Dem allseits zu beobachtenden Trend der Trivialisierung wollen wir entgegenwirken. Denn eine Vereinfachung ist sicherlich nicht der richtige Weg, dem Bildungsnotstand zu entkommen.

Die Ermutigung junger Menschen zu literarischer Betätigung ist von existenzieller Bedeutung für den Standort Deutschland. Wie, wenn nicht durch einen Bildungsvorsprung, soll Deutschland im europäischen Wettbewerb bestehen?

In meiner Ausbildung an der Schule Schloss Salem habe ich den Gedanken der Elite kennen gelernt. In Deutschland negativ besetzt, im vereinten Europa jedoch eine durchaus anerkannte Idee. Sie steht weder, wie vielfach behauptet, im Konflikt mit dem Ziel der sozialen Gerechtigkeit noch mit der im Grundgesetz verankerten Gleichheit der Bildungs- und Aufstiegschancen aller. Im Gegenteil. Eine Elite, deren Selbstverständnis auf die Integration der Schwächeren in unserer Gesellschaft abzielt, kann positive Impulse geben und neue Wege für alle aufzeigen.

So auch das Kinderbuchforum. Die Kinderbuchforum-Stiftung ermöglicht jedem, seine literarische Betätigung einer breiten Leserschaft zu präsentieren. Unabhängig von dem sozialen Umfeld des Autors.
Dadurch werden Chancen ermöglicht und was ist größerer Anreiz als die Erfahrung echter Gleichberechtigung fern von idealistischen Versprechungen zahlreicher Politiker, die sich in der Praxis leider oft als Worthülsen erweisen?

Ich stelle mich mit dem Projekt des Kinderbuchforums in den Dienst einer pluralistisch, liberalen Gesellschaft, die neue Bildungschancen erwartet und verdient.
Selbstverständlich ist dies ein Unterfangen, welches alleine kaum zu realisieren ist. Deshalb ist die Kinderbuchforum-Stiftung auf die Unterstützung der Wirtschaft angewiesen. Finanzielle Mittel, die der Förderung des Lesens und Schreibens zu Gute kommen, fließen mittel- und längerfristig an die Wirtschaft in Form von mündigen, gut ausgebildeten Arbeitskräften zurück. Somit ein Kreislauf, von dem sowohl unsere Jugend als auch unsere Wirtschaft profitiert.

Mit allen guten Wünschen grüßt Sie Ihr

Dr. Philipp Friedrichs

Geschäftsführer der Kinderbuchforum-Stiftung g. GmbH

Die im Jahre 1998 gegründete Kinderbuchforum-Stiftung hat es sich bereits in den Anfängen der multimedialen, webbasierten Lesekultur zur Aufgabe gemacht, das Lesen und Schreiben zu fördern.

In dieser, gerade im Internet, äußerst schnell den Veränderungen unserer Gesellschaft erliegenden Zeit ist es unsere Aufgabe, etwas längerfristig Sinnvolles und Beständiges zu schaffen. Dies erreichen wir durch die zeitgemäße Verknüpfung von Online- und Printmedien.

Leseförderung ist Arbeit an der Basis jeglicher kultureller und intellektueller Betätigung unserer Jugend. Deutschland, ein Volk der Dichter und Denker? Diese Aussage muss spätestens seit der PISA-Studie revidiert bzw. neu in Frage gestellt werden. In einem an Ressourcen nicht gerade reichen Land wie der Bundesrepublik Deutschland ist jedoch Bildung ein entscheidender, wenn nicht sogar überlebenswichtiger Rohstoff.

Die Förderung der Grundfertigkeiten des Lesens und Schreibens ist somit unser aller Aufgabe.