Küche: „ Lauren, hier ist ein gewisser Tobi, der dich sprechen
möchte!“ „ Tobi?“, Lauren sprang auf und raste mit rotem Kopf in die Küche und
riss ihrer kleinen Schwester das Telefon aus der Hand. Sie ging mit dem Telefon
auf ihr Zimmer. „ Hi Tobi!“ „ Lauren ich muss dir was sagen, ich, ich…liebe
dich!“, er verstummte. Lauren überlegte und sagte dann: „ Ich auch!“ „ Puh, hast
du Lust morgen ins Waldkino zu gehen?“, fragte Tobi. „ Klar, so um drei?“ Tobi
sagte ja und legte auf. Laurens Herz klopfte so laut das sie befürchtete dass
man es hören könnte. Dieser herbst war doch genial, nicht nur das sie
Waldkönigin geworden ist nein, sie hatte nun auch einen Freund, Lauren war
überglücklich. Am Abend lag sie hellwach in ihrem Bett und starrte den Mond an
der sich langsam am Himmel breit machte. Ein Schrei riss sie aus ihren Gedanken,
sie sprang auf. Lauren schlüpfte in ihre Hausschuhe und schlich raus vor die
Tür. Dort guckten aus jedem Zimmer jeweils ein Kopf, außer aus dem ihrer Eltern.
„ Was war das Lucy?“, fragte Chris die jüngste und lief in die Arme ihrer großen
Schwester. Lucy nahm sie auf den Arm und sagte: „ Ich weiß es nicht“ Cora,
Lauren und Jojo stiegen die knarrenden Treppen hinab. Chris und Lucy blieben
oben. Plötzlich ertönte ein Scharren. Sie gingen ins Wohnzimmer aus dem das
Scharren kam. Dort stand Tobi. Er war schweißgebadet und die Angst war ihm ins
geschrieben. Auf dem Boden kratzte Cassidy über die Dielen.
Anscheinend hatte
sie geschrieen. Tobi machte den Mund auf und sprach mit zitterndem Kiefer: „
Raffkessel der böse Herrscher ist wieder da und er hält Trixi gefangen!“ Jojo,
Cora und Lauren erschraken. Sie hatten schon viel von ihm erfahren aber dass er
wiederkommt hätten sie nie gedacht. Damals vor langer Zeit hatte er sich von
einer Brücke in eine Schlucht gestürzt. Jojo fand als erste die Sprache wieder
und fragte die einzigst sinnvolle Frage der letzten paar Stunden: „ Wer ist
Trixi?“ „ Trixi ist meine Schwester, ich und sie können als die einzigsten
unserer Familie mit Tieren sprechen und Raffkessel braucht sie für seinen Plan!“
Tobi klang niedergeschlagen. „ Aber wie kann eine Hyäne ein 9-jähriges Mädchen
entführen?“, Cora war die einzige die Trixi kannte, denn sie ging mit ihr in
dieselbe Klasse. „ Keine Ahnung, sie hat geschrieen genau so wie Cassidy eben,
natürlich bin ich sofort zu ihr gerannt doch da ist Raffkessel schon mit ihr auf
dem Rücken losgerannt.“, sagte Tobi.
Lauren überlegte was sie jetzt machen
sollten. Da fiel ihr etwas ein. „ Ich habe eine Idee wie wir Trixi retten
können. Wir sagen unsren Eltern einfach dass der Kindergarten und die Schule ein
gemeinsames Projekt auf die Beine gestellt haben. Sie wollen drei Wochen lang
mit den Kindern der ersten bis neunten Klasse und der Bärengruppe im Wald
zelten. In dieser Zeit kam niemanden erreichen. Der Schule erzählen wir das wir
uns alle getroffen haben und Chris Windpocken hatte und wir uns angesteckt
haben.“ „ Klingt einleuchtend!“, stimmte Tobi zu. Auch die anderen nickten. „ Ja
aber was soll ich jetzt mit meinen Eltern machen?“, fragte Tobi. „ Sag ihnen
einfach dass du und Trixi mit deinem Pferd Tamino ausgeritten seid und Trixi
sich schon früher angemeldet und jetzt einen Tag vor den anderen mit den Lehrern
und ein paar Klassenkameraden anfangen darf zu zelten“, Lauren sprach diesen
Plan so einfach aus als hätte sie ein unsichtbares Papier vor sich von dem sie
alles abliest. Tobi dachte nach doch dann nickte er.
Sie dachten nun hätten
sie alle Neuigkeiten hinter sich doch da meldete sich Tuc zu Wort der
anscheinend schon länger auf dem Sofa lag: „ Und was ist mit eurem Date morgen,
ich habe nur ein bisschen beim Telefonat mitgelauscht?“ Tobi und Lauren wurden
knallrot und aus Laurens Ohren pfiff Rauch. „ Was meint Tuc denn damit?“, fragte
Lucy die mit Chris die Treppen hinunter kam. „ Also…äh…“, Lauren fand keine
passende Erklärung. Doch Tobi half ihr aus der Klemme: „ Lauren wollte mir
Nachhilfe geben, aber das geht jetzt nicht mehr.“ „ Aha und wieso nicht?“,
bohrte Lucy weiter. Die vier weihten Lucy und Chris in ihren Plan ein. „ Oje,
schon halb elf, ich muss gehen!“, erschrak Tobi und machte sich so schnell
davon, dass niemand sich mehr verabschieden konnte. Nun gingen auch die fünf
Schwestern ins Bett. Doch Lauren konnte immer noch nicht einschlafen denn, Chris
die Angst hatte und nicht allein schlafen wollte schnarchte friedlich neben
Lauren auf dem Teppichboden. Da fiel ihr etwas ein.
Lauren knipste ein
kleines Licht an und klappte ihre Matratze um. Unter der Matratze lag ein
mittelgroßes, mit blauem Samt überzogenes Kästchen. Sie nahm das Kästchen in
ihre zitternde Hand. Das rothaarige Mädchen begutachtete das Kästchen, dann
öffnete sie es. Ein gleißender Lichtstrahl hüllte ihr Gesicht in smaragd- grünem
ein. Lauren strahlte und nahm eine Krone aus dem Kästchen. Die Krone war aus
Ästen zusammen geflochten und in der Mitte schmiegte sich ein Smaragd an die
Äste. Es war die Krone der Waldkönigin, die Krone Laurens. Lauren drehte sich
zum Fenster um die Krone im Mondlicht zu begutachten. Sie erschrak vor dem
Fenster hatte sie eben deutlich das schmierige Grinsen einer Hyäne gesehen. Ihr
Herz klopfte als sie das Fenster öffnete und vorsichtig hinausspähte. Doch von
der Hyäne war nichts mehr zu sehen. Fröstelnd schloss Lauren das Fenster. Die
Angst durchflutete sie. Diese Hyäne hatte das Gesicht von Raffkessel. Das
schlimmste jedoch war das an den Zähnen Blut klebte. Lauren schlüpfte wieder
unter ihre Decke. Endlich nach endlosem umdrehen fielen ihr die Augenlieder zu.
Am nächsten Morgen wachte Lauren durch die Rufe ihrer Schwester Lucy auf.
Sie öffnete die Augen und blickte in die Gesichter ihrer Schwestern die über sie
gebeugt waren. „ Was is´n los?“, fragte Lauren verschlafen. „ Wir müssen Ma und
Pa Bescheid sagen, du weißt doch Trixi, Raffkessel!“, machte Cora ihr klar.
Jetzt fuhr sie Lauren blitzartig hoch. Ein stechender Schmerz durchfuhr ihren
Kopf und sie musste sich wieder setzen. Sie kratzte sich am Arm. Ihre Miene
verzog sich und sie krempelte ihren Ärmel um. Den Geschwistern klappte die
Kinnlade hinunter, auf Laurens Arm prangte ein Kessel mit Raffzähnen. Das
Zeichen Raffkessels! „ Woher hast du das?“, fragte Jojo. „ Gestern hab ich
Raffzahn am Fenster gesehen, bestimmt hat er es auf meinen Arm gedruckt als ich
aus dem Fenster geguckt hab“
„ Und wieso hast du uns nicht Bescheid gesagt?“
„ Ich war völlig k.o.!“
„ Hört auf zu streiten! Wir müssen jetzt erst mal
Ma und Pa die Lüge vom Ausflug einflößen!“, rief Cora. Widerwillig folgten Jojo
und Lauren ihrer Schwester in das Zimmer ihrer Eltern. Sie schlugen einfach die
Tür auf und erzählten ihren völlig verblüfften Eltern die Geschichte. „ … und
deswegen müssen wir jetzt gleich los“, endete Lucy. „ Okay, okay wir haben
verstanden aber warum habt ihr uns das nicht früher gesagt?“, fragte ihr Vater
lachend. „ Weil wir es vergessen haben!“
„ Na gut ihr könnt gehen aber dass
nächste Mal denkt bitte früher dran!“
Fröhlich verließen die Schwestern das
Elternzimmer. Nun rief Lauren nur noch in der Schule an entschuldigten sie, da
sie angeblich Windpocken haben. Zum Schluss legte Cora noch die Leitungen lahm,
falls jemand aus der Schule oder aus dem Kindergarten anrufen würde. Jetzt
gingen sie hoch in ihre Zimmer und packten. Lauren hielt ihre Krone in der Hand
und überlegte. Schließlich verstaute sie das Kästchen in ihrem Rucksack. Nach
einer Stunde packen waren die Mädchen fertig und verließen zusammen die Wohnung.
Sie machten sich auf den Weg zu Tobi. Allerdings mussten sie sich immer wieder
verstecken da einige Mitschüler schwatzend an ihnen vorbeikamen. Endlich standen
sie vor einem roten Hochhaus. Lauren studierte die Klingeln. Ihr Finger stoppte
auf dem Namen Krämer. Sie klingelte.
Kurz darauf fragte eine Stimme wer sie
sind. „ Hi Tobi, wir sind es, komm runter!“, rief Jojo. Es machte klick, Tobi
hatte aufgelegt. Ungeduldig scharrte Lauren über den Boden. Doch dann nach
einigen Minuten Wartezeit kam Tobi. Er hatte einen vollen Rucksack auf dem
Rücken. Er begrüßte sie und ohne vorher nachzudenken küsste er Lauren auf die
Wange. „ Ah, das meinte Tuc also!“, sagte Lucy zuckersüß. Jojo stieß ihr in die
Rippen und Lauren rannte Lucy hinterher. Lauren lief so lange bis sie völlig
außer Puste war. Die sechs wanderten den ganzen Weg zum Wald. Zwischendurch
schauten sie sich suchend um, ob auch niemand sie verfolgte.
Plötzlich
raschelte etwas in Jojos Rucksack und Tuc steckte seinen Kopf heraus. Sie
blieben entsetzt stehen. „ Was machst du hier?“, rief Cora aus. „ Mitkommen, die
andern sind schon da!“, rief Tuc ebenso laut. „ Aber wieso?“, fragte Tobi. „ Wir
dachten ihr braucht ein paar tapfere Krieger. Ach ja, Tamino ist auch da“,
grunzte Tuc. Sie seufzten, die Geschwister und Tobi wussten das man mit Tuc
nicht diskutieren kann. Deshalb gingen sie einfach weiter und Tuc verschwand
wieder im Rucksack. Schließlich hatten sie es nach endlosem Verstecken eine
perfekte Lichtung im Wald zum Lager auf schlagen gefunden. Auf ein und derselben
Lichtung übte Flops gerade das Degenkämpfen und piekste glucksend immer wieder
in einen Strohballen der für Tamino bestimmt war.
Tobi, Lauren und Lucy
schlugen ein riesiges Zelt auf. Während Cora und Jojo ein Feuer machten. Nur
Chris jagte Coroworld über die Lichtung und gab ihm immer wieder ein paar
Streicheleinheiten. Als es dunkel wurde setzten alle sich um das Feuer und
warteten darauf dass die frisch gefangenen Fische gar wurden. Nach einiger Zeit
schlief Chris auf Lucys Schoß ein und Lauren lehnte sich an Tobi. Als es
schließlich ganz dunkel wurde gingen sie ins Zelt und kuschelten sich in ihre
Schlafsäcke. In der Nacht fing es an zu regnen und man hörte wie das Feuer mit
dem Wasser rang. Dicke Tropfen platschten auf das Zelt.
Zoe,10
Jahre Saarbrücken
Achtung!
Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der
schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors
Meine
Traumreise!
Die Geschichte muss dir jemand vorlesen,
du schließt die Augen
und stellst dir DAS vor,
was in der Geschichte passiert!
Viel
Spaß
Nach einer endlos langen Fahrt bist du endlich am Ziel: Brasilien.
Du bist Tage lang mit dem Flugzeug von einer Stelle zur anderen geflogen und mit
dem Auto um zig Kurven gebraust und nun bist du an der Stelle, weshalb du den
ganzen Stress auf dich genommen hast, einem kleinen brasilianischen Dorf. Dort
angekommen verschwindest du in deinem kleinen Hotelzimmer. Du bist viel zu
erschöpft, um deine Koffer auszupacken. Also legst du dich auf den Bett, um dich
erst einmal zu erholen. Nach nur einer Minute schläfst du tief und fest und
merkst nicht, wie ein kleiner Skorpion durch dein offenes Fenster kriecht. Als
du aufwachst, streckst du dich erstmal kräftig und mit einem Blick auf die Uhr
merkst du, dass du bis zum nächsten Tag durchgeschlafen hast. Missmutig machst
du dich an deinen Koffer, da merkst du das der Skorpion dir über die Hand
läufst. Du schreist so laut du kannst, aber lässt deine Hand ganz ruhig. Als
mehrere Pagen dein Zimmer betreten, stehst du erstmal unter Schock. Einer der
Pagen kommt mit einer Zange und einer Tüte ins Zimmer, während die andren
brasilianische Worte rufen. Der Page mit der Zange pflückt den Skorpion von
deiner Hand und steckt ihn in die Tüte. Dann erklärt er dir auf Englisch, dass
du dein Fenster nie auflassen solltest und lieber den Ventilator benutzen
solltest. Zu dem Skorpion erklärt er dir, dass wenn er dich gestochen hätte, du
jetzt nicht mehr am Leben wärst und dass du dich korrekt verhalten hättest.
Nachdem die Pagen gegangen sind, atmest du tief durch. Jetzt wäre Erholung von
diesem Schock das richtige! Du packst dir eine Strandtasche und gehst runter zum
Strand.
Du liegst eine volle Stunde auf deinem Handtuch, dann beschließt du
zum anderen Ende des Strandes zu gehen, wo sich ein Teil des brasilianischen
Regenwaldes befindet. Vielleicht hast du ja Glück und es wird eine Führung
gemacht! Und du hast Glück! Ein Reiseführer führt gleich eine Gruppe von
Touristen durch den Regenwald. Schnell meldest du dich an und gehst mit. Du
findest den Regenwald ziemlich interessant und lauschst dem Reiseführer
aufmerksam, der alles was er sagt, noch einmal in Englisch übersetzt. Plötzlich
siehst du einen Koala und alle anderen Touristen auch. Du findest das Tier
faszinierend. Alle anderen sind auch begeistert. Unterwegs entdeckt ihr auch
eine Horde Affen. Du schwitzt und es ist ziemlich heiß und drückend im Wald. Ab
und zu regnet es ein bisschen, doch selbst der Regen ist warm. Da ertönt ein
gellender Schrei von einer der Touristinnen. Ein Skorpion! Du erkennst, dass es
einer von derselben Sorte ist, wie der in deinem Zimmer. Der Reiseführer sagt
der Frau, dass sie ganz ruhig sein soll. Und der Skorpion geht weiter. Genau auf
dich zu! Du bleibst wie versteinert stehen und hoffst, dass der Skorpion
verschwindet. Du weißt nicht wie lange es gedauert hat, bis der Skorpion
gegangen ist, doch als du aufsiehst, ist deine Gruppe weg. Sie sind ohne dich
weiter gegangen, haben womöglich nicht gesehen, dass der Skorpion bei dir war.
Und nun sitzt du fest!
Du wartest eine Zeit lang, aber niemand kommt zurück,
nicht mal der Reiseführer. Du fühlst dich einsam und weißt nicht, wie du je hier
heraus kommen sollst. Niemand kennt dich, du kennst auch niemanden in diesem
fremden Land! Plötzlich fühlst du dich beobachtet. Du starrst um dich herum und
fühlst dich wie in einem Teufelskreis. Und da! Du drehst dich herum und siehst,
wie im Gebüsch etwas zusammen zuckt. Du bekommst Angst und rufst dir ins
Gedächtnis, welch gefährliche und giftige Tiere hier leben. Plötzlich siehst du
die ganzen Schlangen in den Bäumen hängen. Bis eben sind sie dir gar nicht
aufgefallen! Vielleicht waren sie giftig, vielleicht sogar todgefährlich! Du
weißt nichts, über die Tiere die hier leben. Und da siehst du ihn, einen großen,
ausgewachsenen Tiger. Und er kommt genau auf dich zu. Er starrt dich an und du
ihn. Du zitterst am ganzen Körper vor Angst. Und der Tiger kommt näher. Du hast
das Gefühl, dein Herz bleibt stehen, pocht aber trotzdem schneller. Der Tiger
ist jetzt schon so nah an dir dran, dass du ihn locker hättest berühren können.
Aber du bist wie versteinert. Da schreit jemand einen so spitzen Schrei aus,
dass dir fast das Trommelfell platzt. „STOP MOVING!“, schreit jemand hinter dir
und du gehorchst. Der Tiger faucht kurz, dann rennt er weg und du bist gerettet.
Du drehst dich um und siehst einen Mann, der nichts als einen Lendenschurz an
hat. In der Hand hat er einen Speer und er erinnert dich sehr an einen Indianer.
„ Danke.“, wisperst du. Der Indianer nickt und macht eine Handbewegung, die dir
zeigt, dass du ihm folgen sollst. Du gehorchst ihm wieder, denn du hast das
Gefühl, dass er dir nichts tun will. Innerhalb von zehn Minuten führt der
Indianer dich aus dem Regenwald. „Noch einmal, danke!“, bedankst du dich. Der
Indianer lächelt freundlich, dann verschwindet er so schnell wie er auch
gekommen ist. Du bist immer noch etwas verwirrt und hast dein gesamtes
Zeitgefühl verloren. Doch dir ist klar, dass du Stunden im Regenwald
festgesessen hast. Du machst dich auf den Weg ins Hotel und beginnst damit,
endlich deinen Koffer auszupacken. Dann legst du dich auf dein Bett und nimmst
dir fest vor, den Rest des Urlaubs zu genießen!
Nessi,210
Jahre
Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin / des Autors
Ein Mädchen das tanzen
wollte
Eines Tages wollte ein Mädchen namens Anna in die Tanzschule
gehen.
Aber ihre Eltern waren so arm das sie kein Geld dafür hatten.
Eines
Tages sagte der Vater von Anna, gehe zu deiner Großmutter, die wird dir sicher
helfen.
Sie musste vier Hindernisse überqueren. Erst musste sie zur Brücke wo
der kleine Mann saß.
Das Mädchen fragte: Was ist denn das für ein kleines
Männchen?
Das Männchen sagte: Mir ist mein Boot kaputt gegangen. Kannst du es
reparieren?
Ja, sagte das Mädchen. Und was habe ich davon?
8 Taler sagte
das Männchen. Das Mädchen war einverstanden.
Dann musste sie an einer Höhle
vorbei, da war ein Teufel.
Und der sagte: Wenn du mir die Haare frisierst,
bekommst du 12 Taler.
Das Mädchen war einverstanden.
Nach einer Stunde kam
Anna an einem Riesen vorbei.
Der Riese sagte: Helfe mir von dem Baum Äste
abzubrechen.
Und was habe ich davon? Fragte Anna.
Du bekommst pro Ast 1
Taler, sagte der Riese.
Ja, sagte Anna und half dem Riesen.
Nach einer
halben Stunde kam sie an einem kleinen haus vorbei.
Da kam eine alte Frau aus
der Tür und sagte zu Anna:
Kleines Mädchen, wie heißt du denn?
Anna;,
sagte das Mädchen.
Anna, komm doch rein.
Anna sah wie schön das Haus war
und fragte : Darf ich hier übernachten?
Die alte Frau sagte: Du kannst hier
bleiben, wenn du meine Betten gut ausschüttelst.
Ja, sagte Anna, wenn sie mir
dafür 8 Taler geben, putze ich ihr ganzes Haus heute und Morgen.
Die Frau war
einverstanden und gab Anna die 8 Taler. Anna putzte das Haus gründlich von vorne
nach hinten.
Als das Mädchen am Morgen fertig war sagte sie: Lassen sie mich
für drei Tage gehen, bitte.
Und die alte Frau fragte: Kommst du mich dann
besuchen?
Natürlich, sagte Anna. Bis bald.
Als Anna bei ihrer Tante
angekommen war, waren sie so glücklich, ihr glaubt es gar nicht.
Auch ihre
Oma war da und Anna fragte: Oma, bezahlst du mir die Tanzstunden?
Ja, sagte
die Oma.
Vielen, vielen Dank, sagte Anna.
Nach drei Tagen musste Anna
wieder nach Hause.
Sie lief zum Haus der alten Frau und putzte wieder was das
Zeug hält.
Dann sagte die alte Frau: Für deine fleißige Arbeit gebe ich dir
60 Taler.
Anna war glücklich und verabschiedete sich.
Und sie kam am
Riesen vorbei. Und am Teufel und an dem kleinen Männchen.
Als sie dann
endlich Zuhause war dachte sie: Jetzt ist Tanzen an der Reihe!!!
Sie gingen
zum Bauchtanz und meldeten sie gleich an.
Und wenn sie nicht gestorben sind
dann leben sie noch heute.
Geschrieben von Victoria
Lyhs
Victoria Lyhs 8 Jahre aus Bremerhaven /Deutschland
Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin / des Autors
Es war ein mal ein
Land,
wo es viele Zwerge gab. Sie konnten alle fliegen. Ihre Bärte und die
Haare wuchsen bis zum Boden.
Als sie gerade ihren Tanz tanzten, rief ein
Zwerg ganz laut:"Sie sind da, sie sind da!
Die Bücherwürmer sind da!" "Was
hast du denn gegen Bücherwürmer? Sie sind doch unsere Freunde.", sagte einer der
Zwerge. "Ich meine aber die bösen schwarzen Bücherwürmer!" Da rief ein
Zwerg:"Rennt um euer Leben!" Die Zwerge rannten alle auf einen Berg. Schwarze
Bücherwürmer waren Würmer, die im Sumpf lebten. Sie waren bekannt für ihr böses
Benehmen und schubsten andere grundlos.
"Ich habe Angst, Mama!", sagte ein
kleiner Zwerg und fing an zu weinen. Drei der klügsten Zwerge versammelten sich
und meinten,
dass sie eine Kristallblume finden sollten. Würden sie das
nicht inerhalb von 2 Tagen schaffen und die Blume den Würmern geben,
wäre
das Dorf der Zwerge in Gefahr. Alle machten sich auf die Suche. Nach zwei Tagen
fanden sie diese Blume. Sie übergaben den Bücherwürmern die Blume.
Die
Würmer gingen wieder in ihren Sumpf zurück. Alle Zwerge waren froh,
kehrten
in ihr Dorf zurück und tanzten den Freudenstanz. Was sie noch nicht wissen, ist,
dass andere Böse Tiere in der nähe waren und auch das Dorf der Zwerge
besitzten wollten...
Ende
Nicole&Jenny Andris,
Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin / des Autors
Der
Tornado
Lisa und Andrea packten ihre Sachen für eine Radtour."Schau mal
wie dunkel es aufeinmal draußen wird !?",sagte Lisa."Ach komm,dass macht nix,die
Wolken werden wieder vorbei ziehen".Bedenklich machte Lisa sich sorgen aber zum
Schluss entschied sie sich doch noch für die Radtour.Als sie gegen 15 Uhr
losfuhren,schien der Himmel schon etwas heller zu werden.Als sie bereits 10km
gefahren sind sagte Lisa "Bitte können wir eine kleine Pause machen ?"."Aber
natürlich",antwortete Andrea. Sie holten ihr gepäck heraus:Belegte
Brötchen,Trinken und Obst.Als sie gerade begonnen haben zu essen,kamen zwei
ältere Radfahrer vorbei."Sie müssen sich beeilen,hinter uns liegt ein ziemlich
kräftiger Sturm.Nicht das ihnen nich etwas passiert ! ",sagte der Radfahrer
fürsorglich.Lisa und Andrea packten ihre sachen schnell zusammen,setzten sich
auf das Fahrad und fuhren schnell weiter. Der Sturm kam immer näher.Nun fing es
an zu Donnern und Blitzen. Weit und Breit kein Haus,keine Stadt,kein nichts
einfach gar nichts.Nur Feld.Sie wussten allmählich nicht mehr was sie machen
sollten.Jeden Meter den sie fuhren kam der Sturm näher.Plötzlich tauchte ein
heftiger Tornado auf sie fuhren um ihr leben.Auf einmal kam Andrea mit ihrer
Hose in die Speichen und viel zu Boden.Lisa hielt auf der Stelle an und rannte
zu Andrea.Ihr Knie blutete wie wild.Plötzlich zog der Tornado direkt zu Andrea
und Lisa.Sie setzten sich auf die Fahräder und fuhren so schnell es ging,doch
der Tornado war schneller.Er zog das Fahrrad samt Andrea mit sich.Lisa wich dem
Tornado aus.Hilflos und traurig fing sie an zu weinen.Die anderen Radfahrer sind
noch mal weggekommen. "Was hatten die ein Glück",dachte sich Lisa.Auf einmal
viel ihr ein das sie ihr Handy einstecken hatte,sie verständigte die
Polizei.Nach zehn Minuten waren sie auch schon da.Lisa erzählte ihnen alles und
die Polizei verständigte die Rettungsdienste.Ein netter Polizist fuhr Lisa nach
Hauser und sagte sie soll sich erst einmal beruhigen und sie würden ihr bescheid
geben wenn ihre Andrea gefunden woren wäre.Lisa setzte sich zuhause traurig an
den Tisch und wartete und wartete.Nach ca einer Stunde klingelte das
Telefon."Hallo ?",fragte Lisa. "Hallo Fr.Hahn vom Hochwaldkrankenhaus am
Aperat.Ich wollte dir mitteilen dass Andrea bei uns mit schweren Kopf und
mehreren Brüchen eingeliefert wurde.Es tut mir sehr leid für dich aber ich kann
dir keine genauern Auskünfte geben wie die Chancen für sie stehen.Lisa fing an
zu weinen und sagte :"Kann ich sie besuchen ?"."Aber natürlich",sagte
Fr.Hahn.Lisa eilte zum Krankenhaus dass nahe ihres hauses lag."Hallo,welche
Zimmernummer hat Andrea ?",fragte Lisa am Eingang des Krankenhauses."Nummer
45",antwortete eine angestellte Frau.Sie eilte die Treppen hinauf in den
2.Stock.Als sie die Tür fand,trat sie leise ein.Dort lag Andrea.Ein verband war
um ihr Kopf gewickelt."Hallo..Andrea ?",flüsterte Lisa vorsichtig.Doch sie
antwortete nicht.Lisa setzte sich auf die Bettkannte von Andrea.Plötzlich
öffnete Andrea langsam die Augen. "Hallo..wer ist da ?",fragte
Andrea."Hallo..ich bins Lisa.Wie geht es dir ?",fragte Lisa. "Naja meine beiden
gebrochenen Beine tuen noch höllisch weh,aber das mit meinem Kopf geht schon
wieder."Die Ärtztin hat gesagt ich hätte eine starke Gehirnerschütterung,aber so
stark kommt es mir gar nicht vor.",behauptete Andrea."Boah bin ich erst mal froh
das es dir einigermaßen besser geht.Aber schon du dich erst mal.Ich denke schon
das du noch mal drei bis vier Tage hier bleiben musst zur Kontrolle und
so.",sprach Lisa."Ich werde dich dann auch nicht weiter stören,du brauchst jetzt
erst mal viel Ruhe!.",sagte Lisa und verabschiedete sich von Andrea.Als Lisa
gerade die Tür hinaus gegangen ist,kam auch schon ein Arzt."Hallo,könnten sie
mir sagen wie lange Andrea noch hier bleiben muss ?",fragte Lisa
freundlich."Naja erst mal langsam sechs Tage währen schon gut bei ihren
Brüchen.Aber es sieht schon sehr gut aus mit ihren Verletzungen.",antwortete der
Arzt.Nach einer Woche kam Andrea gut geheilt wieder nach Hause.Vom Unwetter war
keine Spur mehr.Aber so schnell wollten sie keine Radtour mehr
machen.
Laura,13 Jahre
Reichelsheim,Gesamtschule Konradsdorf,
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch
auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des
Autors
Der
Keller
„Hey Stan!! Dich hat grad das heißeste Mädchen der ganzen High
School angesprochen und du hast nur gesagt "mal schauen" Was ist eigentlich los
mit dir? Wieso lässt du sie einfach so abblitzen?“ Ich hob den Kopf und blickte
in Richtung Whitney Broothie. Sie war wirklich wunderschön und dazu auch noch
reich. Sie war die Tochter des Nobelrestaurants Besitzer Grand Broothie und
diese Restaurants waren bekannt unter den Reichen. Hatte sie mich wirklich nach
einem Date gefragt? Mein bester Kumpel Max schaute mich total bescheuert an.
„Jetzt geh schon zu ihr und sag ihr, dass du das Date annimmst, Mann!“ „Okay...“
Ich ergab mich und setzte mich langsam in Bewegung. Als ich bei Whitney und
ihrer Mädchenclique, die nur aus den schönsten und reichsten Mädels der High
bestand, und tippte Whitney, da sie mit dem Rücken zu mir stand, an. Sie drehte
sich wie in Zeitlupe um und warf mir ein atemberaubendes Lächeln zu. Ich hoffte
jetzt nicht ins Stottern zu kommen. „Whitney... Ich muss dir was sagen.“ „ Ja...
Was gibt es denn??“ Sie schien mir ein bisschen eingeschnappt. Hoffentlich gab
sie mir keinen Korb. Das wäre echt peinlich! „Also es ist so“ Ich durfte jetzt
nicht wie ein Weichei klingen „Ich würde gerne deine Einladung zu einem Date mit
dir annehmen. Vorhin war ich nicht ganz bei Sinnen.“ „ Aha so ist das also... Du
meinst wenn Mr.Perfect zu mir kommt und meint er wäre vorhin "nicht ganz bei
Sinnen gewesen" dann würde ich nachgeben?!“ „Ja...“ gab ich etwas kleinlaut zu.
Sie wollte mich also doch vor der ganzen Schule bloß stellen. „So eine Schlange“
dachte ich mir und verkniff das Gesicht zu einem gezwungenen Lächeln. „
Natürlich werde ich da nachgeben. Wer kann so einem süßen Typen denn
wiederstehen??“ Mir fiel ein Stein vom Herzen. Sie war doch keine Schlange. Ich
fühlte mich als Sieger. „Gut. Dann bis morgen Whitney“ sagte ich und sie gab mir
einen leichten Kuss auf meine Wange.“ Ich freu mich auf morgen um ca 15.00 Uhr
bei mir?“ Whitney grinste mich an. Als ich wieder zu meinem Kumpel Max ging
hörte ich das die Mädchenclique tuschelte. Ich konnte nicht alles verstehen. „Oh
mein Gott!! Wie süß!!“ „Er gehört mir!“ Das musste wohl Whitney gewesen sein,
denn sonst hätte sich keine von diesen hysterischen Mädels getraut dass zu
sagen. Max klopfte mir auf die Schulter. „Gut gemacht,Alter.“ Wir gingen in
Richtung Klassenzimmer davon.
Nach der Schule fuhr mich Max nach Hause.
Er war schon 16 und hatte daher einen Führerschein. Ich stieg aus und klingelte
an der Haustür, da ich meinen Schlüssel wohl heute morgen in der Eile liegen
gelassen hatte. Meine kleinere Schwester Britney öffnete mir die Tür. „Aha!!“
„Was aha?!“ gab ich genervt zurück. Sie war erst 13 und daher gerade in dieser
Zeit wo Mädchen mit dem Schminken anfangen und dieses Zeug. „Hi“ Meine Mum saß
am Esstisch.
Ich hatte mich wohl etwas verspätet. „Da bist du ja. Stan ich
hab mir schon Sorgen gemacht.“ „Mann Mum. Du machst dir echt schon nach zwei
Minuten Verspätung Sorgen.“ Gab meine Schwester genervt zurück. Manchmal liebe
ich sie. Genau für solche Dinge. Ich setzte mich und schöpfte mir etwas von dem
Essen das ich nicht identivizieren konnte auf meinen Teller. Ein Stuhl war leer.
Dort sollte eigentlich Dad sitzen doch er war vor einem Jahr gestorben. „Mum ich
habe morgen um ca. 15.00 Uhr ein Date das heißt ich kann dir nicht im Laden
helfen.“Meine Mum betrieb einen kleinen Lebensmittelladen der eigentlich für
diese Gegend sehr gut lief. „Uhhhhh! Wer ist denn das Unglückliche Mädchen?“
„Britney sei einfach still okay?! Nur weil du noch nie ein Date hattest musst du
mir nicht den Spaß daran verderben!“ Britney verzog das Gesicht zu einer
Schnute. „Also wer ist denn die Glückliche?“ Meine Mum war echt neugirig. „Okay.
Es ist Whitney Broothie“ sagte ich triumphierend. Britney riss den Mund auf und
brachte keinen Ton mehr herraus. Als sie sich wieder gefangen hatte sagte sie:
„Whitney Broothie?? Nicht dein Ernst! Wieso interessiert sich so ein hübsches
und beliebtes Mädchen für so einen...“ „Tja sie hat halt Geschmack im Gegensatz
zu dir!“ schnitt ich ihr das Wort ab. Meine Mum holte tief Luft, deshalb hielt
ich besser den Mund anstat mich mit Brit zu streiten. „Habt ihr euch jetzt
eigentlich an dieses Haus gewöhnt oder findet ihr es immer noch so schlimm?“ Wir
waren vor 9 Monaten nach Kansas gezogen da unsere Villa für 3 Personen in New
York City, der Meinung meiner Mum, zu groß gewesen wäre und zu teuer. Also zogen
wir in die Firestreet in ein kleines Haus an einem kleinen Wald. Dieses Haus war
etwas gruselig, es hatte Anfangs keinen Strom da es nicht an das Netz
angeschlossen war, denn vor uns hatte laut unserem seltsamen Nachbarn Mr. Whopy
ein Vampir darin gehaust, und diese zerfallen, wenn sie an Licht kommen, zu
Staub. Jetzt hatten wir zwar Strom jedoch hatten Brit und ich immer noch etwas
Angst vor diesem Haus, wegen diesen Geschichten die in der ganzen Stadt über es
erzählt wurden. „Ich hasse dieses Haus. Was wenn wirklich ein Vampir hier drin
gewohnt hat?“ „Aber Britney das ist doch nur alter Aberglaube! Es gibt keine
Vampire“ „Wenn du meinst, Mum“ gab meine Schwester zurück. Mich beunruhte jedoch
das Mum noch nicht im Keller war. Brit und ich hatten gar keine Lust dort
hinunter zugehen denn Mr.Whopy hatte gesagt das Mr.Blood, so hieß der Vormieter,
sich nur im Keller aufhielt und das dort wohl auch sein Sarg liegen musste. Er
wurde nämlich 1812 tod im Keller gefunden.
Am nächsten Morgen war ich
etwas aufgeregt denn ich hatte ja ein Date mit Whitney. Ob ihr die Blumen
gefallen würden die ich ihr kaufen wollte? Ich hoffte doch zumindestens. Brachte
man überhaupt zum ersten Date Blumen mit? Das war zwar nicht mein erstes Date
aber trotzdem. Jetzt stand erstmal die Schule auf dem Programm. Heute hatten wir
wenigstens keine Mittagsschule also hatte ich genügend Zeit noch mit Max Blumen
zu kaufen. Oder sollte ich das alleine machen? Ich überlegte es mir in der
Schule. „Jetzt muss ich aber los, sonst komm ich zu spät zur Schule.“ dachte
ich. Im Bus schaute mich die ganze Zeit die Mädchenclique von Whitney an. Das
nervte ziemlich. Wenigstens musste das Whitney wohl aufgefallen sein denn sie
„pfiff“ ihre Mädels zurück. „Eh mann! Die ganzen Mädels stehen auf dich!! Hast
du nen Glück.“ „Naja wie mans nimmt“ gab ich etwas uninteressiert zurück, denn
ich hörte gerade meiner Schwester zu, die mit ihren Freundinen redete. Ich hatte
meinen Namen gehört. „Mein Bruder Stan hat heut ein Date mit Whitney Broothie.
Whitney!!! Mein Bruder halt, eben ein toller Hecht. Wetten morgen sind sie
zusammen?!“ Ein großes und breites Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus.
„Max, bringt man eigentlich zum ersten Date Blumen mit?“ Ich musste es einfach
wissen, denn ich hatte das Gefühl dass zwischen Whitney und mir heute etwas
passieren würde. Außerdem waren die anderen Mädels, mit denen ich schon ein Date
hatte, mir nicht so wichtig gewesen wie sie. Sie waren einfach nur
„Eintagsfliegen“. „Ich denk nicht das Whitney es von so einem coolen Typen
erwartet, dass er einen auf Romantik macht.“ „Aber das wäre doch gerade eine
Überraschung für sie.“ Ich konnte mir einen vernichtenen Blick in Richtung
Britney nicht verkneifen. Sie streckte mir die Zunge raus. Ich rief ihr zu:
„Wenn ich dir schon erlaube mit mir anzugeben, machst du heut die Schicht im
Laden mit Mum, die eigentlich meine ist.“ Ich hörte gar nicht mehr auf ihre
Antwort, da sie sowieso keine andere Wahl hatte. Ich hatte ja ein Date und wenn
das nicht statt finden würde, hätte sie sich ja vor ihren Freundinen blamiert.
„Also du würdest mir raten keine Blumen mit zubringen? Hab ich das richtig
verstanden?“ hakte ich nochmal nach. „Ja ich denke schon. Vor allem bei Whitney.
Wenn du sie nicht beeindrucken kannst hat sie gleich einen anderen zur Hand.“
„Das sieht bei mir ja auch nicht anderst aus. Außer das ich keine Typen an der
Hand hab sondern Mädels.“ „Ja stimmt schon. Wenn ihr wirklich ein Paar werdet
dann wird es wahrscheinlich viel mehr Singles an der Schule geben.“ Max grinste
mir schräg zu. „Genau. Aber laber nicht soviel und steig aus sonst landest du im
Nirvada, oder wo dieser Bus auch immer hinfährt.“
Ich hatte mich
entschloßen meine Mum zu befrage, was das Thema Blumen anging. Sie riet mir
keine mitzubringen. Da beide der Meinung waren lies ich das besser. Um 15.00 Uhr
stand ich pünktlich vor Whitneys Tür. Als ich gerade klingeln wollte, riss
jemand die Haustür auf. Es war Whitneys großer Bruder. Ich verstand mich ganz
gut mit ihm. „Hey Stan! Was willst du denn hier?“ Er hatte einen leicht
genervten Gesichtsausdruck. „Ich wollte zu deiner Schwester. Wir haben ein
Date.“ Ich druckste ein kleines Lächeln hervor. „Achso. Deshalb hat sie so ewig
im Bad gebraucht. Wenigstens hat sie sich diesmal für nen Gescheiten hübsch
gemacht.“ Er klopfte mir auf die Schulter. „Danke“ gab ich zurück. Ich wusste
nicht ob ich noch klingeln oder einfach reingehen sollte.
„Na dann. Noch viel
Spaß! Ich muss dann jetzt auch... Whitney?! Dein Date is da!!!“ rief er in die
Villa. „Tschau.“ sagte er und lief an mir vorbei. Kurze Zeit später kam Whitney
aus der Villa. Sie sah echt super aus. „Hi“ Whitney lächelte und raubte mir
damit meinen Verstand. Zwei einhalb Stunden später war unser Date vorbei und wir
waren ein Paar.
Ich hatte noch nie so ein tolles Gefühl im Bauch. Als ich das
Max erzählte war er nicht mehr zu halten.
Am nächsten Abend waren Britney
und ich alleine zu Hause da unsere Mum mit einer Freundin ins Kino ging. Sie sah
es nicht gern wenn die „kleine Britney“ Horrorfilme anschaute also sahen wir uns
heute einen an, den ich mir von meinem Kumpel geliehen hatte. Als der Streifen
vorbei war saß Brit zusammengekauert auf dem Sofa. „Und wie fandest du ihn?“
fragte ich mit Schadenfreude in der Stimme. „Ach... Ganz okay!“ erwiederte sie
mit Unsicherheit in der Stimme. „Hattest du keine Angst? Also ich hätte an
deiner Stelle ja Angst gehabt...“ ich wollte nur einmal hören das sie sich
gegruselt hatte. “Nein ich hatte keine Angst! Aber du sahst, beim Film, schon so
aus wie als ob du Angst gehabt hattest.“ Aha jetzt fing das wieder an. Ich
schaute sie mit einem Blick an, der heißen sollte „Ich und Angst? Kannste
vergessen.“ „Naja wenn du mich so anschaust dann soll das wohl heißen :>Aber
wenn du so selbstsicher bist dann traust du dich jetzt doch sicher in den Keller
zu gehen, oder hast du etwa doch Schiss?“ Mir stockte der Atem. Wenn ich jetzt
den Schwanz einzog dann hatte das schwere Folgen, vorallem in der Schule. Denn
die Schlange Brit erzählte alles rum. „Du verlangst von mir, dass ich meinen
Mann steh, aber du bleibst hier oben gemütlich auf dem Sofa sitzen und drehst
Däumchen oder was??“ ich wollte einfach nur erreichen das sie die Aktion zurück
zog und dass wir uns jetzt nen gemütlichen Abend machten. Denn ich dachte sie
würde nie mit runter kommen. „Klar komm ich mit, was denkst du denn? Ich möcht
doch ebenfalls den Sarg von Mr. Blood sehen.“ Ich traute meinen Ohren nicht,
versteckte meine Unsichherheit jedoch gut. „Na gut. Wenn du das aushälst...“ Ich
hoffte das sie spätestens auf der Treppe kehrt machte. „Gut gehen wir los.“ Sie
machte echt auf Ernst. Britney nahm den Kerzenständer der auf der Anrichte stand
mit und zündete die Kerze an. Ich schnappte mir die Taschenlampe die ebenfalls
da rum lag und folgte Brit zur Kellertür.
Und Brit machte nicht auf der
Treppe kerht. Leider. Wir schlichen die Treppe runter und schauten uns gespannt
um. Der ganze Keller war voller Spinnweben und sah aus als hätte man ihn seit
tausenden von Jahren nicht mehr genutzt. Brit suchte nach dem Lichtschalter und
fand ihn kurz darauf auch. Eine schwache Birne warf ein gelbliches Licht in den
Raum. „Ein Wunder das die noch funktioniert“ dachte ich mir. Wir gingen die
Steintreppe weiter runter und fanden vor uns Kisten die aussahen als wären sie
aus dem 18 Jahrhundert.
Brit strich begeistert Staub von den Kisten und eine
alte Schrift kam zum Vorschein. „Was da wohl daruf steht?“ fragte sich Britney.
„Lies es dann weißt du es.“ gab ich in einem gelangweilten Ton zurück. Innerlich
sah es aber ganz anderst
aus. Ich war so gespannt, wie bei einer
Klassenarbeit wenn man nicht gelernt hatte. „Blutkonserven der Blutgruppe A“ las
Britney laut vor. „Was die hier wohl machen?“ „Stell dich doch nicht so dumm an,
das sind natürlich die Winterreserven für unseren Vormieter.“ witzelte ich.
Gleich darauf strafte sie mich mit einem ihre blöden Blicke. Wir gingen weiter,
in eine große Tür wo folgendes eingebrannt war: „Der Zugang zu diesem Raum ist
für Unbefugte verboten“ Mir ging ein Schauer den Rücken hinunter. Ich ging
tapfer auf die Tür zu. Brit keifte mich an „Kannst du nicht lesen oder was?“ Mir
ging das ehrlich gesagt sonst wo vorbei. Ich antwortete ihr nur kurz: „Wir sind
doch hier um was raus zu finden oder?“ sie nickte „also siehst du, da müssen wir
doch auch diese Tür durchsuchen und außer dem ist dieser Vampier doch schon
lange tod.“ Ich drückte die Türklinke hinunter und ging mit Gänsehaut hinein.
Drinnen war es stockdunkel. „Mach mal Licht.“ Ich suchte einen Lichtschalter
fand aber keinen. Naja egal wir hatten ja ne Taschenlampe und eine Kerze dabei.
Die kamen jetzt zum Einsatz. Als das Licht den Raum durchflutete schrie Brit
laut los. „NEIN!!!!“ Ich brachte keinen Ton raus sonst hätte ich mir die Seele
aus dem Leib geschrien.
Als ich wieder denken konnte würde mir klar
dass Mr. Blood nie tod gewesen war sondern immer, die ganze Zeit, in unserem
Keller gelebt hatte. Mir wurde das klar, als ich meine Mum auf den Knien eines
Mannes sah der gerade seine spitzen Eckzähne in ihren Hals rammte. Als er uns
bemerkte blieb er ungewöhnlich ruhig. „Merkt euch das eklig braune Gesicht von
eurer Mutter, gleich wird es eine vornehme Bläse erhalten und ihr werdet alle
bald ebenfalls so schön aussehen.“ Das hätten wir ernst nehmen sollen aber das
hatten wir nicht. Leider. „Ja klar... und morgen kommt der Weihnachtsmann! Sie
sind echt ein schlechter Schauspieler, wenn man das hier mal sagen darf!“
witzelte ich. „Mein Junge, das ist kein Theaterstück wo du dich amüsierst,
sondern das richtige Leben. Aber sobald ich von deinem Blut gekostet habe wirst
du ganz anderst denken.“ Mir lief ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Ich
blickte zu meiner Schwester die nach meiner Hand griff. Sie war verschwitzt aber
das war meine wohl auch. Meine Mum lag fast leblos in dem Schoß von diesem
Vampier. „Ist sie tod?“ fragte Britney mit zittriger Stimme. „Nein, das heißt,
sie kann gar nicht mehr sterben denn sie ist gerade dabei, sie wird aber dank
mir wieder zum Leben erweckt.“ Britney zuckte zusammen. „Dank mir“ dachte ich
„dank dir stirbt sie doch!“
Unsere Mam war echt blass und hatte ein
seltsames Lächeln auf den Lippen. Der Vampier nahm den Kopf meiner Mum, hob ihn
an und legte ihn auf eine Kiste. Er näherte sich. Ich stellte mich vor meine
kleine Schwester denn wenn es sein musste würde ich für sie sterben. „Du kannst
deine Schwester nicht in Schutz nehmen, denn ich griege sie so oder so!“
bedrohte Mr. Blood uns mit einer rauen Stimme. „Und wie wollen sie das
anstellen?“ provozierte ich ihn. „So“ hauchte er mir ins Gesicht. Er nahm mich,
hob mich unter den Armen hoch und fletschte sein ekliges Gebiss. Ich hörte nur
noch das Schluchzen von meiner Schwester und einen unangenehmen Schmerz in
meiner Pulsader. Dann schrie ich auf.
Als Max am nächsten morgen an
unserer Tür klingelte machte keiner auf. Also ging er um das Haus herum, hob
einen Stein an und öffnete die Hintertür. Er rief in das Haus hinein aber keiner
antwortete ihm. „Stan war heut nicht in der Schule und seine Schwester auch
nicht also müssen sie doch da sein.“dachte er. Max ging in den Flur und sah dass
die Kellertür offen stand. „Oh mein Gott, die sind doch nicht in den Keller
gegangen, da soll doch dieser komische Mr. Blood wohnen!“ Trotz seiner Angst
schlich er die Treppe hinunter und rief immer wieder meinen Namen. Als er im
Keller angekommen war sah er auch die Blutkonserven die am vorrigen Tag Britney
entdeckt hatte. Ihm lief eine Gänsehaut den Rücken hinunter. Als er durch eine
Tür ging die schon offen stand, erblickte er etwas was ihn sein ganzes Leben
nicht mehr los lassen würde. Vor seinen Füßen lagen Leichen die er zu Stan,
Britney und zu dessen Mutter zuordnen konnte. Plötzlich bekam er keine Luft
mehr. Max stürmte aus dem Keller raus, und so schnell er konnte, aus dem Haus.
Er klingelte bei unserem Nachbarn Mr. Whopy und fragte ob er mal sein Telefon
benutzen dürfe. „Klar darfst du das, um was handelt es sich denn?“ fragte dieser
neugirig. „Um einen Mord!“ brachte Max mit Mühe herraus. Mr. Whopy riss den Mund
auf und gleichzeitig die Tür. Max rannte zu dem Telefon das im Flur stand.
„Polizei? Ja hier Maximilian Nord. In der Firestreet 16 ist ein Mord passiert.
Nein ich war das nicht, sonst würde ich den Mord doch nicht bei ihnen melden! Ja
gut ich warte beim Nachbarn Whopy“
Am nächsten Morgen waren die Leichen
weg gebracht, der Tatort untersucht, Max verhört, ebenfalls auch Mr. Whopy und
die Zeitung hatte auch schon darüber geschrieben. Drei Tage nach dem Mord war
die Beerdigung. Alle waren anwesend. Als die Beerdiegung zu Ende war ahnte
keiner was in ihrer Abwesenheit passieren würde. Aus dem Familiengrab erhoben
sich drei bleiche Gestalten. Sie schwebten über den Friedhof in Richtung
Firestreet, gingen durch die Kellerwände der Nummer 16 und liesen sich
nieder.
Das Haus war vier Jahre lang nicht mehr bewohnt gewesen, bis ein
Mann mit seiner Tochter und seinem Sohn dort einzog. Die Mutter war vor einem
Jahr gestorben und nun wollten sie ein neues Leben anfangen. Als die beiden
Kinder eines Tages alleine zu Hause waren und einen Horrorfilm ansahen kamen sie
auf die Idee mal im Keller nach zu sehen ob die Geschichte stimmte die immer ihr
komischer Nachbar Mr. Whopy erzählte. Denn er redete immer von einer Familie die
vor vier Jahren im Keller tod aufgefunden wurde und diese Familie sollte jetzt
als Vampiere dort hausen. Sie nahmen einen Kerzenständer und eine Taschenlampe
mit und machten sich auf den Weg...
Janina,14 Jahre Autor/in Stuttgart/
Fanny-Leicht-Gymnasium
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen
der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
Der Streit zwischen
klein und groß
Tabea geht zusammen mit ihren drei Freundinnen in die
5.Klasse.
Sie und ihre Freundinnen spielen auf dem Schulhof, mit Tabeas Ball.
Tabeas Freundin Cristin schießt ausversehen den Ball weg.
Die Achtklässlner
nutzen die Schongs und nemmen ihnen den Ball weg.Tabea ruft: "Heh, das ist mein
Ball und möchte ihn wieder haben ." "Du möchtest! Aber wir behalten in", sagt
einer von
den Achtklässlner.Sara wird sauer und geht zu den Achtklässlern
hin und tretet allen nacheinander ins Schinenbein. Die Jungs lachen und halten
Sara fest.Tabea schreit:"Last sofort Sara los."
Darauf lachten die Jungs
schon wieder."Ich finde Sara hat recht,
wir müssen uns den Ball
wiederholen",meint Saskia,Saras
Zwilingsschwester.Also holen sich die drei
andern Mädchen also
Tabea,Cristin und Sakia den Ball und Sara wieder
zurück.
Aber es klappt nicht.Die großen Jungs nehmen alle nacheinander
vor.Trotzdem haben die drei einen Erfolg,die Jungs haben Sara
losgelassen.Mit schmerz sitzen die vier nun da.Der eine Junge
sagt:"Oh
haben die vier etwar auauauaua?""Hör auf Franz meine Schwestern und ihre
Freundinnen zu Quälen!",meckert Klara dazwischen.Klara ist die Schwester von
Sara und Saskia. O. K. ich höre ja auf! jauelt Franz.Tabea sagt:"Weil wir
zusammen gehalten haben,haben wir nur Kratzer und blaue Flecken."Ja sagen die
anderen drei." .Die Jungs hören auf zu Quälen und geben den Ball zurück.Genau in
diesen moment klingelt es zur Stunde.
ENDE
Talea Jacobsen,9 Jahre
Autor/in Greetsiel,Ubbo-Emmius-Schule,
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch
auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des
Autors.
Die kleine
Straßenlampe
Der Fischerweg war eine kleine Straße, die eigentlich
nichts mit Fischern zu tun hatte. Denn diese kleine Straße mit einer noch
kleineren Straßenlampe befand sich inmitten einer gigantischen unbedeutenden
Stadt.
Fischerweg 5, in diesem kleinen gemütlichen Haus lebte Herr
Menschheit. Nur hielt er sich dort sehr selten auf, denn der arme alte Herr
Menschheit ging immer um 6.00 Uhr los und kam um 23.00 Uhr dank der kleinen
Straßenlampe pünktlich nach Hause. Jedes Mal schlief er, begraben hinter seinen
Büchern, die in ferne Länder zu anderen Gesellschaften führten, ein. Ein Buch
handelte beispielsweise von einem Mann im Orient, der eine Frau aus Liebe
entführte. Ein anderes wiederum spielte in London. Unter der feinen englischen
Gesellschaft pickte ein Detektiv die schwarzen Schafe heraus.
Und wenn Herr
Menschheit in seinen Büchern versank und träumte, dann flackerte meist die
kleine Straßenlampe draußen vor dem Fenster.
So schön es auch war, das
Träumen. Irgendwann musste Herr Menschheit wieder zurück in seine Firma, an
seinen Platz? Herr Menschheit zog sich, wie jeden Morgen also, seinen dunklen
Mantel über und ging hinaus auf die Straße. Und die Straßenlampe flackerte. Als
er dann gefeuert wurde, verglühte das wärmende Licht der Straßenlampe. Herr
Menschheit ging deprimiert durch den Fischerweg und suchte sein Haus. Jedoch,
weil die Straßenlampe kaputt war, konnte er es nie finden.
Theresa
Klink
Theresa,16 Jahre Autor/in
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch
auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des
Autors.
Der Weg zum
Model
Vera stieg aus der Bahn und sah sich um.Gerade eben war sie in
Frankreich angekommen.Am Bahnsteig sah sie eine Frau mit einem Blatt Papier das
sie hoch hielt.,Vera Hermann,stand darauf.Vera lief zu dieser Frau und stellte
sich vor.,Ich bin Vera Hermann.
Sollen sie mich abholen?,fragte sie.,Ja,ich
soll dich abholen.
Ich bin Larissa Wiegand die Modedeseinerin.Komm davorne
wartet unser Bus der uns zum Hotel briengen soll.,Sie stiegen in den Bus und
Vera dachte bei sich:,Wow,ich habe die Berümte Modedesinerrin Larissa Wiegand
persönlich kennen gelernt.
Als sie im Hotel ankammen zeigte ein Page namens
Tom Vera ihr Zimmer.Es war ein großes Zimmer mit einem Bett,ein Telefon,ein
Fehrnseher,einen Computer und eine Komode.Neben an war ein großes weißes
Badezimmer.,Um 7.30Uhr gibt es Abendessen danach haben sie eine Besprechung mit
den anderen Models.,,Danke Tom,hier hast du 50cent.Du kannst jetzt gehen.,Als
Tom gegangen war mailte sie erstmal ihre beste Freundinn Jojo an.
Hy
Jojo,
Bin gut angekommen.Du wirst nie erraten wenn ich getroffen
habe.
Larissa Wiegand.Die Modedesinerin.
Ich muss mich jetzt fürs
Abendessen umziehen.
Bye
Vera schaltete den Computer aus und zog ihr
hellgrünes Kleid an.
Dann lief sie runter zum Abendessen.Um 8.00Uhr wurde sie
von Larissa ahgeholt und die beiden gingen zum Sall1 um die anderen Models zu
treffen.,Hallo,wie ihr schon wist bin ich Larissa Wiegand.Wir haben euch hierher
eingeladen damit ihr auf der Modenschau la mode auftretet.Übermorgen ist es so
weit.Morgen früstücken wir um 8.00Uhr danach probieren wir die Klammotten an
euch an.Denn nachmittag könnt ihr dann so verbringen wie ihr wollt.Entweder
schaut ihr euch Paris an oder ihr geht ins Disney land.Am Abend sind Leute von
der pariser und der deutschen Zeitung da.auch von der Zeitund mode la pari.Am
Montag kommen dann 4Frauen vom Schönheitssallon und machen euch schick.Dann
fahren wir zum Festsall und dort bekommt ihr eure Klamotten.Um 20.00Uhr beginnt
dann die Modenschau.Aber jetzt geht am besten ins Bett.Morgen ist ein langer
Tag.,Vera trank noch schnell eine Cola dann legte sie sich ins Bett und schlief
ein.
Am nächsten Morgen früschtückte sie mit den anderen Models und dann
probierten sie die Klammotten an.Vera musste erst ein langes rotes Kleid
anprobieren und dann einen rotweißen Rock mit einem T-Shirt das vorne weiß und
hinten rot war.Am Nachmittag fuhr sie ins Disneyland und hatte einen heiden
Spaß.Am Abend kammmen Leute von der Zeitung und intervieten alle
Models.
,Wie ist ihr Name?,
,Woher kommen sie?,
,Wie alt sind
sie?,
,Wie sind sie hierher gekommen?,
,Warum sind sie eingeladen
worden?,
,Common tut apelle?,
,Celaj atue?,
Als sie fertig gefragt
hatten ging Vera ins Bett.Am nächsten Tag wurden ihr die Harre gesteilt und sie
wurde geschminkt.Dann fuhren sie zum Festsall.Dort mussten sie sich
umziehen.Dann ging es los.Sie liefen den Laufsteg hoch und wieder runter.Hoch
und wieder runter.Am Ende gab es einen Riesenapplaus.Dann bekammen sie alle
Urkunden und fuhren zurück ins Hotel.Am nächsten Morgen fuhr Vera nach Hause mit
dem Gedanken zur nächsten Modeschau wiederzu kommen.
Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin / des Autors.
Rachel,10 Jahre aus Wehrheim © by
Kinderbuchforum-Stiftung
DER ZAUBERSTAB
Wie
so oft spähte er aus Finsterfern in alle himmelsrichtungen und gelegentlich
schleuderte er vor Langerweile
mit seinem Zauberstab Blitze von der klippe
ins Tal, die dort große Unwetter hinterließen- zuweilen gleich mehrere Monde
hintereinander. Er war dabei den Zauberwald in einen zustand der Sklaverei
zurück zu versetzen um somit die alleinige Herrschaft an sich zu reißen zu
können. Im Gedanken sah er sich schon als Herrscher über den Zauberwald und
alles sterbliche. Er... der seine Magie für das böse verwendete wurde im ganzen
Tal von den Hexen, Zauberern und Kreaturen sehr gefürchtet. Im ganzen Zauberwald
erzählte man sich tausende geschichten über seine Umbarmherzigkei und Gier. Die
nicht selten Hungersnot, Zauberbeben, Pest und verderben mit sich brachten. All
dies wurde vom Zauberwald ältesten auf Pergamentrollen aufgezeichnet, um späther
einmal von Generation zu Generation weitergeben zu können. Die Geburt... Es war
an diesem besagten eisigen Winterabend. Der mond war noch nicht ganz aufgegangen
und schoß seine geisterhaften Schatten über das Tal bis tief in den Zauberwald.
Die Nacht kündigte schon deutlich ihr kommen an, wie die Werwölfe, deren geheul
ein jeder deutlich hören konnte. Und da war auch noch die Bevölkerung von
Graggyfordwood. Bizarre, stromlienienförmige Schatten auf Wolkendiestelzweigen,
die Pfeifend durch die Winde schnitten. Einige hatten ihre Hexenbanditos
(Hexenkinder) in einem Luftikus ( Kinderwagen an denen beidseitig
Wolkendiestelzweigbesen befestigt waren ) im Gepäck und versuchten schnellstens,
noch vor anbruch der Finsternis in ihren Holzhäusern zu verschwinden, Eilig
flosgen sie mit ihren Schützlingen durch giftige Dämpfe, vorbei an
Fleischfressenden Bäume und feuerspeienden drachen, in der Hoffnung noch vor
Sonnenuntergang Zuhause zu sein.
Melanie Mutti (14-10-7),32 Jahre Autor/in aus
Kassel
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch
auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des
Autors.
© by Kinderbuchforum-Stiftung
DIE KEINEGESCHICHTE
Es war einmal ein Junge, der surfte im Internet und landete beim
Kinderbuchforum. Oh, wie schön, dachte er, hier kann man ja eine Geschichte
hineinschreiben. Und so setzte er sich auch gleich an den Computer und fing an
zu schreiben: ES WAR EINMAL..... Doch da wußte er plötzlich gar nicht so recht,
was er für eine Geschichte schreiben wollte. Er überlegte hin und her.
Vielleicht über ein Ungeheuer, das sich in ein Kind verwandelt, oder vielleicht
über einen Traum, der dann Wirklichkeit wird? Vielleicht sollte er aber lieber
über einen sprechenden Hund schreiben? Oder sollte er doch lieber über eine
Feder schreiben, die von Himmel fiel und dem Fänger drei Wünsche in Erfüllung
gehen ließ? Er wußte es einfach nicht und konnte sich nicht entscheiden. Doch
als er immer weiter darüber nachdachte kam ihm plötzlich die Idee, daß er doch
über einen Jungen schreiben könnte, der eine Geschichte schreiben wollte. Genau,
sagte er sich, das mache ich! Und so fing er also an zu schreiben: ES WAR EINMAL
EIN JUNGE..........................................
Simon, 23 Jahre Autor/in aus Kassel
Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der
schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.
© by
Kinderbuchforum-Stiftung
Lange Nacht
„Dlingeldling“ Die Pausenglocke klingelte . Entspannt lehnte
sich Aliena zurück. Es war Mittwoch, aber Donnerstag und Freitag waren frei und
in der nächsten Woche hatten sie auch Ferien bis Mittwoch. Das hieß: Nur noch
eine Stunde bis zum wunderschönsten Wochenende ihres Lebens. In diesem
Augenblick streckte Fionell(Fio) ihre beste Freundin, ihren zerzausten
Wuschelkopf herein. Aliena grinste: „Heute schon mal gegen einen Kamm
gelaufen“?! Mit frechen grinsen schüttelte die 11-jährige Fio ihren Kopf(Allie
selbst war 13). Neidisch betrachtete sie Alienas glatte, hüftlange Haare.
„
Solche lass ich mir später auch mal wachsen.“ meinte sie. Dann fragte Fio:
„Freust du dich schon auf das Wochenende?“ „Auf was sonst“, erwiderte Aliena und
begann schwärmerisch zu träumen: sie wollten die ganze Zeit über nach München
fahren, sie, ihre Mutter, ihre Schwester Mia und natürlich Fio. Heute Nachmittag
schon um 5 wollten sie losfahren. Sie und Fio würden shoppen gehen, im Kino
Filme anschauen,wundervolle Tage verbringen........sie seufzte verträumt. Dann
erklang Fio's
Stimme:,,Erde an Allie: Ich fragte mich gerade,wo ich denn um 5
eintreffen soll“? „Na, wo wohl“,schmunzelte Allie, „am Bahnhof natürlich.“
Dittersdorf war ein nicht allzu großes, verschlafenes Nest. Der Bahnhof war,
abgesehen vom Busplatz, das einzige Mittel, um hier wegzufahren. Die
Stundenklingel schrillte und Fio verabschiedete sich hastig.
Etwa um 4
packte Allie ihre letzten Sachen und ging mit ihrer Mutter und einem quengeligem
Ding namens Mia zum Bahnhof. Dort wartete auch schon Fio. Die beiden holten sich
kurz im Automaten einen Riegel und setzen sich dann in die überdachten,
unbequemen Bänke am Bahnhofsgebäude. Allie hatte ihr Lieblings-T-shirt an.(Ich
würde mich gerne geistig mit dir duellieren, aber ich sehe, du bist
unbewaffnet)
Gut 5min zu spät, wie es sich gehört, fuhr ihr Bus
ein.
(ist nur Leseprobe)
janne, 11 Jahre Autor/in aus Zuhause Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin / des Autors.
© by Kinderbuchforum-Stiftung
Unheimliches
Erlebnis
Seit drei Tagen campte Jesse mit seinen Freunden Nick, Anna,
Martin und Lena im Wald. Ihre Zelte standen auf einer Lichtung, wo ein winziger
Bach entlang lief. In der Nähe hatten sie unter dem Schatten der Bäume ein
Lagerfeuer vorbereitet. Nun war es Abend, und Martin spielte auf seiner Gitarre
lustige Lieder.
Auf einmal raschelte es laut im Gebüsch. Überrascht drehten
sich alle um.
Jesse stand auf, ging hin und begutachtete es. Anna
meinte:,,Sicher nur ein Vogel.“
Jesse schüttelte den Kopf und stapfte ins
Gebüsch.,,Wo willst du hin“? fragte Martin.,,Nach diesem Tier suchen“.
entgegnete Jesse. Er lief einige Schritte, dann blieb er stehen. ,,Nichts zu
sehen“. dachte Jesse, während er seine Umgebung absuchte.
Dieser Teil des
Waldes schien viel dichter und dunkler zu sein. Große Bäume streckten ihre
knorrigen Äste der Finsternis entgegen. Jesse wollte gerade seine Taschenlampe
hervorholen, als ihm einfiel, dass er sie beim Lagerfeuer liegen lassen hatte.
Apropos Lagerfeuer-wo war es überhaupt?
Sich im Kreis drehend hielt Jesse
danach Ausschau, konnte es aber nirgends entdecken. Nach einer Weile aber hörte
er hinter sich ein seltsam schleifendes Geräusch. Jesse fuhr herum und stieß
einen Schrei aus - Ein gut 3m großes Wesen schwebte vor ihm in der Luft. Auf dem
Kopf hatte es eine schwarze Kapuze, die das Gesicht verborgen hielt. Nur
anstelle der Augen loderten zwei Feuer.
Die Brust war mit Drachenschuppen
übersät und statt Beinen schleifte es einen dicken Schwanz hinter sich her. Es
hatte Stahlflügel und am Ende der Arme zwei Gebilde, die wie
geschlossene
Krokusköpfe aussahen. Diese Gebilde öffneten sich auf einmal und
eine schleimige, grüne Flüssigkeit quoll heraus.
Sie tropfte auf den Boden,
der sich seltsam grün verfärbte und verfault zu verwesen begann. Nun hob das
Monster den Arm und schleuderte diese Masse nach Jesse. Er duckte sich
verzweifelt und fing dann an, loszuspurten. Beim Rennen kratzte er sich an
dornigen Tannenzweigen und riss sich Kleidungsfetzen ab, doch seine Gedanken
befahlen,,Nur weg hier.“
Bald kam er zu einer verfallenen Hütte. Zaghaft
klopfte Jesse an und öffnete dann. Es verschlug ihm die Sprache:in der Mitte des
Raumes schien eine große Energiekuppel zu stehen, wo unförmige Lichtpartikel
umherschwammen. Auf einmal setzten sie sich wie auf Kommando zusammen. Eine Luke
öffnete sich, durch die eine seltsame Gestalt tauchte. Außerhalb der Kuppel
schien sie festere Formen zu bekommen, die Jesse nur allzu bekannt waren-eine
Kapuze, flammende Augen......
Jesse wollte wegrennen, rutschte aber auf
einem Stein aus und fiel. Der Stein flog gegen die Lichtkuppel, sank wie in
weiches Gummi ein und berührte einen der Lichtpartikel. Auf einmal gab es einen
ohrenbetäubenden Knall und....................................
Jesse wachte
auf. Er war wohl auf der Lagerfeuerbank neben dem Feuer eingeschlafen.
Es war
Abend, und Martin spielte auf seiner Gitarre lustige Lieder. Auf einmal
raschelte es laut im Gebüsch............
janne,11 Jahre aus Zuhause Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin / des Autors.
© by Kinderbuchforum-Stiftung
Hi erstmal,ich heiße
Judith.
Hier kommt meine Geschichte:
Ich und Luca
„Ich liebe
dich!“, sagte er und guckte mich fragend an.
„Ich liebe dich auch!“,
antwortete ich ihm.
Ein DRRRRRIIIIINNNNGG riss mich aus dem
Schlaf.
„Schade, alles nur geträumt“, dachte ich traurig.
Ich stand auf
und ging ins Badezimmer um zu duschen.
Danach lief ich zu meiner Mutter in
die Küche.
„Na, hast du gut geschlafen?“, fragte sie mich als ich in die
Küche kam.
„Ja“, antwortete ich ihr knapp.
Ich machte mir Cornflakes, ich
ließ mir Zeit, der Zug kam erst um 8 Uhr und ich hatte erst zur 2. Stunde. So
gegen halb 8 machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof.
Dort angekommen traf
ich meine beste Freundin Jenni.
„Hi!“, begrüßte sie mich.
„Hi!“,
antwortete ich.
Dabei sah ich mich suchend um.
Jenni sagte grinsend: „
Wenn du Luca suchst der steht da hinten.“
Luca ist mein Schwarm, alle wissen,
dass ich in ihm bin und dass er in mich ist.
Nur keiner von uns beiden traut
sich etwas zu machen, aber ein Freund von ihm hat gestern bei mir angerufen und
hat gesagt, dass Luca bald was machen will.
Dann kam auch der Zug, ich fahre
mit einem Zug zur Schule, weil ich so außerhalb wohne und leider dauert es mit
dem Bus zu lange.
Wir stiegen ein und da es eine lange Fahrt war, versuchte
jeder einen Sitzplatz zu bekommen.
Jenni und ich hatten Glück, denn wir
hatten ein Abteil für uns alleine.
Nach ca. 10 Minuten Fahrt kam Luca zu uns
rein und lächelte mich an.
„Hey ihr beiden! Toni, kann ich dich was fragen?“,
begrüßte er uns.
Ich antwortete locker: „ Klar, was denn?“
„ Tja, ich
wollte dich fragen, ob du mal Lust hast mit mir ins Kino zu gehen? Vielleicht
heute um 3?“, fragte er und versuchte es cool rüber zu bringen, aber es klang
mehr etwas ängstlich.
„ Klar, warum nicht?“, war meine Antwort, die wohl auch
nicht so cool geklungen hat als sie sollte.
Er sagte schnell, schon im gehen
: „Okay , dann bis 3!Ich hol dich ab. Tschau ihr beiden! „
Als er weg war,
rief ich : „ HURA!!!!! Endlich bin ich mit ihm verabredet!“
„Klasse!“ ,
freute sich auch Jenni.
Um 3 Uhr klingelte es tatsächlich bei mir an der
Haustür und meine Mutter rief: „ Toni, für dich!“
Ich lief schnell die
Treppe runter und fiel fast in Luca´s starken Arme.
„ Hey, nicht so voreilig
junge Dame!“ , begrüßte er mich grinsent.
„Hi“, war meine eher schüchterne
Antwort.
Luca hatte seine blonden Haare zu einer Igelfrisur gegellt und sein
blaues Lieblings T-shirt angezogen, dazu moderne Jeans.
Wir gingen
stillschweiget nebeneinander zum Kino.
Luca war so nett und lud mich davor
noch zu einem Eis ein und bezahlte sogar die Kinokarten, wie es sich für einen
Gentelmann gehörte.
Mitten im Film zog er mich plötzlich ein bisschen näher
an sich und flüsterte:
„Ich wollte es dir schon lange sagen, aber ich hab
mich nicht getraut, jetzt trau ich mich aber!
Ich wollte dir sagen, dass ich
mich total in dich verliebt bin!“
„I…i..ich….ähm…Ich liebe dich auch!“,
brachte ich heraus.
Luca zog mich noch näher an sich ran und küsste mich ,
ich erwiderte seinen Kuss.
Danach haben wir so weiter gemacht und ich hab
nichts mehr mitbekommen vom Film.
Nach dem Film fragt mich Luca: „ Haste
noch Lust auf ne Pizza?“
„Mit dir immer!“, antwortete ich, worauf Luca mich
wieder an sich zog und mich küsste.
Judith,11 Jahre Achtung! Nachdruck und
Vervielfältigungen,auch auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung
der Autorin / des Autors.
(E-Mail ist der Kinderbuchforum-Redaktion
bekannt)
Herzklopfen
Hallo! Was ihr gleich lesen werdet, ist eine
erfundene Geschichte.
Doch sie hätte genauso passieren können. Also denkt gut
darüber nach. Vielleicht hilft sie euch eines Tages.
1.
Lachende
Kinderstimmen schallten durch den Wald. Es war ein schöner, warmer Frühlingstag,
und Frauke, Mara und ihr Bruder Justus hatten beschlossen, im Wald verstecken zu
spielen.
In der Nähe ihres Dorfes gab es einen wunderschönen Kiefernwald mit
vielen Bäumen, Büschen und umgekippten Baumwurzeln. Ein wunderbarer Ort, um die
Osterferien zu genießen!
Frauke schlug vor: „Lass uns doch ein Picknick
machen! Wenn sich jeder etwas zu essen mitbringt, haben wir bestimmt
genug!"
2.
Gesagt - getan. Kurz darauf fuhren die drei nach Hause, um
sich Kuchen und Getränke zu holen. Als sie sich kurz darauf wieder trafen, waren
ihre Fahrräder beladen mit Speisen und Picknickdecken. Doch nun entbrannte ein
Streit darüber, wo ihr Picknick stattfinden sollte. „Wollen wir zum Ententeich
fahren?“, fragte Mara. „Dort ist es so... gemütlich.“ Doch ihr Bruder entgegnete
genervt: „Mensch Mara, wir fahren jeden Tag zum Ententeich! Das wird langsam
langweilig!“
So ging es noch eine ganze Weile weiter, bis Frauke plötzlich
aufsprang. „Ich hab´s!“, rief sie begeistert. „Tief im Wald soll doch ein alter
Kornspeicher stehen. Dort ist es bestimmt aufregend.“
3.
Dieser
Vorschlag wurde von allen angenommen. Also fuhren Mara, Justus und Frauke in den
Wald. Der Speicher lag jedoch weiter vom Dorf entfernt, als sie gedacht hatten.
Endlich sahen sie sein altes Dach zwischen den Bäumen hervorgucken.
Plötzlich
hielt Mara ihr Fahrrad an. „Was ist los, Mara?“, fragte Frauke, während sie
interessiert das alte Gebäude betrachtete. Mara flüsterte ängstlich: „ Da, da,
da... da vorne an der Mauer... da war eine Gestalt!“ Da sahen auch die anderen
beiden, wie jemand an der Hauswand des Kornspeichers entlangschlich. Dieser
Jemand hatte sie offenbar schon entdeckt. Ohne großartig nachdenken zu müssen,
sprangen Sie auf die Räder und rasten so schnell sie konnten in Richtung Dorf
zurück.
4.
Die drei hielten erst an, als sie vor dem Haus ihrer
sechzigjährigen Freundin Marie standen.
Sie stürmten sofort hinein. Zum Glück
war Marie zuhause. Frauke erzählte ihr die ganze Geschichte, während Mara und
Justus ab und zu ein paar Dinge ergänzten. Ihre Freundin wurde bei jedem Wort
blasser.
„Tja, ihr habt wirklich Glück gehabt. Vermutlich war eure Person der
Kinderfänger, über den im Radio berichtet wurde. Wie gut, dass ihr gleich
weggefahren seit. Etwas besseres hättet ihr gar nicht machen können.“
Luisa,10 Jahre aus
Hagen, Gymnasium,Achtung! Nachdruck und Vervielfältigungen,auch
auszugsweise,
bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des
Autors
Kampf
Sie
huschte durch das wehende, kniehohe Gras. Lautlos und flink.
Bereits jetzt
roch sie diesen wiederwärtigen Gestank ihres Feindes.
Er war nicht mehr weit
entfernt und bald würde er sie sehen. Also sammelte sie ihre Kräfte,
liess
sie pulsierend aufsteigen und entfaltete sie in einem leisen zischen.
Sie war
verschwunden.
Etwa zwanzig Fuss weiter stand eine mächtige Gestalt.
Ein
Trolljäger mit seinem Dunkelwolf an seiner Seite.
Wachsam stand er da, den
Bogen schussbereit und das Tier in Angriffsposition.
Er konnte keinen Feind
erkennen, weder in der Ferne, noch nahe bei sich. Entspannter packte er seinen
Bogen wieder auf den Rücken und streichelte sanft über das warme Fell seines
Begleiters.
Auf ein Mal spürte er einen harten Schlag. Er traf ihn direkt am
Hinterkopf, sodass er gelähmt in sich zusammensackte. Er hatte keine Chance sich
zu bewegen und konnte nur tatenlos zusehen, wie eine fremde Gestalt seinen Wolf
tötete.
Sein Tier biss immer wieder zu, aber die Gestalt, welche nicht in
seinem Sichtfeld war, schlug mit zwei Schwertern flink und rasend schnell zu.
Alsbald war sein Wolf tot, aber er erwachte aus seiner Betäubtheit.
Wütend
brüllend sprang er auf die Füsse und erblickte direkt vor sich eine Elfin. Ihr
silbernes Haar war lang und sah aus wie ein Fluss, der über ihren Rücken glitt.
Ihre Augen strahlten in einem kalten Weiss und der Rest ihres Gesichtes war von
einem roten Tuch verhüllt.
Sie standen sich gegenüber, warteten darauf, wer
wohl den ersten Schlag tun würde und so hatte der Troll genug Zeit um die Elfin
zu studieren.
Sie trug schwere Seemannsstiefel aus gutem Leder, eine
verbleichte Hose, wunderschöne Handschuhe und einen Gildenwams über ihrem
Brustkleid.
Sie sah gut aus, aber doch nur eine niedrigstehende Elfin. Er
würde sie ohne Probleme töten, auch ohne seinen Wolf.
Ihm gegenüber sah auch
die Elfin wachsam zu ihrem Gegner. Dieser stinkte schrecklich, denn Elfen
besassen sehr ausgeprägte Sinnesorgane.
Er trug schlanke Stiefel aus Leder,
schwarzes Beinkleid, einen mächtigen Brustpanzer und einen Helm. Sie musste
zugeben, dass er besser ausgerüstet war, aber Jäger waren ohne ihre Tiere kaum
ebenbürtig.
Sie erhob ihre Waffe, begann ihre Kraft und Wut zu sammeln und
steckte sie in ihren Angriff.
Kurz aufschreiend stürzte sie sich auf ihren
Gegner, schwang zuerst das eine, dann das andere Schwert und fügte ihm einen
tiefe Fleischwunde zu, die stark blutete.
Der Troll begann zu parieren, war
aber zurückgefallen, als der schmerzhafte Hieb ihn traf. Er nutze die Chance und
rannte von der Elfin zurück. Währenddessen zog er seinen Bogen, spannte Pfeil
und schoss seine Pfeile los.
Doch die Elfin war schneller und ihre Angriffe
tödlich. Er konnte praktisch nur zusehen, wie sie seine Rüstung zum bersten
brachte und ihn schliesslich betäubte.
Völlig reglos musste er dastehen und
konnte nur zuschauen, wie sich die Elfin kurz selbst verarztete. Das hiess, dass
sie selbst auch verwundbar war.
Sobald wieder Kraft in seine Glieder störmte
stürzte er sich auf sie und rammte sein Schwert durch ihren Gildenwams, direkt
in ihren Bauch.
Das weisse Wams begann sich blutrot zu färben und ungläubig
starrte die Elfin nach unten.
In einem neuen Impuls der Kraft stürzte sie
sich auf ihren Gegner und stach ihm in alle Glieder und in einer solchen
Geschwindigkeit, dass der Troll nur zusehen konnte.
Röchelnd sank er zuerst
auf die Knie, dann kippe er nach vorne und keuchte ein letztes Mal auf.
Die
Elfin trat zurück, begann ihre Klingen von dem Blut zu säubern und setzte sich
schliesslich hin, um ihre Wunden zu verarzten.
Es war ein langer Kampf
gewesen, aber sie hatte sich bewährt. Ein Gegner weniger in der
Schlacht.
Caty,16 Jahre aus Schweiz
Es war einmal ein
Mädchen sie hieß Natascha.
Natascha wünschte sich ein Pferd. Aber so sehr sie
es sich nur wünschte so bekam sie es auch nicht!
An einem Tag ging Natascha
für die Mutter einkaufen, da sah sie ein Pferd was
auf der Koppel stand.
Natascha hatte das Pferd noch nie gesehen und wunderte sich wer sich im Dorf ein
Pferd leisten konnte!
Sie nahm ihre Gedanken zusammen und ging einkaufen. Als
sie am Abend ins Bett sollte viel ihr das Pferd wieder ein. Aber sie traute sich
nicht mit der Mutter darüber zu reden. Am nächstem Tag wollte Natascha noch mal
zum Pferd.
Als sie von der Schule kam machte sie extra einen Umweg nur um zu
sehen ob das Pferd noch da war. Jetzt war aber auch der Besitzer da und nagelte
ein Schild an die Koppel."Suche jemanden der sich um mein Pferd kümmert die
nächsten 3 Jahre. Das war ihre Chance sie ging zu dem Mann hin stellte sich vor
und meldte sich an. Sie bekam von dem mann sogar kostenlosen
Reitunterricht.
Eines Tages bekam natascha und ihre Mutter besuch.
Es war
der mann dem das Pferd gehörte er wollte mel gugen wo Natascha wohnt. Die Mutter
badt den Mann sofort rein.
Da passierte ihr was. Die Mutter verliebte sich in
den Mann und nach 3 Monaten fand eine Hochzeit stadt. Jetzt hatte Natascha und
ihre familie ein Pferd sie kümmerte sich natürlich alleine darum.
Nur
manchmal half ihr ihr Vater ( der Mann). Sie freute sich rießig als die stute
ein Fohlen bekam. Sie tauften es Natascha.
Natascha und Natascha sind jetzt
die bsten Freunde. Vieleicht liegt es am Namen???? Wer weiß, wer weiß???
Lisa,11 Jahre aus Wolzig
Es war
pechrabenschwarz,
der Mond kam zwischen den Wolken hervor und das seltsame
Geschöpf wurde wieder sichtbar.
Samira konnte ihn wieder sehen,den Drachen.
Sie sah ihn nicht zum ersten mal,nein gestern hatte sie ihn schon mal gesehen.Er
war noch jung
Samira schätzte sein Alter auf 2 Jahre.Aber für sein Alter
hatte er gewaltig große Flügel.Was wollte er hier? Drachen lebten doch
eigentlich nur in den Bergen, hatte Samira immer geglaubt.
Dieser Drache kam
aus dem Süden wahrscheinlich ein italienischer..
Sie würde ihn Mischa nennen,
ja Mischa das passte.
Da entdeckte er Samira, langsam ganz langsam schritt er
majestätisch auf sie zu. Samira wagte nicht zu atmen,so nah war sie noch nie
einem Drachen gekommen.
Er stubste sie vorsichtig mit seiner Nase an.
Was
sollte Samira daraus deuten?
Sie wusste viel über die Körpersprache der
Drachen,aber das?
Nun gab der Drache ihr mit einer Kopfbewegung zu verstehen
das sie auf seinen Rücken klettern soll.
Samira zögerte sollte sie das Risiko
eingehen?
Sie tat es
Sie kletterte auf den Rücken des Drachens.
Er
stieg mit gleichmäßigen Flügelschlägen in die Luft.
Es war ein
unbescheibliches Gefühl was sich in Samira ausbreitete
Nach einer halben
stunde landete der Drache wieder vor Samiras Haus.
Am nächsten Tag wachte
Samira auf mit einer wunderbaren Erinnerung und dunkelblauen Drachenschuppen an
der Hand
auf.
.................................................................
Ich
hoffe die Geschichte gefällt euch
Eure
Karlotta
Karlotta,12 Jahre aus Hamburg
LENA
Lena hatte ein
Problem hatte aber keine Ahnung wie
sie es ihrer Mutter erklären konnte.Sie
wurde erpresst jetzt schon seit drei wochen Von Mario. sie wollte und konnte
sich keine Hilfe von ihren Freunden holen da sie keine hatte und ihre Mutter
konnte sie nicht um Hilfe bitten weil die sonst erfahren würde , dass sie
stiehlt.
Alles hatte so angefangen,dass Mario sie dabei gesehen hat wie sie
einem Lehrer den Schlüssel weggenommen hatte um in den Physik raum zu kommen um
ihren I-pod zu holen da ihr Lehrer Herr Koschinskani den ihr weggenommen hat da
sie im Unterricht damit rumgespielt hat nun wollte Herr Koschinskani dass Lenas
Mutter den I-pod in einer Woch abholen könnte. Aber Lena wollte nicht auch noch
dass ihrer Mutter zumuten. Zuerst die Trennung von ihrem Vater,die schlechten
Schulnoten von Lena und jetzt auch noch das...
Daher verlangte Mario jetzt
pro Woche 50 Euro von ihr. Zuerst hatte Lena ihr Taschengeld aufgebraucht und
dann,dann hat sie angefangen zu klauen. Sie hielt das alles nicht mehr aus sie
will nicht mehr, ja sie will nicht mehr. Ja sie wird es tuen ja
sie hatte eh
nichts mehr zu verlieren.Als es dann Nacht wurde schlich sich Lena aus dem Bett
kletterte durchs Fenster,auf den Aussichtsturm.
Sah hinunter,dachte an
alles was geschehen war in ihren 14 Jahren die sie erlebt hatte. Den
Abschiedsbrief an ihre Mutter hatte sie auf den Küchentisch gelegt und ihr alles
erklärt.
Lena fing an zu weinen,kletterte über das Geländer,
und
sprang.
Sie fiel und fiel
dann spürte sie ein Aufprall
ein kleiner
Schmerz
dann war es vorbei
alles.
Karlotta,12 Jahre aus
Hamburg
Die Schlägertype
Es gab einen Jungen auf dem Schulhof der die kleineren immer
ärgerte,
zum Beispiel Heute Mittag da hat er einfach mein Pausenbrot
weggenommen.
Beim Nachhauseweg hatte ich ziemlichen Hunger und dachte
mir,,
Wenn Friedrich sich mit gleichgroßen oder zumindest
Gleichalten
anlegen würde, hätten wir unsere Ruhe.
Oder wir sagen es einem
Lehrer aber die reagierten nicht drauf
und meinten löst eure Probleme
selber.”
Plötzlich kam Philipp um die Ecke und meinte:,,
Du guckst so
traurig was ist den hat dir Friedrich das Pausenbrot
geklaut oder was
ist?”
Ich meinte darauf:,, Ja leider,ich hab schrecklichen
Hunger das ist
kaum auszuhalten.
ich hoffe wir sind bald zu Hause.”
Als ich dann zuhause
war fragte meine Mutter:,,
Und wie war's in der Schule?”
Leise
beantwortete ich die Frage:,, Ja es ging ich hab aber
schrecklichen
Hunger.”
Als ich gegessen hatte Hab ich Hausaufgaben gemacht und bin
gleich
ins Bett.
Am nächsten Tag war Friedrich nicht da.
Ich fragte
unsere Lehrerin:,, Wo ist Friedreich Frau Breitenbach.”
Sie antwortete
trocken:,, Die sind nach Hamburg umgezogen.”
Ich lief freudenstrahlend durch
die Klasse und erzählte es jedem
so nahm das ganze doch noch ein gutes
Ende.
Denis,11 Jahre (E-Mail ist der Kinderbuchforum-Redaktion
bekannt)
Kampf
Sie
huschte durch das wehende, kniehohe Gras. Lautlos und flink.
Bereits jetzt
roch sie diesen wiederwärtigen Gestank ihres Feindes. Er war nicht mehr weit
entfernt und bald würde er sie sehen. Also sammelte sie ihre Kräfte, liess sie
pulsierend aufsteigen und entfaltete sie in einem leisen zischen.
Sie war
verschwunden.
Etwa zwanzig Fuss weiter stand eine mächtige Gestalt. Ein
Trolljäger mit seinem Dunkelwolf an seiner Seite. Wachsam stand er da, den Bogen
schussbereit und das Tier in Angriffsposition.
Er konnte keinen Feind
erkennen, weder in der Ferne, noch nahe bei sich. Entspannter packte er seinen
Bogen wieder auf den Rücken und streichelte sanft über das warme Fell seines
Begleiters.
Auf ein Mal spürte er einen harten Schlag. Er traf ihn direkt am
Hinterkopf, sodass er gelähmt in sich zusammensackte. Er hatte keine Chance sich
zu bewegen und konnte nur tatenlos zusehen, wie eine fremde Gestalt seinen Wolf
tötete.
Sein Tier biss immer wieder zu, aber die Gestalt, welche nicht in
seinem Sichtfeld war, schlug mit zwei Schwertern flink und rasend schnell zu.
Alsbald war sein Wolf tot, aber er erwachte aus seiner Betäubtheit.
Wütend
brüllend sprang er auf die Füsse und erblickte direkt vor sich eine Elfin. Ihr
silbernes Haar war lang und sah aus wie ein Fluss, der über ihren Rücken glitt.
Ihre Augen strahlten in einem kalten Weiss und der Rest ihres Gesichtes war von
einem roten Tuch verhüllt.
Sie standen sich gegenüber, warteten darauf, wer
wohl den ersten Schlag tun würde und so hatte der Troll genug Zeit um die Elfin
zu studieren.
Sie trug schwere Seemannsstiefel aus gutem Leder, eine
verbleichte Hose, wunderschöne Handschuhe und einen Gildenwams über ihrem
Brustkleid.
Sie sah gut aus, aber doch nur eine niedrigstehende Elfin. Er
würde sie ohne Probleme töten, auch ohne seinen Wolf.
Ihm gegenüber sah auch
die Elfin wachsam zu ihrem Gegner. Dieser stinkte schrecklich, denn Elfen
besassen sehr ausgeprägte Sinnesorgane.
Er trug schlanke Stiefel aus Leder,
schwarzes Beinkleid, einen mächtigen Brustpanzer und einen Helm. Sie musste
zugeben, dass er besser ausgerüstet war, aber Jäger waren ohne ihre Tiere kaum
ebenbürtig.
Sie erhob ihre Waffe, begann ihre Kraft und Wut zu sammeln und
steckte sie in ihren Angriff.
Kurz aufschreiend stürzte sie sich auf ihren
Gegner, schwang zuerst das eine, dann das andere Schwert und fügte ihm einen
tiefe Fleischwunde zu, die stark blutete.
Der Troll begann zu parieren, war
aber zurückgefallen, als der schmerzhafte Hieb ihn traf. Er nutze die Chance und
rannte von der Elfin zurück. Währenddessen zog er seinen Bogen, spannte Pfeil
und schoss seine Pfeile los.
Doch die Elfin war schneller und ihre Angriffe
tödlich. Er konnte praktisch nur zusehen, wie sie seine Rüstung zum bersten
brachte und ihn schliesslich betäubte.
Völlig reglos musste er dastehen und
konnte nur zuschauen, wie sich die Elfin kurz selbst verarztete. Das hiess, dass
sie selbst auch verwundbar war.
Sobald wieder Kraft in seine Glieder störmte
stürzte er sich auf sie und rammte sein Schwert durch ihren Gildenwams, direkt
in ihren Bauch.
Das weisse Wams begann sich blutrot zu färben und ungläubig
starrte die Elfin nach unten.
In einem neuen Impuls der Kraft stürzte sie
sich auf ihren Gegner und stach ihm in alle Glieder und in einer solchen
Geschwindigkeit, dass der Troll nur zusehen konnte.
Röchelnd sank er zuerst
auf die Knie, dann kippe er nach vorne und keuchte ein letztes Mal auf.
Die
Elfin trat zurück, begann ihre Klingen von dem Blut zu säubern und setzte sich
schliesslich hin, um ihre Wunden zu verarzten.
Es war ein langer Kampf
gewesen, aber sie hatte sich bewährt. Ein Gegner weniger in der
Schlacht.
Caty,16 Jahre aus Schweiz
Der Neue
Heute ist
ein warmer, schöner Sommertag und ich sitze in der Schule. Unserm Mathelehrer
schenke ich keine Aufmerksamkeit, sondern starre aus dem Fenster. Ein Klopfen
reißt mich völlig aus der Trance! Ganz irritiert merke ich, dass immer noch
Unterricht ist. An der Tür die unser Pauker Cole geöffnet hat, steht … ein …
Junge … und fragt: „Ist das hier die 9c?“. Mister Cole antwortet ihm, und fragt
uns (ironisch), wo er sich hinsetzen soll. Im ersten Moment sehe ich nur seine
braunen, dunklen, vertrauenswürdigen Augen und im nächsten schreie ich: „Hier!
Hier kann er sitzen!“.
Ehe mir das überhaupt bewusst wird, sitzt Nick Parson
schon neben mir. Ich betrachte ihn genauer und mir fallen sein rabenschwarzes,
verwuscheltes Haar, sein süßer Mund und … da, da waren doch eben beim Lächeln
zwei Grüppchen!
„Habe ich nun Hallus? Müssen die Männer in weißen Kitteln
kommen? Der was ist los mit mir?“. „Penny?“. „Du meinst …?“. „Jaaaa… !!“. „Ich?
Gefühle? Für Nick?! – Äh, naja, weiß nich' so recht!“.
Das stottere ich zu
meiner besten Freundin Jenny. „Hallo?! Penny? Stöhn! Du hast eindeutig die
Liebeskrankheit!!“.
Nach der Schule strample ich mich mal wieder auf dem
Fahrrad nach Hause ab. Laufe den kleinen Weg entlang, schließe die Haustür auf,
rufe: „Hallo? Jemand daheim?“, renne die Treppe rauf in mein Zimmer. Ohne auf
eine Antwort zu warten, schalte ich das Radio ein und falle auf mein Bett!
…
Dem Fußgetrampel nach zu urteilen, bekomme ich Besuch von meinem Bruder. Er
ist vier Jahre älter als ich und denkt er sei etwas Besonderes. Gebe zu, das ist
er auch, im positiven wie negativen Sinne! „Na Schwesterherz, wie war's in der
Schule?“. Das fragt er ständig und nicht, weil wissen möchte wie es wirklich
war! „Oliver? Was willst du?!“. Dann kommt meistens eine schlechte Note oder
etwas Ausgefressenes. Doch dieses Mal, stottert er etwas von Susan, seiner neuen
Flamme. Eigentlich kann ich ihn damit immer erpressen, aber da ich irgendwie
auch verliebt bin erspare ich es ihm dieses Mal. Irritiert deswegen, sieht er
mich an, zieht die linke Augenbraue hoch und fragt: „Wieso grinst du nicht so
hämisch wie sonst?!“. Doch bevor ich überhaupt antworten kann, hänge ich im
Schwitzkasten. Ich wusste, dass das nicht gut geht! Meine Rettung: Mom ruft zum
Essen. Wie immer fragt Daddy wie es in der Schule und sonst so war. Vom Neuen
erzähle ich, versuche aber nicht rot zu werden, gelingt mir auch irgendwie! Aber
der 18 jährige Herr Sohnemann kriegt bei Susan nicht mehr die Kurve. Rette ihm
den Hals, mit der Frage: „Bekomme ich mal bitte die Soße?“, wie blöd von mir,
jetzt haben meine Kartoffeln und das Gemüse schwimmen gelernt! …
Abends im
Bett betrachte ich die Sterne und kann nur an Nick denken! Bei einer
Sternschnuppe wünsche ich mir: … Wird nicht verraten!
...
Diese
Nacht bekomme ich kein Auge zu, merkwürdige Geräusche haben mich geweckt. Gehe
runter in die Küche, so im Halbschlaf. Mein Kopf ist voll mit sinnlosen
Gedanken. Da, da futtert sich eine Gestalt durch unseren Kühlschrank.
Aha,
solche Aktionen startet nur Oliver.
Mich soll's nicht stören, will ein Glas
Milch. Murmele etwas von: „Guten Morgen, oder gute Nacht!?“, gehe wieder ins
Bett.
Am nächsten Morgen frage ich mit hämischen Hintergedanken und um Olli
in Schwierigkeiten zu bringen: „Hat's geschmeckt? Ich meine gestern Abend!“,
beiße mit einem Zwinkern in mein Honigbrötchen. Weiß, dass er es mir
zurückzahlen wird, stört mich im Moment aber nicht.
Heute fahre ich mit dem
Bus, weil ich noch Hausaufgaben machen „will“ . Schreibe aber nur Seitenweise:
Nick! Erste Stunde: Chemie mit Jones! Dem schlimmsten und langweiligsten Lehrer
an dieser Schule. Jenny und ich schreiben die Ganze Zeit Zettelchen. Mr. Jones
ist leicht zu täuschen, aber in Arbeiten sind wir fair (Wir mogeln
nicht!).
Ich weiß einfach nicht wie ich mit Nick flirten
soll.
Hast du 'ne Idee?
Sprich ihn doch einfach an. Frag ihn doch wo er
herkommt.
Ich trau mich nicht so richtig. Ich bin nicht so mutig wie
du!
Na dann schreib ihm doch!
Wie? Mit Zettel?
Ja! Wohl kaum auf deinem
Schulbrot!
Ich versuch's aber erst wenn er mich nachher
anguckt!
Okay?
Okay!
Die nächsten Stunden verlaufen
reibungslos. Dann im Kunstunterricht:
Nick fragt mich: „Worum geht's? Haste
mal 'nen Bleier?!“. Hä? „Sorry, aber einen was?“.
„Na einen BLEISTIFT!“.
Diesen “Bleier“ werde ich überall hin mitnehmen und nie wieder benutzen.
In
der Pause bei einem leckeren Eis, zeige ich Jennifer den Bleistift und schreie
sie fast an: „Mit diesem Stift hat Nick gezeichnet!!“. Jenny lacht und antwortet
mir: „Süße!
Ich weiß du bist verliebt, aber er sitzt neben ihr, berührt dein
T-Shirt und das wäschst du ja auch!“ Denke nur, sie hat Recht, trotzdem mache
ich nichts mehr mit dem Stift…
Jetzt sitze ich am Schreibtisch, höre
Musik und mache Hausaufgaben. Gelingt mir gut, bis auf den Teil, dass es
langweilig wie sonst was ist. So gegen zehn' fallen mir die Augen zu. Wache auf
und merke dass ich bei Geschichte eingeschlafen bin.
Notiz an mich:
Schreibtisch ist viel zu hart und unbequem zum übernachten.
Geschichte = gute
Bettlektüre (zum gähnen!)
Krieche ins Bett und träume
süß!
Ich hoffe meine story gefällt euch!
=)
Jessica,15 Jahre
DIE KEINEGESCHICHTE
Es war einmal ein Junge, der surfte im Internet und landete beim
Kinderbuchforum. Oh, wie schön, dachte er, hier kann man ja eine Geschichte
hineinschreiben. Und so setzte er sich auch gleich an den Computer und fing an
zu schreiben: ES WAR EINMAL..... Doch da wußte er plötzlich gar nicht so recht,
was er für eine Geschichte schreiben wollte. Er überlegte hin und her.
Vielleicht über ein Ungeheuer, das sich in ein Kind verwandelt, oder vielleicht
über einen Traum, der dann Wirklichkeit wird? Vielleicht sollte er aber lieber
über einen sprechenden Hund schreiben? Oder sollte er doch lieber über eine
Feder schreiben, die von Himmel fiel und dem Fänger drei Wünsche in Erfüllung
gehen ließ? Er wußte es einfach nicht und konnte sich nicht entscheiden. Doch
als er immer weiter darüber nachdachte kam ihm plötzlich die Idee, daß er doch
über einen Jungen schreiben könnte, der eine Geschichte schreiben wollte. Genau,
sagte er sich, das mache ich! Und so fing er also an zu schreiben:
ES WAR
EINMAL EIN JUNGE...................
Simon,23 Jahre aus
Kassel
Die
Osterhasenfamilie
Zwei Tage vor Ostern gab es bei der Osterhasenfamilie
viel zu tun und viel Aufregung. Vater lief zum Osterhasenmagd und
wieder
zurück, er holte Ostereier. Mutti, Leopold und Kati bemalten
sie
anschließend sehr schön. Am Ostermorgen, als Vater die sehr schönen Eier
durchzählte, um sich zu vergewissern, dass sie reichlich hatten, erschrack er!
Es fehlten mindestens 12 Eier!
Schnell weckte er die anderen, Mutti zuerst.
Sie liefen zusammen aus dem Haus in den Schuppen wo sie ihre Ostereierwerkstatt
hatten. Die ganze Familie war besorgt, denn sie fürchtete dass sie die Arbeit
nicht vollenden könnten und dass die Kinder so kein fröhliches Osterfest haben
würden.
Aber sie täuschten sich.
In Windeseile bemalten sie die Eier.
PLUMPS!!! Oh Kati hat ein Ei fallen lassen. "Macht nichts, mach bloß weiter!"
sagte der Vater. In Windeseile bemalten und säuberten sie die Eier.
Als sie
fertig waren, war es freilich sehr spät, aber genau in diesem Jahr schliefen die
Familien sehr lange. Und so kam es, dass als Mutti und Vati in die Gärten der
artigen Kinder kamen, keine Menschenseele erblicken konnten. sie dachten aber
bei sich: "Jetzt kommen bald die Kinder." Also verstecken sie die Eier ganz
schnell und sie schafften es erstaunlicherweise bis die Kinder kamen. Im letzten
Garten wurde es zwar knapp, aber Mutter und Vater gaben sich auch dieses Mal
Mühe und so schafften sie es auch dieses Mal noch gerade. Sie gingen zwar sehr
müde nach Hause, aber in Hausdülmen gab es ein schönes
Osterfest.
Anna David,,9 Jahre aus Hausdülmen
Der Traum vom schwarzen
Himmel!
Tatjana, 19 Jahre lief durch den Wald. Es war schon dunkel und kalt.
Die junge Frau aber, hatte keine Angst. Nach zehn Minuten aber, war der Himmel
nicht mehr blau, sondern schwarz.
Tatjana bekam es langsam mit der Angst zu
tun. Aber sie versuchte an gute Dinge zu denken. Doch dann, wurde der Himmel
schwarz wie ein Rabe. Tatjana hörte eine Stimme:
,, Pass auf, ich bin der
schwarze Himmel! Pass auf!"
Tatjana schaute nach oben. Eine Hand winkte ihr
von oben zu.
Tatjana hielt es nicht mehr aus. Sie lief in alle möglichen
Richtungen, aber sie konnte nicht fliehen.
,, Pass auf, ich bin der schwarze
Himmel! Pass auf!" klang es von allen Richtungen. Tatjana schrie, und da! Der
Himmel wurde noch dunkler. Tatjana rannte so schnell sie konnte, stolperte aber
dann über eine Wurzel.
,, Hilfe!" rief sie.
,, Pass auf, ich bin der
schwarze Himmel! Pass auf!" klang es wieder. Die Hand winkte wieder. Nun, war
die Zeit gekommen. Die Kirche schlug zwölf Uhr. Tatjana bekam Gänsehaut. Sie
hatte auch nur eine dünne Jacke an.
,, Mir ist kalt, mir ist bitter kalt."
stotterte sie vor ich hin.
,,Pass auf, ich bin der schwarze Himmel! Pass
auf!"
Da wurde sie von ihrer Mutter geweckt.
,, Mama, ich gehe nie um
zwölf Uhr in den Wald. Nicht einmal mit einer Gruppe." sagte Tatjana und
lachte.
Jodo,19 Jahre aus Birkenheide
~~~~Das
Kind~~~~
Das Kind,das Kind da schau!!!
Welches Kind???Das da in der
Ecke.Es steht dort ganz Alleine und knabbert an einer Möhre herum.
Ach das
Kind.Ich habe es noch nie gesehen.Ist es schon lange hier??
Ja.Es ist in
deiner Klasse.Das Kind,das arme Kind.hat es keiner lieb???
*knack*,das Kind
beißt in seine Möhre.Bestimmt ist die nicht mehr frisch.Bestimmt möchte es etwas
warmes leckeres Essen.Es ist ja auch kalt.
Und die Lumpen die es an hat.In
den frierrt jeder.Jetzt hat es die Möhre auf gegessen und schaut traurig um
sich.Sicher möchte es Freunde haben und bei ihnen sein.Mit ihnen reden lachen
und auch weinen.
Doch es hat keine Freunde.Es ist ganz Alleine.Tränen kullern
durch sein Gesicht.Es weint.
Wie kann man diesem Wesen helfen?Ich fühle mich
so schuldig.Was kann ich tun??
Vielleicht ist es das Beste weg zu gehen.Das
Kind alleine lassen.Ich kann ja eh nichts
tun.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
!!Versteckt
euch
nicht!!
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++
!!Jeder
braucht
Freunde!!
--------------------------------
Gina,10
Jahre aus Höpfingen
... ihr müsst den
Aktualisieren Knopf drücken um eure Nachricht gleich zu sehen.
Ältere Geschichten
aus dem Archiv 2008 lesen