
Die im Jahre
1998 gegründete Kinderbuchforum-Stiftung hat es sich bereits in den Anfängen der
multimedialen, webbasierten Lesekultur zur Aufgabe gemacht, das Lesen und
Schreiben zu fördern.
In dieser, gerade im Internet, äußerst schnell den
Veränderungen unserer Gesellschaft erliegenden Zeit ist es unsere Aufgabe, etwas
längerfristig Sinnvolles und Beständiges zu schaffen. Dies erreichen wir durch
die zeitgemäße Verknüpfung von Online- und Printmedien.
Leseförderung ist Arbeit an der Basis jeglicher
kultureller und intellektueller Betätigung unserer Jugend.
Deutschland,
ein Volk der Dichter und Denker? Diese Aussage muss spätestens seit der
PISA-Studie revidiert bzw. neu in Frage gestellt werden. In einem an Ressourcen
nicht gerade reichen Land wie der Bundesrepublik Deutschland ist jedoch Bildung
ein entscheidender, wenn nicht sogar überlebenswichtiger Rohstoff. Die Förderung
der Grundfertigkeiten des Lesens und Schreibens ist somit unser aller Aufgabe.
Dem allseits zu beobachtenden Trend der Trivialisierung wollen wir
entgegenwirken. Denn eine Vereinfachung ist sicherlich nicht der richtige Weg,
dem Bildungsnotstand zu entkommen. Die Ermutigung junger Menschen zu
literarischer Betätigung ist von existenzieller Bedeutung für den Standort
Deutschland. Wie, wenn nicht durch einen Bildungsvorsprung, soll Deutschland im
europäischen Wettbewerb bestehen?
In meiner Ausbildung an der Schule Schloss Salem habe
ich den Gedanken der Elite kennen gelernt. In Deutschland negativ besetzt, im
vereinten Europa jedoch eine durchaus anerkannte Idee. Sie steht weder, wie
vielfach behauptet, im Konflikt mit dem Ziel der sozialen Gerechtigkeit noch mit
der im Grundgesetz verankerten Gleichheit der Bildungs- und Aufstiegschancen
aller. Im Gegenteil. Eine Elite, deren Selbstverständnis auf die Integration der
Schwächeren in unserer Gesellschaft abzielt, kann positive Impulse geben und
neue Wege für alle aufzeigen.
So auch das Kinderbuchforum. Die
Kinderbuchforum-Stiftung ermöglicht jedem, seine literarische Betätigung einer
breiten Leserschaft zu präsentieren. Unabhängig von dem sozialen Umfeld des
Autors.
Dadurch werden Chancen ermöglicht und was ist größerer Anreiz als
die Erfahrung echter Gleichberechtigung fern von idealistischen Versprechungen
zahlreicher Politiker, die sich in der Praxis leider oft als Worthülsen
erweisen?
Ich stelle mich mit dem Projekt des Kinderbuchforums in den
Dienst einer pluralistisch, liberalen Gesellschaft, die neue Bildungschancen
erwartet und verdient.
Selbstverständlich ist dies ein Unterfangen, welches
alleine kaum zu realisieren ist. Deshalb ist die Kinderbuchforum-Stiftung auf
die Unterstützung der Wirtschaft angewiesen. Finanzielle Mittel, die der
Förderung des Lesens und Schreibens zu Gute kommen, fließen mittel- und
längerfristig an die Wirtschaft in Form von mündigen, gut ausgebildeten
Arbeitskräften zurück. Somit ein Kreislauf, von dem sowohl unsere Jugend als
auch unsere Wirtschaft profitiert.
Mit allen guten Wünschen grüßt Sie Ihr
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Philipp Julian Friedrichs
geschäftsführender
Gesellschafter der Kinderbuchforum-Stiftung g. GmbH